Das Auge schwimmt mit

18 04 2008

Zuerst noch eine Anmerkung zum vorigen Beitrag: Den Ausschlag hat aktuell mein Sohnemann. Bei mir handelt es sich um ein Archivfoto.

Es soll ja Leute geben, die daran interessiert sind, ihren Schwimm- bzw. Kraulstil zu verbessern. Weil man sich nicht so anstrengen muss, um schneller zu schwimmen zum Beispiel. Oder weniger trainieren um gleich schnell zu sein als mit bloßem Krafteinsatz. Oder einfach aus Spaß an der Freude.
Mein Zweitname ist ja “Trainingsminimalist”. Mein sportliches Ziel ist, mit möglichst wenig Aufwand maximal gute Ergebnisse im Wettkampf zu erzielen. Das klappt mal mehr, mal weniger. So dürfte meine Motivation für das Erlernen einer guten Schwimmtechnik wohl klar sein. Mehr als die maximal zweimal eine Stunde pro Woche Vereinstraining ist bei meinem Zeitbudget nicht drin. Und das auch nur von Februar bis Ende Mai, wenn das Hallenbad schließt. Das muss reichen, um bei einem Triathlon über die Olymische Distanz eine einigermaßen vernünftige Zeit zu erreichen. Schließlich muss ja noch gelaufen werden (meinem Lieblingsprojekt derzeit) und ab Mai auch geradelt. Dann wenn andere schon mindestens 2000 Kilometer gefahren sind.
Bis jetzt läuft alles nach Plan. Die Laufform ist überragend für meine Verhältnisse und die Jahreszeit. Schwimmen ist soweit auch in Ordnung, denke ich. Als Beweis habe ich mich gestern kurz filmen lassen (Danke an Franz, den Bademeister).

Natürlich kann man immer das eine oder andere verbessern, schon klar. Für (fundierte) Anregungen bin ich immer dankbar. Ich bitte nur zu bedenken, dass die Aufnahme am Ende des Trainings entstanden ist, nach einer Menge 25-Meter-Sprints mit Paddles, Pullbuoy und gefesselten Beinen. Ich war also nicht mehr so ganz frisch.
Bleibt als Baustelle noch das Radeln. Ich hoffe, dass die Lauferei auch dafür eine gewisse Basis geschaffen hat. Ob das der Fall ist, werden wir demnächst bei der ersten Ausfahrt sehen. Vielleicht melde ich mich dann umgehend völlig frustriert wieder vom Rothsee-Triathlon ab, wer weiß.





