Unsportliches

17 10 2007

In den hier bekannten Bloggerkreisen herrscht zur Zeit ziemlich Ruhe. Auch bei mir tut sich sportlich nicht viel. Ab und zu ein Läufchen, beim Schwimmen war ich auch schon mal. Sonst ist aber Schonung angesagt.
Mittlerweile beschweren sich aber gewisse Leute, dass es hier nichts mehr zu lesen gibt. Nun gut, deren Wunsch sei mir Befehl. Wie gesagt, zum sportlichen gibt es derzeit nichts zu schreiben. Also tippe ich mal was politisches, was ich sonst eher selten mache.

Spätestens seit der diesjährigen Verleihung des Friedensnobelpreises ist das Thema Klimawandel in aller Munde. Jeder weiß Bescheid und alle sind einer Meinung - es muss sich etwas ändern. Nur der kleine Uli versucht zu hinterfragen. Mit gesunder Skepsis gegenüber allen Dogmen ausgestattet, versuche ich derzeit, mich durch das Pro und Kontra des menschengemachten Klimawandels zu kämpfen. Das erste was mir auffällt: Hier geht es um ein Riesengeschäft. Das ist schon mal sehr verdächtig. Die weiteren Argumente der Klimaskeptiker wie zum Beispiel hier, möchte ich gar nicht vertiefen, denn das ist gar nicht mein Anliegen. Ob der Klimawandel nun menschengemacht ist oder nicht sei mal dahingestellt.
Ich bin der Meinung, dass wir in diesem Jahrhundert mit viel größeren Problemen fertig werden müssen. Der Überbevölkerung der Erde zum Beispiel. Oder mit multiresistenten Bakterien, die auf kein Antibiotikum mehr ansprechen. Oder dem Ende des (billigen) Erdöls.
Wem sagt der Begriff Peak Oil etwas? Wikipedia gibt ausführlich Auskunft. Kurz gefasst: Peak Oil bedeutet das Fördermaximum einer Ölquelle, eines Fördergebietes oder (kumuliert) der weltweiten Ölproduktion. Die hat ihr Maximum derzeit in etwa erreicht. Die nächsten Jahre und Jahrzehnte wird immer weniger Öl produziert, etwa 5-10% pro Jahr. Gleichzeitig steigt aber die Nachfrage durch Länder wie China oder Indien. Die Folge ist leicht ersichtlich, das Öl wird knapper und somit teurer.
Für was braucht man Öl? 90% davon wird verbrannt. Für die Mobilität, in der Industrie zur Herstellung von Produkten, zum Heizen unserer Gebäude. Der Rest steckt direkt in so ziemlich allen Sachen, die Kunststoff enthalten. Zur Herstellung von Dünger wird Öl gebraucht. Auch für Medikamente, Waschmittel, Kunststofffenster, Matrazen und die Tastatur, auf der ich gerade tippe. Das alles wird in naher Zukunft teurer. Richtig viel teurer.
Gibt es Alternativen? Kaum. Peak Gas ist auch nicht mehr allzu weit entfernt. Uran reicht beim der derzeitigen Verbrauch gerade mal 30 Jahre und ist dementsprechend exorbitanten Teuerungsraten unterworfen. Das erklärt auch, warum nur noch relativ wenig Kernkraftwerke gebaut werden und um die Laufzeiten der alten gestritten wird.
Kohle? Reicht etwas länger ist aber auch nicht so recht die Lösung. Öl aus Biomasse? Ja, prima. In Brasilien hat Ethanol ca. 70% Marktanteil, wenn ich mich richtig erinnere. Mehr als jetzt kann aber eigentlich nicht produziert werden, weil die Anbauflächen für Zuckerrohr, Raps usw. von den Flächen für die Nahrungsmittelproduktion abgezwackt werden. Außer es stört in Zukunft keinen, dass halt ein paar Millionen Menschen verhungern müssen, damit wir reinen Gewissens Biodiesel tanken können.
Wind, Sonne, Wasser? Produzieren Strom, ist lange nicht so effektiv wie Öl und ohne Subventionen teuer herzustellen. Derzeit haben diese drei einen Marktanteil von gerade mal 10%. Unsere Bundes-Angie will das zwar ändern, aber der Anteil wird auch die nächsten Jahre gering bleiben.

Nun komme ich wieder zurück zu den Klimaskeptikern. Man wird nicht daran vorbei kommen, in regenerative Energien zu investieren, wenn auch aus einer anderen Motivation. Und wir werden uns einschränken müssen. Keine zwei oder drei Urlaubsflugreisen pro Jahr, von Geschäftsreisen ganz zu schweigen. Kein Auto mehr, das über fünf Liter auf 100 km verbraucht, geschweige denn zwei davon. Keine (Bio)Äpfel mehr aus Chile. Schuhe, Kleidung und Spielzeug werden dann vielleicht wieder vermehrt in Europa produziert, teurer sein und im Kleiderschrank und Kinderzimmer wird mehr Platz sein. Das Krankenkassensystem wird nicht mehr das gleiche sein wie heute, weil die Medikamente sehr viel teurer sein werden. Man wird viel mehr für die Nahrungsmittel ausgeben müssen. Ich fürchte leider auch, dass es noch jede Menge Kriege geben wird um die letzten Ressourcen.
Das alles nicht sofort, sondern schleichend, so dass man sich daran gewöhnen kann. Wenn wir Glück haben, wird meine Generation noch einigermaßen glimpflich davon kommen.
Darüber, wie es mit meinen Kindern weitergeht, mache ich mir Sorgen. Aber das liegt wahrscheinlich in der Natur eines verantwortungsvollen Vaters. Ich bin sicher, für diese Probleme werden Lösungen gefunden werden. Vor 200 Jahren hätte sich keiner vorstellen können, wie die Welt heute aussieht. Ich hoffe jedenfalls, dass die Entwicklung in Zukunft etwas friedlicher vonstatten geht, als es in dieser Zeit war.

