Durchs wilde Toskanistan

2 04 2012

Gut, ganz so wild wie die von Karl May beschriebenen Landschaften ist die Toskana nicht. Im Gegenteil, wenn man so wie ich mit dem Rennrad unterwegs ist, eignet sie sich ganz vorzüglich.
Mit meinen vorerst beiden Mitstreitern Wanda und Mike versuche ich sowas  wie eine Radform anzutrainieren. Wobei bei mir das ein reiner Selbstzweck ist. Mike hingegen trainiert für die  Langdistanz in Roth und Wanda möchte dieses Jahr auch einige nicht unerhebliche Triathlons bestreiten. Ein etwas schwieriges Unterfangen also, das alles unter einen Hut zu bringen.
Die gestrige Tour war immerhin sehr vielversprechend. Gut, man könnte vorab mal eine Karte zuhilfe nehmen. Oder eine Route im Garmin einspeichern. Aber das kann ja jeder. Wanda war ja schon mal in der Gegend und hat den einen oder anderen Ort in Erinnerung („Da gibt’s einen super Cappuccino!“). Aber die Wegführung dort hin war ihr nicht mehr so geläufig. Naja, sind wir dann eben ein paar ungeplante Höhenmeter mehr gefahren. Wenn man mit 120 Kilometern in den Beinen in ein Trainingslager fährt spielt das aber durchaus eine Rolle. Trotzdem habe  ich mich einigermaßen wacker geschlagen, von einem kleinen Hungerast abgesehen. Mike ist sowieso drauf wie Tier, Wanda als Sportlehrerin eine Naturbegabung.
Am Ende waren es 107 Kilometer mit knapp 1400 Höhenmeter. Für den ersten Tag völlig ausreichend, finde ich.
Am Mittwoch kommt noch der André dazu, ein weiterer ambitionierter Ironman – dann wird es erst richtig interessant für den kleinen Ulrich 😉





Ultra-Sport

27 01 2012

Der letzte Beitrag zu meinen sportlichen Aktivitäten (außer Extrem-Luftmatrazen-Surfen) ist ja schon ein bisschen länger her, etwas über zwei Jahre genauer gesagt. Der geneigte Leser und auch die Leserin könnten zum Schluss kommen, dass sich in dieser Hinsicht bei mir nichts mehr tut. Und sie haben damit recht!
Okay, nichts ist vielleicht übertrieben. Lediglich das Laufen habe ich fast komplett eingestellt. Jedes Mal wenn ich mir vornehme wieder damit anzufangen schmerzt es erst mal. Das kann sicher jeder Laufanfänger bestätigen. Spaß habe ich keinen daran und darum beschränkt sich jeder Neuanfang auf drei, vier Versuche.
Zum Glück hat man als Ex-Triathlet aber noch andere Sportarten übrig. Damit meine ich nicht den Kleidungswechsel. Nein, Schwimmen zum Beispiel. Das kommt vor allem auch dem Rücken zugute, der mich Anfang letzten Jahres in Form eines Bandscheibenvorfalls im Stich gelassen hat. So gehe ich immerhin einigermaßen regelmäßig ein- bis zweimal die Woche ins Hallenbad und im Sommer dann natürlich in den Teich.
Das Rennrad steht übrigens auch noch in der Garage. Leichtfertig wie ich bin, habe ich mich Anfang April zum Trainingslager mit den Triathleten angemeldet. Allerdings nicht mit der Wahnsinnigen-Truppe auf Mallorca sondern der gemäßigten in Italien. Da wird hoffentlich auch ein untrainiertes Pummelchen wie ich nicht allzu unangenehm auffallen. Immerhin habe ich über (!) 1000 Kilometer letztes Jahr geschafft – das muss sich doch irgendwie auswirken.
Wettkampfambitionen habe ich keine. Vielleicht eine Seeüberquerung oder vergleichbares im Sommer und das 24-Stunden-Schwimmen. Aber ohne Anspruch auf eine Zeit oder Platzierung. Altersgerecht eben.