Crosslauf

11 04 2008

Morgen steigt in Mainburg der alljährliche Crosslauf. Ich bin da immer als Teilnehmer und/oder Helfer dabei. So auch morgen ab 12:00 Uhr beim Aufbauen und dann um 15:00 als Wettkämpfer. Wobei die Betonung üblicherweise auf Kampf liegt. Die Strecke wird dieses Jahr wieder mal geändert, weil einige Passagen der alten unpassierbar sind. Nun sind vier Runden zu laufen, die jeweils einen ordentlichen Anstieg enthalten. Logischerweise aber auch ein entsprechendes Gefälle. Mein Ziel wird sein, es endlich einmal zu schaffen, in der ersten Runde den Berg verhalten anzugehen, damit die Kraft auch für ein zweites bis viertes Mal reicht. Bisher ist mir das nie so richtig gelungen.
Um dieses Vorhaben zu unterstützen, habe ich gestern ein ausführliches Trainingsprogramm durchgezogen, um eine gewisse Vorermüdung zu erreichen. Zuerst war ich Laufen, fünf Kilometer locker und drei schnelle Kilometer auf der Bahn. Dabei durfte ich feststellen, dass Fußballer offensichtlich nicht sehr viel mehr im Kopf haben als eben Fußball. Nach Trainingsende erfordert das Überqueren der Tartanbahn die volle Konzentration, so dass man unmöglich auch noch auf heranstürmende Läufer achten kann. Sollen die doch ausweichen, wo sie sowieso schon am Rennen sind. So war’s teilweise ein Slalom um eben diese Fußballer aber auch um kleine Kinder, die dort verbotener Weise radfahren mussten oder um deren dicklichen Bruder, der auf der Innenbahn den coolen Läufer gab. Allerdings nur maximal 32 Meter, dann ging ihm die Puste aus. Die Spieler beobachtete der Trainer der Fußballmannschaft von Bahn eins aus und widmete mir jede Runde einen völlig verständnislosen Blick, so als ob ich ihn stören würde. Zum Glück war es bei mir kein ernsthaftes und vor allem langes Training, so dass ich das Treiben doch eher belustigt zur Kenntnis nahm.
Anschließend Schwimmtraining. Fünfmal 400 Meter waren als Haupteil geplant. Wegen Überfüllung der Bahn eins wich ich auf die zweite Bahn aus, mit der Folge, dass ich vorneweg schwimmen durfte. Ich war überrascht, wie gut ich voran kam und auch die letzten Teilstücke so schnell schwamm wie die ersten. Zeiten will ich jetzt keine nennen aus Rücksicht auf einen gewissen Herren, der damit ein Problem hätte. Aber ich merkte, dass alles an der Konzentration auf das Gleiten liegt. Dann kommt die Geschwindigkeit von selbst und ein gleichmäßiges Tempo ist auch jenseits der 1000 Meter kein Problem. Das werde ich noch weiter verbessern. Ziel ist, für die 25-Meter-Bahn nur noch 16 statt bisher 18-19 Armzüge zu benötigen.
Heute ist Ruhetag, der Sohnemann hat seine Scharlachbakterien bei sich behalten, was uns alle sehr freut. Anstrengend war es genug die letzten Tage. Einen Vierjährigen zu beschäftigen, der nicht raus kann, keinen Besuch von Freunden empfangen darf und zudem ein richtiger “Held” ist, wenn es ihm schlecht geht, ist eine Kunst, die viel Nerven kostet. Ich weiß gar nicht, wie die das früher ohne Fernseher gemacht haben. Wenigstens damit hat man mal ein paar Minuten Ruhe.





Fahrplan zum Rothsee-Triathlon

4 04 2008

Es gab schon lange keinen Beitrag mehr über mein Schwimmtraining. Das liegt hauptsächlich daran, dass man es nicht als solches bezeichnen kann. Januar und Februar insgesamt vier Einheiten, was mehr oder weniger gar nichts ist. Im März war ich immerhin schon einmal die Woche im Hallenbad. Und diese Woche - tätä - habe ich die beiden Trainings mitgenommen. Wenn ich das nun einigermaßen so weiter betreibe, sehe ich für den Schwimmpart beim Rothsee-Triathlon kein Problem. Ich merke zwar, dass die Technik etwas gelitten hat und ich mich sehr auf darauf konzentrieren muss. Bis Ende des Monats sollte ich aber wieder soweit sein, dass das vollautomatisch funktioniert.
Was völlig fehlt ist die Kraftausdauer. Doch die kommt erfahrungsgemäß recht schnell wieder. Letzten Montag schwammen wir am Ende des Trainings viermal 200 Meter mit Paddles und Pullbuoy. An den Zeiten sieht man genau, wie lange die Kraft gereicht hat - 3:03/3:09/3:08/3:17. Dass diese Sachen einen aber schnell voran bringen, sieht man am gestrigen Training, wo diese Einheit wieder auf dem Programm stand, allerdings ohne Paddles und mit zehn 25-Meter-Sprints vorher. Die Zeiten diesmal: 3:01/3:10/3:08/3:14. Also fast identisch, nur eben ohne Paddles und ohne Beinarbeit. Die Kraft reicht zwar nach wie vor nur für drei schnelle Abschnitte, aber ich bin sicher, auch das wird Ende des Monats anders aussehen. Vorausgesetzt, es bleibt bei der Trainingshäufigkeit.
Gespannt bin ich, wie sich das Radfahren gestalten wird. Bis zum Halbmarathon in Regensburg wird der Fokus noch auf das Laufen gelegt. Danach wird verstärkt geradelt. Vorwiegend kurz, das heißt zwischen ein und zwei Stunden, aber dafür intensiv. Das muss reichen, um in den verbleibenden acht Wochen bis zum Rothsee-Triathlon eine halbwegs vernünftige Radform aufzubauen. Was nichts anderes bedeutet, als sich dort nicht allzu sehr zu blamieren und vor allem nach dem Radsplit noch ordentlich laufen zu können. Ich hoffe, dass das Lauftraining auch für’s Radeln gut ist und ich nicht völlig bei null anfangen muss.
Soweit die Planung, wie dann die Umsetzung aussieht werden wir sehen.

