Radeln mit einem Ironman (in spe)
9 07 2008Wer kam eigentlich auf die beknackte Idee, heute um 9:00 Uhr morgens zu radeln? Der Himmel grau in grau, pünktlich zur Abfahrt nach Landshut, wo ich mich Helmut treffen wollte, begann es zur regnen. Frostige 13,2° C sind für Mitte Juli auch nicht gerade typisch. Wenn ich nicht verabredet gewesen wäre, wäre ich nie auf die Idee gekommen, heute auf’s Rennrad zu sitzen. Helmut ging es wohl ähnlich, der hatte sogar die Schwimmsachen dabei, als Alternative.
Aber wir sind ja nicht aus Zucker und so ließen wir uns von den Unbilden des Wetters nicht beeindrucken. Zweck der heutigen Übung war Kraftausdauertraining sowie das Testen der Navigationsfunktion meines Forerunners. Dazu hatte ich bei GPSies.com eine Strecke eingegeben und im Forerunner gespeichert. Funktioniert alles bestens, auch das Abfahren des vorgegebenen Kurses klappt einwandfrei (von einmal Umkehren wegen der schlechten Straße abgesehen). Allerdings nur in der Theorie. Denn wie der Name sagt, ist der Forerunner in erster Linie für Läufer gedacht. Beim Radfahren kommen die Ankündigungen für den Richtungswechsel eindeutig zu spät. Zu Fuß reichen fünf bis zehn Meter locker zum reagieren, auf dem Rad ist man viel schneller unterwegs, da ist das zu knapp. Zudem brauche ich eine Fahrradhalterung für das Gerät, am Handgelenk ist es fast nicht praktikabel. Nach dem zweiten Mal Umkehren orientierte ich mich nur noch grob am Richtungspfeil und der angezeigten Abweichung vom “rechten Weg”. So wurde es zwar nicht die geplante Strecke, aber durch Improvisation kamen wir auch auf die vorgesehenen 60 Kilometer und insgesamt 524 Höhenmeter.
Womit wir bei der Kraftausdauer wären. Die hole ich mir üblicherweise bei solchen Ausfahrten. Am Berg zügig hoch, ansonsten locker fahren. Helmut praktiziert das, wie er selbst zugibt, ähnlich, nur dass er am Berg auch locker fährt. Da verwundert es nicht, dass ihm Strecken wie die vom Rothsee-Triathlon nicht besonders liegen. Heute nun die Erkenntnis für ihn, Radtraining fordert!
Dafür hat er ordentlich Druck, sobald es flach wird oder mäßig bergab geht. Da habe ich alle Hände (bzw. Beine) voll zu tun, dass ich noch hinterher komme. Mir sind flache Rennstrecken ein Graus, weil man permanent Druck machen muss und keine Erholphase hat.
Die erste Feststellung von Helmut war übrigens, dass ich bergab und/oder in Kurven wesentlich schneller fahre. Ist mir in Roth auch schon aufgefallen, dass ich da regelmäßig Leute überhole (nicht nur Frauen!). Offensichtlich ist meine Fahrtechnik nicht ganz schlecht.
Nach, wie schon erwähnt, 60 Kilometern waren wir wieder am Auto. Durchgefroren und verdreckt. Aber es hat Spaß gemacht. Auch Helmut, wie er schreibt. Obwohl es ihm am Ende schon ganz schön gereicht hat, so war mein Eindruck. Das nächste Mal bestellen wir Sonnenschein und mindestens 25°, dann läuft’s wie von allein.
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Tags : Forerunner, Rennrad, Kraftausdauer, Navigation
Kategorien : Radfahren
, aber ich finds trotzdem gut 

Einen ausgearbeiteten Trainingsplan gibt es also voraussichtlich nicht.
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