Badesaison

30 12 2011

Hä? Badesaison kurz vor Silvester?
Natürlich nicht aktuell. Aber meine letzten (beiden?) verbliebenen treuen Leser kennen den Schwimmteich nur im Bauzustand vor über einem Jahr. Ich versichere hiermit, dass der Teich längst fertig ist und wir die erste Badesaison erfolgreich hinter uns haben. Um das zu illustrieren gibt’s nun ein paar Impressionen.WinterZunächst war ja mal Winter. Dank der frostigen Temperaturen war die Eisschicht bald so dick, dass man sie begehen konnte. In diesem Winter war das bisher noch nicht der Fall. Deshalb hat sich der Erwerb von Eisstöcken etwas hinausgezögert. Außerdem sind die sauteuer. Eventuell werden wir uns doch aufs Rahmenprogramm aka Glühweintrinken beschränken.Teich 1Im Sommer sieht es schon einladender aus. Auf der einen Seite ist die Sprungrampe installiert. Der noch sichtbare schwarze Schlauch hat eine besondere Funktion, dazu später mehr.

Teich 2

Teich 3Der Bewuchs ist im ersten Jahr natürlich noch vergleichsweise spärlich. Zumal ein feindliches Entenpaar einen Teil davon weggefressen hat. Merke: Der Feind des Schwimmteichbesitzers ist 1. die Ente (wegen Eintrag von Fäkalien und Pflanzenfraß) und 2. die Kröte oder genauer gesagt die Kröten. Oder noch genauer die Dutzende von Kröten, die sich unseren Teich als neues Zuhause ausgesucht haben. In der Masse sind die einfach eklig und in der Nacht machen sie einen Höllenlärm. Um die Frage gleich zu beantworten – nein, wir haben weder die eine noch die andere Plage mit ultimativen Mitteln beseitigt. Noch nicht.
Dafür gibt’s auch andere Bewohner, die hübsch anzusehen sind.

MolchMolche zum Beispiel. Die sind sehr zutraulich, was sie als potentielles Spielzeug für achtjährige Jungs prädestiniert. Das würde aber die Lebenserwartung der Tiere aber vermutlich drastisch reduzieren und darum haben wir das Keschern von Molchen verboten.
Ich finde die Libellen faszinierend, die den ganzen Tag den Teich auf und ab fliegen auf der Suche nach Nahrung.

Libelle

Libelle 2Zu guter Letzt noch die Erklärung für den schwarzen Schlauch. Mein künstlerisch begabter Bruder war so freundlich, uns einen Wasserspeier in Form eines Schwimmers zu modellieren. Seitdem der arme Wicht montiert ist kotzt er uns permanent ins Wasser. Wenn das nicht mal nicht eine realitätsgetreue Nachbildung eines Triathleten ist.

WasserspeierWen wundert es jetzt noch, dass wir uns auf den Sommer freuen? Dieses Jahr war der Beginn der Badesaison bereits im April mit Wassertemperaturen von 17° C. Mal sehen, wie lange es im nächsten Jahr dauert, bis ich wieder ja, ähm … im Pool trainieren kann.

SchwimmtrainingIn diesem Sinn einen guten Rutsch ins Jahr 2012. Bleibt oder werdet gesund und ansonsten viel Glück im neuen Jahr.





Ozapft is!

15 08 2010

Für die Nicht-Bayern unter uns – Es ist angezapft! Wobei der Spruch eigentlich nicht ganz passend ist, weil wenn ozapft is läuft ja was, nämlich Bier, aus dem Fass. Das sollte bei einem Teich nach Möglichkeit niemals passieren. Aber für einen Bayern ist das DER Spruch, wenn die wichtigen Dinge zur Zufriedenheit erledigt sind und das Fest somit beginnen kann.
Doch der Reihe nach. Der letzte Bericht endete beim Befüllen des Schwimmbereichs. Zunächst nur den Boden mit Wasser aus dem Gartenschlauch bedecken. Es waren aber doch etwa sieben Kubikmeter und dauerte ziemlich lange. Und bei Wassergebühren (inclusive Abwasser) von rund 4 €/m³ auch nicht billig. Deshalb am nächsten Tag beim Wasserwerk ein Standrohr mit Zähler besorgt, die passenden C-Schläuche angeschlossen und nun ging der Punk ab.