Nachtrag: Beim blättern über die Rothsee-Triathlon-Seite bin ich schwach geworden und habe mich gleich angemeldet. Nun habe ich den entsprechenden Druck um regelmäßig zu radeln. Wenn das mal gut geht!





Ich blicke nicht mehr durch

19 02 2008

Gestern Abend war Schwimmtraining. Für mich zum ersten Mal seit knapp einem Monat. Peter hatte einen Technik-Trainingsplan hinterlassen, der versprach, nicht allzu anstrengend zu werden. Genau richtig also für einen Einsteiger wie ich einer bin.
Also rein ins ekelhaft kalte Nass (das Wasser ist nur 30° kalt) und erst mal eine Bahn gekrault, damit der Körper auf Betriebstemperatur kommt. Anschließend 200 m “Schwimmkombi”, das heißt, zwei Stilarten kombiniert. Zum Beispiel Brustarmzug und Kraulbeinschlag oder Kraularmzug mit Delfin-Beinschlag. Danach Schwimmbrille ausleeren.
Es folgten zehn Minuten Wassergefühlsübungen, jeweils 25 m mit anschließenden 50 m Kraul und Brille ausleeren. Nach den zehn Minuten versuchte ich, die Brille durch das Anziehen des Haltebandes abzudichten. Das hatte den Effekt, dass sie sich zum einen zunehmend in den Kopf drückte und zum anderen genausowenig dicht war wie vorher. Also nochmal Brille ab und ein bisschen an den Gläsern herumgeschoben, um sie richtig in die Dichtung einzupassen. Keine gute Idee, denn plötzlich hatte ich nämlich das Glas in der Hand. Keine Chance, das Teil im nassen Zustand wieder passend in die Fassung zu bringen. Folge: Die Schwimmbrille flog in hohem Bogen, begleitet von ein paar unflätigen Ausdrücken (die hier nichts zur Sache tun), in Richtung Sporttasche.
Zu selbiger begab ich mich nun, um eine andere Brille zu holen, die ich zum Glück immer dabei habe. Gleiches Modell, nur etwas neuer. Gleiches Problem, nur auf beidseitig undicht. So kam ich nach jeweils 50 geschwommenen Metern zu einer Pause (inzwischen waren wir beim Technik-Teil angelangt). Brille ausleeren, am Halteband herumfummeln, wieder losschwimmen, nach einer halben Bahn schon wieder Wassereinbruch. Allmählich hatte ich einen ordentlichen Hals. Nochmals ein gewagter Versuch, mit dem Verschieben der Gläser Dichtigkeit herzustellen. Dabei stellte ich fest, dass diese ein bisschen zu klein sind, so dass zwischen Brillenglas und Dichtung ein kleiner Spalt zu erkennen war. Kein Wunder, dass da immer Wasser rein kommt.
Damit war das Schwimmtraining nach knapp 1000 m schon wieder beendet und ich ging vorzeitig duschen. Nicht ohne auf AquaSphere zu fluchen, die dieses bescheuerte Problem entweder nicht kennen oder in den Griff bekommen.
Was macht nun der Ulrich? Er geht zum Optiker seines Vertrauens namens Peter und lässt ihn irgendwelches Dichtungszeugs in die Dichtung der Brille schmieren. Dann funktionierts nämlich wieder. Das weiß ich, weil das hat er mit einem Vorgänger schon mal so gemacht. Aber das kann es eigentlich nicht sein. Eigentlich bin ich mit dem Modell ja sehr zufrieden, weil es so ziemlich das einzige ist, bei dem es keine Druckstellen gibt und dicht am Gesicht anliegt. Aber wahrscheinlich werde ich mich doch wieder auf die Suche nach Alternativen begeben müssen. Obwohl ich keine Lust dazu habe. Ich will nämlich einfach nur schwimmen.