Befüllen

In einer halben Stunde war das Becken mit 60 zusätzlichen Kubikmetern Wasser gefüllt. Das lässt doch schon einen Teich erahnen.
Was kommt nun als nächstes? Der Kies, neun Kubikmeter genauer gesagt. Für den Anfang, zum warm werden sozusagen.

Kies

Links kann man schon die nächste Sträflingsarbeit sehen – die Steine für die Trockenmauer an unserem Gartenhügel. Sechs Tonnen Granit vor der Garage wollten bewegt werden. Das bedeutet runter von der Palette, rein in die Schubkarre, durch die Garage und um den Teich herum auf die andere Seite des Gartens. Dort Stein für Stein aus der Schubkarre gehoben, der fleißigen Ziehtochter in die Hand gedrückt, damit die sie am Ort des Geschehens aufstapeln kann.

Granit wuchten

Mein Kreuz war vom Kies schippen schon lädiert, der Granit gab ihm den Rest. Danach war Socken anziehen nicht mehr möglich. Der guten Laune tat’s aber keinen Abbruch wie man sieht.

Technik muss auch in einem Naturteich sein. Ein Skimmer, der das Oberflächenwasser von groben Verschmutzungen reinigt. Eine Pumpe, die das Wasser in den Reinigungsbereich und zum Wasserspeier pumpt und die dazugehörigen Schläuche natürlich. Aber das war’s dann auch schon. Noch sieht man die ganzen Leitungen, später ist das alles verdeckt.

Technik

Währenddessen mieteten sich schon die ersten Bewohner ein.

Kröte

In der Logistik gab es eine kleine Panne. Die Pflanzen waren schon geliefert und mussten innerhalb von ein paar Tagen eingepflanzt und gleich darauf gewässert werden, damit sie nicht in den Töpfen vergammelten oder im Kiesbett vertrockneten. Also im Akkord die Trockenmauer gesetzt, was im optischen Ergebnis einem professionellen Gartenbauer vermutlich die Tränen in die Augen treiben würde. Aber ich bin Amateur und deshalb trotzdem zufrieden. Aber anstrengend war’s schon.

Trockenmauer

Anschließend noch weitere fünf Kubikmeter Kies eingefüllt, damit unter anderem die gelben Rohre verschwinden. Transport übrigens über den Hügel im Hintergrund, was äußerst schweißtreibend ist. Dagegen war das Verkleben der Granitplatten auf die Mauerkrone schon beinahe ein Kinderspiel. Meine Frau war inzwischen als Pflanzenbeauftragte tätig und setzte nach bestem Wissen und Gewissen auf der gegenüber liegenden Seite die ersten Gräser und Blümchen.

Pflanzen

Dann wieder Wasser marsch, diesmal bis über die Mauerkrone, um den Reinigungsbereich zu fluten. Ein spannender Augenblick, der leider fotografisch nicht festgehalten wurde. Es war nun abends um zehn. Meine Frau war bereits auf Bett gehen eingestellt. Aber ich konnte nicht widerstehen. Nach einem Tag harter Arbeit nun also der große Augenblick.

Und was soll ich sagen – es war genial!

Anbaden

So sieht ein stolzer Naturteichbesitzer und -bauer aus. Anbaden im eigenen Teich, man kann sich vorher gar nicht vorstellen, was das für ein schönes Erlebnis ist.

Mittlerweile sind seit dem grandiosen Augenblick zwei Wochen vergangen. Der Teich ist nun komplett gefüllt und bepflanzt. Pünktlich ist auch die Schönwetterperiode zu Ende gegangen, was der Wassertemperatur nicht besonders entgegen kommt. Aber zum Baden reicht’s allemal.

Baden

Beim nächsten Mal berichte ich dann von den Randbereichen und dem Restgarten, der jetzt wieder hergerichtet werden muss. Winkewinke.





Wir sind dicht!

18 07 2010

Leute, ich kann Euch sagen – Ich kann keinen Beton mehr sehen! Betonieren bei 35° im Schatten macht richtig Spaß, wie man sehen kann.