Schön, wenn man nicht denken muss

18 12 2007

Die schönsten Schwimmprogramme sind die, bei denen man nicht viel denken muss. Eins wie gestern Abend zum Beispiel. Einschwimmen 15 Minuten locker kraulen. Anschließend 10 Minuten Technik - Abschlag- und Faustschwimmen. Als Hauptteil dann 15x 100 m Kraul, Startabstand zwei Minuten. Das hat den Vorteil, dass man nicht dauernd von den Schnelleren überholt wird und die Langsameren nicht im Weg sind, weil alle zur gleichen Zeit starten (mit fünf Sekunden Abstand untereinander). Sehr sinnvoll bei sechs Mann auf einer Bahn.
Mit meiner Form bin ich mehr als zufrieden. Nach dem nicht gerade ausgiebigen Training der letzten Wochen, ging mir erst nach der zehnten Wiederholung die Puste aus, das vor allem aber aufgrund der Unmengen von Lebkuchen und Plätzchen, die ich am Nachmittag verdrückt hatte. Immerhin hatte ich bis dahin durchschnittlich 1:28 für die 100 Meter benötigt, recht ordentlich für meine Verhältnisse. Den elften Hunderter ließ ich aus und die letzten vier waren noch in jeweils 1:31/1:32 möglich.
Die Folge waren angenehm schwere Oberarme. Aber solange ich die Hose noch problemlos hochziehen kann, ist noch einiges an Trainingsverschärfung drin.

Nun hoffe ich, dass die Viren und Bakterien ausnahmsweise mal einen Bogen um mich machen. Meine Frau niest und hustet was das Zeug hält, was eher untypisch für sie ist und sie deshalb sogar nicht zur Arbeit geht. Ich versuche sie nun aufzupäppeln, damit sie an Weihnachten wenigstens wieder fit ist.
Dafür gibt’s vom Sohnemann erfreuliches zu berichten. Nach vier Jahren sind wir endlich Windelfrei! Die erfahrenen Eltern werden sich an den Kopf greifen und sagen: “Was, mit vier erst?”. Aber die kennen meinen Sohn nicht. Er ist sehr erpicht auf die Einhaltung von althergebrachten Traditionen. So trinkt er nach wie vor am Morgen seine Milchflasche, nicht ohne sich vorher unter der Bettdecke zu verstecken, wo ich dann so tun muss, als ob ich die Milch selber trinken würde.
Mit der Windel war es auch so eine Sache. Normalerweise braucht er die schon lange nicht mehr, auch Nachts nicht. Nur für das große Geschäft bevorzugte er, weiß der Geier warum, eben eine Windel und seine Ecke in der Küche, wo ihm keiner zuschauen durfte. Belohnungen (insgesamt sicher im dreistelligen Eurobereich), Drohungen, Belehrungen, Diskussionen - nichts half. Seine große Schwester hat ihn nun (mit Hilfe des Fernsehers) dazu gebracht, sich auf die Toilette zu setzen. Das macht ihm jetzt scheinbar so großen Spaß, dass er manchmal dreimal am Tag “käckern” muss. Er ist sehr stolz auf seine Leistung und erzählt auch jedem bereitwillig davon. Und natürlich schenken wir die übrigen Windeln jetzt der kleinen Leonie, einem neugeborenen Mädchen aus der Nachbarschaft. Weil die ist ja noch ein Baby, wie der Großkotz nicht müde wird zu betonen.

Halleluja!





Uli schwimmt

23 11 2007

Irgendwas stimmt nicht mit mir. Beim Laufen muss ich mich immer bremsen, damit der Kilometerschnitt nicht zu schnell wird bei meinen lockeren Läufen. Schließlich ist noch Regeneration angesagt. Beim Schwimmen war ich jetzt vier oder fünf mal und es macht Spaß, weil ich mit den anderen (auf Bahn 1) mithalten kann. Gestern kamen in der einen Trainingstunde 2900 m zusammen, wobei die letzten 200 m die Schnellsten waren. Ist das noch normal? Über die Zeit will ich mich gar nicht erst auslassen.
Ich traue mich schon gar nicht auf die Rolle. Wahrscheinlich könnte ich nach drei Versuchen schon wieder Tempotraining machen, Trittfrequenz, Kraftausdauer und das stundenlang. Also mache ich wenigstens hier noch ein bisschen halblang bzw. null. Man sieht, sportlich ist alles in bester Ordnung. Wenn das so weiter geht, wird nächstes Jahr das Triathlon-Jahr, zumindest was die Kurzdistanz angeht. Meine potenziellen Konkurrenten können sich schon mal warm anziehen.