Regen

Das war ausnahmsweise mal nicht Schweiß. Nur ganz selten, genauer gesagt einmal, wurden wir nass. War ein bisschen nervig, weil es da gerade überhaupt nicht passte. Aber was hilft´s?

Mischer Weiter, immer weiter! Da wir vorzugsweise nur am Wochenende Zeit hatten, die Betonwerke aber leider alle geschlossen waren, mussten wir selbst an das Mischpult und für die Musik respektive den Beton sorgen. Im Baumarkt begrüßen sie mich mittlerweile schon mit Handschlag, soviel Zement und anderes Equipment habe ich da schon gekauft. Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Teichmauer

Zumindest für einen Tag. Dann lautete das Motto bereits wieder: „Die Mauer muss weg!“ Nicht wirklich natürlich, sie wurde nur Christomäßig verpackt.

Vlies

Zunächst mit Vlies als Schutzschicht. Das Bild täuscht etwas. Die Kaffetasse gehört der Dame rechts, die zwischen den Pausen mal kurz mit anfassen musste. Selbstverständlich arbeiteten ansonsten NUR die Herren 😉
Anschließend kam die Folie. Grün im sichtbaren Schwimmbereich, grau im später mit Kies aufzufüllenden Regenerationsbereich. Die erste von acht Teilstücken war der Boden und der passte schon mal ganz gut.

Boden

Die einzelnen Teile mussten dann „verschweißt“ werden, also mit einem Fön entlang der Nähte verklebt. Das erledigte Herr Jankowski von der Firma Mielkes Teiche zuverlässig. Ich kann auch nicht empfehlen, das selbst zu versuchen, schon allein wegen der Dichtheitsgarantie. Es wäre zu blöd, in ein paar Monaten das Wasser auslassen und die Folie reparieren zu müssen.
Apropos Wasser – das läuft jetzt erst mal.

Wasser

Füllstand zunächst nur mal einen halben Meter hoch. Morgen muss ich dann mit dem Wasserzweckverband telefonieren, um eventuell den Wasserpreis um die Abwasserkosten zu reduzieren. Denn die fallen ja definitiv nicht an. Sonst wird das ein teurer Spaß.
Der Jugend ist das egal, die freut sich schon auf kommende Badefreuden.

Vorfreude

Ein weiterer Meilenstein ist also geschafft. Jetzt kommen Berge von Kies, die in die Regenerationszone geschafft werden müssen. Vorher noch ein paar Rohre und ein bisschen Technik. Das sollte aber zügig gehen, damit bald die Pflanzen eingesetzt werden können, um das Wasser nicht veralgen zu lassen.
Fortsetzung folgt…





Schwimmteich

13 06 2010

Eine Idee, die vor vielen Jahren schon in unseren Köpfen geboren wurde, kommt nun zur Ausführung. Damals, beim Anlegen des Gartens nach dem Hausbau, war zum einen das Geld alle und zum anderen die Motivation nicht mehr allzu groß, noch besonders viel in Eigenleistung zu machen. Also haben wir die Planung für unseren Schwimmteich erst mal in die Schublade gelegt, wo er friedlich vor sich hin schlummerte. Ein fälliger Bausparvertrag in Verbindung mit sehr niedrigen Zinsen und die Aussicht auf eine baldige Inflation haben den Plan nun aus seinem Dornröschenschlaf geweckt. In leicht abgewandelter Form wird er nun in unseren Garten übertragen.LageplanDie Schwimmfläche wird 2,50 Meter breit mit einem „Sprungbereich“ mit 4 Metern Breite und eine Länge von 16,67 Metern. Geübte Bahnenschwimmer wissen, warum so eine krumme Zahl, alle anderen dürfen ein bisschen rechnen. Tief wird der Schwimmbereich 1,50 bis 2,00 Meter. Ergibt zusammen mit dem Regenerationsbereich knapp 100 m² Fläche. In die Natur übertragen sieht das in etwa so aus:

Abstecken

Abstecken

Erst mal regnete es aber. Das hieß Aushub verschieben. Eine Woche. Noch eine. Und noch eine. Dann endlich halbwegs brauchbares Wetter. Für den Baggerfahrer Stress ohne Ende, denn nun musste der Stau der letzten Wochen abgearbeitet werden. Deshalb Anruf am Dienstag Nachmittag: „Morgen komme ich!“. Zum Glück hat meine Frau Urlaub. Zu ihrer großen Freude durfte sie den Aushub managen.