So!

24 10 2007

Die Blogfreie Zeit hat nun ein Ende. Wie könnte man nach einer Pause besser anfangen als mit einem Ausblick auf die nächste Saison. Dazu blicke ich erst mal zurück, wie diese Saison gelaufen ist, im wahrsten Sinn des Wortes. Der Marathon war ein Erfolg mit Bestzeit und weitgehend souveränem Verlauf. Die drei Halbmarathons waren eher durchwachsen bis enttäuschend, wenn man nur das Ergebnis betrachtet. Begeisternd war die Anschaffung des Forerunners. Seit meiner Kindheit hat kein Spielzeug soviel Spaß gemacht. Ich bin aber schon normal, oder?

Ein Jahr lang “nur” laufen? Hat Vor- und Nachteile. Vorteil ist natürlich, dass man die ganze Zeit, die zur Verfügung steht, in das Training stecken kann. Das wiederum hat recht gute Ergebnisse zur Folge. Nachteil: Für einen Triathleten, der ich nun mal bin, ist es zu eintönig. Deshalb Änderung in der neuen Saison wieder in Richtung Triathlon. Der Anfang ist schon gemacht, ich war bereits zweimal beim Schwimmtraining. Einmal davon sogar schon wieder auf Bahn 1, der schnelleren (@Helmut: 6×100 m in jeweils 1:35 ist okay, oder?). Radfahren wird natürlich wieder das Problem werden. Ich habe mir vorgenommen, den Winter über regelmäßig auf der Rolle zu fahren. Vielleicht kann ich meine Frau auch davon überzeugen, dass ein “Trainingslager” in Italien oder auf Malle äußerst sinnvoll ist. Italien wäre mir lieber, weil günstiger und kein Flug nötig. Die Triathleten aus meinem Verein fliegen nach Mallorca, die Radfahrabteilung fährt nach Italien, möglich wäre also beides ohne großen Organisationsaufwand. Da ich keine Langdistanz plane sehe ich das Radproblem noch relativ gelassen. Für eine Kurz- und eine leichtere Mitteldistanz müsste es schon klappen.

Zum geplanten Programm für die nächste Saison. Zunächst steht die Winterlaufserie in Ismaning an. Der erste Lauf über 12,8 km am 9. Dezember. Im Januar dann 16,8 km und im Februar Halbmarathon. Somit wäre die Laufmotivation für den Winter schon gesichert, zumal auch der Helmut angekündigt hat, dort mitzumachen. Allein deswegen kann ich mich nicht zu sehr hängen lassen. Anfang Mai folgt die “Pflichtveranstaltung” Halbmarathon Ingolstadt. Danach beginnt die Triathlonsaison. Am 29. Juni ist der Rothseetriathlon , bei dem ich gerne mal wieder starten würde. 10. August dann Mitteldistanz in Erlangen. Dort macht unsere Susi mit, die mir beim letzten Stammtisch davon berichtet hat. Wäre ganz nett, vor allem die Radstrecke ist nicht so heftig wie in Immenstadt. Ein schönes Ziel, aber endgültig entscheiden werde ich das, wenn absehbar ist, wie es mit dem Radeln läuft.
Als Abschluss im Oktober vielleicht noch einen Marathon. Mal sehen, wie es mit der Motivation dann aussieht. Berlin wird es also aufgrund der kurzfristigen Entscheidung nicht. München auch nicht. Wer hat Vorschläge?
Ach so - die 10 km! Die 40 Minuten fallen irgendwann zwischen Februar und Juni. Wie genau das abläuft weiß ich noch nicht. Demnächst mehr davon.
Wie immer ist bei einem Familienvater und Architekten natürlich nicht so genau vorhersehbar, wie es mit dem Training läuft. Deshalb bin ich flexibel und vielleicht fällt auch mal ein Wettkampf aus. Wenn es sein muss auch der Hauptwettkampf. Das war die Lehre aus dem Roth-Debakel von 2006. Beweisen muss ich schließlich niemandem etwas.