Cat 1

Cat 2

Aber die Katze war fleißig. Innerhalb von sechs Stunden hatten wir ein Loch im Garten. Und was für eins! In echt sieht das richtig gigantisch aus und ich kam schon ins Grübeln, ob meine Planung nicht vielleicht doch einen Denkfehler beinhaltete. Aber es passt schon.

Loch

Niederbayerischer Lehmboden in Verbindung mit Wasser ergibt eine veritable Schlammgrube. In diese mussten nun die Fundamente gegraben werden, auf die die Seitenwände gestellt werden. Ein paar Feinheiten waren natürlich noch nachzuarbeiten. Hier kam mein Lieblings-Gartengerät zum Einsatz – die Wiedehopfhacke:

Hacke

Eine Stunde mit demTeil und man hat (habe ich aber selten) keinerlei Aggressionen mehr. Vielleicht hat man früher Sträflinge deswegen im Steinbruch arbeiten lassen?
Nun kommt das Material, alles vor die Garage gestellt und dann von Hand in den Garten vertragen:

Steine

Steine. Genauer Betonschalungssteine. 650 Stück.

Stahl

Stahl. Vergleichsweise wenig, nämlich nur 150 kg.

Beton

Und natürlich Beton. Vier Kubikmeter für den Anfang. Und die Erkenntnis, dass Beton trotz Verzögerer recht schnell hart wird. Deshalb war Akkordarbeit angesagt. Das erklärt vielleicht die begeistere Mimik der jungen Dame. Heiß wars außerdem auch.
Bis zum Abend waren wir aber dank der fleißigen Helfer doch recht weit gekommen.

Teich 1

Nächsten Samstag geht es weiter. Bis dahin müssten die Steine, wenn der Wettergott mitspielt, in der Grube sein. Damit die Steinreihen 5 bis 8 zügig gesetzt werden können. Aber das berichte ich dann nächste Woche.





Horror

11 04 2010

Mit vor Angst geweiteten Augen blickt der Delinquent auf die Werkzeuge, die vor ihm liegen. Haken, Spitzen, Zangen und Döschen mit unklarem Inhalt lassen die Qualen erahnen, die vor ihm liegen. Ihm gefriert das Blut in den Adern bei der Vorstellung, was damit mit seinem schweißnassen Körper angestellt werden wird.  Es gehört zum Wesen der Hinrichtung, dass dem Totgeweihten erst die Werkzeuge des Martyriums gezeigt werden, um so sein Grauen noch zu steigern. Wie lange wird die Schinderei dauern? Im Mittelalter waren mehrere Tage nicht unüblich. Wird es also noch ein Morgen geben? Es stellt sich die Frage nach dem Warum. WARUM???
Mit einem fiesen Lächeln betritt der Sadist die Kammer des Grauens. Freut sich sichtlich auf die kommende Tortur, das spritzende Blut und die Schmerzensschreie seines Opfers.  Mit freundlichen Worten  beschreibt er Dinge, die sich der Delinquent bisher nicht einmal vorstellen konnte. Ein Hilferuf, ein flehendliches Bitten möchte sich diesem aus seiner heißeren Kehle entwinden. Doch er weiß, es gibt kein zurück.  Es wäre auch keiner da, ihm zu helfen. Resigniert lehnt sich das Opfer auf die Folterbank zurück.
Es geht los, wilde Geräusche, direkt aus der Hölle emporgestiegen, erfüllen den Schädel des gepeinigten Delinquenten. Ein hohes Sirren, das kalte Schauer über den Rücken laufen lässt. Ein Knacken, das die Gewissheit des nahenden Endes gibt. Das schlürfende Geräusch des Saugers, der die Überreste des Unterkiefers entsorgt. Irgendwann blendet das Opfer das Bewusstsein aus und lässt alles über sich ergehen. Bis zum bitteren Ende.

Habe ich schon mal erwähnt, dass ich nicht gerne zum Zahnarzt gehe?