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Hase / Website (24.10.07 15:40)
Wow ! Voll die Planung ! Klingt fast bissi streberhaft , aber ich finds trotzdem gut Im Oktober ist immer ein Marathon in den Weinbergen neben Dijon. Ist wohl eine nette, nicht allzu große, gemütliche Veranstaltung, und da kann man sich mit Sicherheit auch kurzfristig anmelden.
Das könnte man doch mal ins Auge fassen, oder?
Näher als Berlin ist es auch - oder zumindest nicht weiter weg
Mik (24.10.07 21:42)
Trainingslager klingt gut, ich drücke mal die Daumen, dass Deine Frau zustimmt ;-)
Wäre das dann eines mit Programm, also mit anderen Vereinskollegen zum gleichen Zeitpunkt und gemeinsamen , evtl. bereits vorgeplantem Programm oder würdest Du das alleine machen und Dein eigenes Training durchziehen?
Uli (26.10.07 10:26)
Ich habe Trainingslager in Anführungszeichen geschrieben, weil es in erster Linie darum geht Kilometer zu schrubben. Das ist bei uns ja im April nicht in dem Umfang möglich bzw. man hat vielleicht auch nicht die Motivation dazu.
Das läuft dann so ab, dass man in einer Gruppe jeden Tag 100 - 150 km radelt und ansonsten hauptsächlich isst und schläft Einen ausgearbeiteten Trainingsplan gibt es also voraussichtlich nicht.

Helmut (28.10.07 06:51)
Zu den 6×100@1:35 fallen mir nur 3 Dinge ein:a) Frechheit
b) Wasserschattenschwimmer
c) sooooo ungerecht

;-) peace Helmut





Schwach anfangen …

29 07 2007

… und dann stark nachlassen war das Motto für mich beim 5. Mainburger 24-Stunden-Schwimmen dieses Wochenende. 456 Teilnehmer bedeuteten einen neuen Rekord wie auch die insgesmt von allen zurückgelegte Strecke von 3750 km. Das ist in etwa so weit wie von Rotterdam über Rhein-Main-Main-Donau-Kanal-Donau ins Schwarze Meer.
Mitten drin der kleine Uli mit immerhin sieben Trainingseinheiten seit Januar - also einer praktisch nicht existenten Schwimmform. Deshalb durfte ich auch in der zweiten Mannschaft unseres Vereins schwimmen mit der Vorgabe von insgesamt sechs Kilometern.
Wie läuft das nun ab?
Man meldet sich an (als bis zu 12-köpfige Mannschaft, Familie oder Einzelperson) und von Samstag 11 Uhr bis Sonntag 11 Uhr hat man dann Zeit, so oft und lange zu schwimmen wie man kann oder möchte. Die Offiziellen am Beckenrand führen eine Strichliste, um die zurückgelegte Strecke zu dokumentieren. Am Schluss wird alles zusammengezählt und man erhält eine Urkunde und eine Medaille (oder auch nicht). Zeit wird natürlich keine gemessen, es zählen einzig und allein die zurückgelegten Kilometer.

1. Akt der Vorstellung des Ulrich, Beginn Samstag 14:30 Uhr.
Mit der Erinnerung im Kopf, dass ich früher mal 35 Minuten für zwei Kilometer benötigte, wenn ich locker schwamm, ging es gleich recht zügig zur Sache. Das sollte sich als fatal herausstellen, denn die ersten 1000 Meter waren zwar in rund 19 Minuten noch recht passabel. Für die zweiten benötigte ich deutlich länger, so dass am Ende 41 selbstgestoppte Minuten herauskamen. Schlimmer war aber, dass meine Arme absolut leer waren, so wie ich es noch nie erlebt habe. Das konnte ja heiter werden. Irgendwie schaffte ich es, mich auf den Beckenrand zu wuchten und anschließend meine geschwommenen Kilometer im Mannschaftszelt fürs Protokoll bekannt zu geben. Die anderen waren alle nicht unter drei Kilometer geblieben.

2. Akt: Beginn Samstag, 18:00 Uhr.
Nach Beaufsichtigung unseres Kleinen, während meine Frau schwamm und die Ziehtochter ihre fünf Kilometer vollendete, durfte ich wieder ran. Neue Taktik, neues Glück. Die Uhr lief nur noch zu Kontrollzwecken mit. Alle 400 Meter Zwischenzeit gestoppt und somit die Gesamtstrecke in überschaubare Etappen zerstückelt. Die Geschwindigkeit pendelte sich auf 9 bis 9:30 Minuten pro 400 m ein, ein Tempo, das zwar lächerlich ist aber hier recht verträglich war. So schaffte ich weitere zwei Kilometer (wobei nur 1900 gewertet wurden), ohne Kräftemäßig am Ende zu sein. Die Kälte war nun eher das Problem sowie sich nach und nach verstärkende Schmerzen am Hand- und Sprunggelenk.

3. Akt: Beginn Samstag 23:00 Uhr.
Der Sohnemann war ins Bett gefallen, nachdem er sich im Freibad endgültig verausgabt hatte. Meine Frau schlummerte auch schon, so dass ich in Ruhe die nächste Runde angehen konnte. Trotz des von der Feuerwehr aufgestellten Flutlichtmasten entwickelte das Schwimmen in der Dunkelheit einen eigenen Reiz. Die Musik der Disco wurde aus Lärmschutzgründen beendet, es war nun still und die Schwimmer zogen ruhig ihre Bahnen.
Meinen Rhythmus von rund neuneinhalb Minuten hielt ich bei, wie von einem Autopiloten eingestellt. Seltsamerweise ging es immer leichter. Keine Schmerzen mehr, Kräftemäßig kein Problem. Nach etwa zwei Kilometern setzte ein heftiger Regen ein, der kälter als das Wasser im Schwimmbecken war, und mir den Rücken kühlte. Schwimmen im Regen ist auch etwas eigenartig, wie ich finde.
Nach drei Kilometern beendete ich diesen Akt, weil ich steif gefroren war. Ich wuchtete mich aus dem Becken und wacklig wie ein Fohlen bei seinen ersten Schritten nahm ich meinen Schwimmzettel entgegen. Der Rest der Mannschaft hatte beim einsetzenden Regen fluchtartig das Feld geräumt. Zum Glück, denn ich war nun froh, ins Bett zu kommen und mich an meiner Frau zu wärmen. Die aber war nicht so begeistert, meine kalten Gräten an ihrem Leib zu spüren. Verrückt fand sie mich vorher schon.

4. Akt, Sonntag 9:30 Uhr.
Lust hatte ich keine mehr. Nicht nur das, es war ein richtiger Widerwillen davor, in das kalte Wasser zu springen. Dazu kam ein sehr heftiger Muskelkater in den Armen und der Schulter. Susi empfing mich mit den Worten: “Hey, super, dass Du noch kommst, wir haben 900 m Vorsprung vor dem vierten Platz!”
Was bleibt da anderes übrig, als sich umzuziehen und ins Nasse zu hüpfen. Dieser Akt war dann, dank der erholsamen Nacht (unser Kleiner hatte uns freundlicherweise bis um acht Uhr schlafen lassen) und eines üppigen Frühstücks, der leichteste.
Das Tempo war mit neun Minuten pro 400 Meter sogar etwas zügiger. Nun hatte ich den Ehrgeiz, doch noch die zehn Kilometer voll zu machen. Doch nach zwei Kilometern der Blick auf die Uhr - 10:40 Uhr, nur noch 20 Minuten. Normal kein Problem, in dieser Zeit 1000 m runterzupaddeln. Aber 2,5 mal 9 Minuten ergibt nun mal mehr als 20 Minuten. So beschloss ich, es bei 2600 m gut sein zu lassen. Macht insgesamt 9500 offiziell geschwommene Meter. Das reichte für Platz 15 von 24 in der Triathlon-Vereinswertung. Unser bester Mann hatte über 24 km zu Buche stehen, gefolgt von der besten Frau mit über 22 km.

Unsere Mannschaft erreichte Platz drei mit 117 km, Platz zwei ging mit 170 km an die erste Mannschaft. Die Sieger hatten über 240 km.
Der beste Mann insgesamt schwamm sagenhafte 51,9 km, die beste Frau über 40 km. Verständlich, dass beide bei der Siegerehrung nicht mehr anwesend waren.

Zusammenfassend kann man sagen:
Eine sehr schöne Veranstaltung für die ganze Familie mit viel Rahmenprogramm, sagenhaftem Preis-Leistungsverhältnis (5 € Gebühr), einwandfreier Organisation. Das Schwimmen ohne Zeitdruck macht Spaß und es ist erstaunlich, wie weit man auch ohne Training an einem Tag kommen kann. Und nächstes Jahr wird vorher trainiert, versprochen.