Wen das Thema Peak Oil näher interessiert, hier ein paar Links:
Relativ kurz gefasst
Sehr ausführliche Seite
und natürlich WIKIPEDIA

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Hase / Website (17.10.07 20:28)
Super geschrieben.
Danke, Uli


Helmut (17.10.07 21:52)
Keine drei Urlaubsreisen mehr? Wo soll ich denn dann die Trainingslager durchziehen? Sehr unsprotlich das alles. Da hast Du recht.

peace Helmut, der in seinem neunen Job Bäume pflanzt um die Welt wenigstens etwas CO2 neutraler zu gestallten.

 





Notizen aus der Hauptstadt

7 10 2007

Seit gestern sind wir wieder zu Hause, Zeit noch ein paar Gedanken an das Ereignis zu verschwenden.
- Während beispielsweise Lars so einen Lauf zum Sightseeing nützt, bin ich ein eher introvertierter Läufer. Dass ich den Hauptbahnhof, das Kanzleramt und die Brücke über die Spree nicht mitbekommen habe, kann man mit den Läufermassen am Beginn der Strecke erklären. Überrascht war ich am nächsten Tag aber schon, als wir am Ku’damm standen und feststellten, dass die Laufstrecke direkt an der Gedächtniskirche vorbei führte. Konnte mich nämlich überhaupt nicht daran erinnern. Gedächtnislückenkirche sozusagen. Immerhin, die Damen am Wilden Eber nahm ich noch wahr, also noch nicht ganz hoffnungslos bei mir.
- Eine geniale Idee vom Veranstalter/Sponsor war die Möglichkeit, sich die Halbmarathon- und Zielzeit per SMS auf das Handy schicken zu lassen. So sind die Groupies zeitnah informiert auch wenn sie den Athleten mal im Getümmel verpassen.
- Zur Statistik: 3:35:11 bedeutet eine Verbesserung meiner 11 Jahre alten Bestzeit um 23 Sekunden. Es war mein zehnter Marathon im Ziel, ein kleines Jubiläum also. Insgesamt wurde ich 6769. von 26041 Männern, 1640. in der AK 40 von 5658.
- Menschenschlangen sind auf Dauer nervig. Deshalb werde ich als nächsten Marathonlauf wieder etwas kleineres wählen. London oder New York oder so.
- Vor dem Berlin-Marathon hatte ich ernsthaft mit dem Gedanken gespielt, den Rennsteig-Super-Marathon nächstes Jahr zu laufen, wenn denn in Berlin alles gut über die Bühne ginge. Das war zwar nun der Fall, aber nach Studium von diversen Trainingsplänen zur Vorbereitung für einen Ultra nehme wieder Abstand von der Planung. Sind mir zuviele lange und langsame Läufe nötig, die einfach zuviel Zeit benötigen. Das will ich der Familie nicht zumuten. Außerdem habe ich Gefallen am schnellen Laufen gefunden. Nächstes Ziel also: Sub 40 Minuten auf 10 km. Mal sehen, was im Wintertraining so geht. Außerdem wieder regelmäßig schwimmen, damit ich im Frühjahr auch für triathletische Fälle gerüstet bin. Alles weitere wird man sehen.
- Last but not least - die Bloggerei hat mir sehr viel Spaß gemacht, ich freue mich über jeden Kommentar und bin erstaunt, wer hier alles so mitliest. Vor allem die Verbindung mit den anderen in Berlin beteiligten Damen und Herren war sehr vergnüglich. Das war zusätzliche Motivation und wird hoffentlich weiter beibehalten, auch wenn es nicht überall so rund “lief”. Und wer weiß, vielleicht klappts ja auch mal irgendwann mit einem Bloggertreffen.

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Hase / Website (8.10.07 12:34)
Hallo Uli, schön, wieder etwas von dir zu lesen 10 km in Sub-40? Da sag ich nur boah. Das ist nix für Schattenparker und Beckenrandschwimmer. Ich hoffe, du lässt uns an deiner Vorbereitung teilhaben.

Und eine Frage hab ich noch: wo war eigentlich dieser vermaledeite Wilde Eber, von dem jeder schwärmt?? Ich verpeilter Hase hab davon nix mitbekommen. Vom Kanzleramt und der Gedächtniskirche mal ganz zu schweigen

Mik (8.10.07 19:51)
Hallo Uli,
sub 40 auf 10 finde ich doch ein gutes Ziel. Die Ultra-Läufe laufen ja nicht weg, da hast Du auch später noch Zeit zu.
Ich hoffe, Du berichtest auch über Dein Wintertraining, ich finde sowas nämlich furchtbar spannend zu lesen.
Ich merke hier mal frecherweise an, dass der Bericht von Deinem Kumpel Lars sehr schön war. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle auch zur gelaufenen Zeit! vielleicht liest er dies ja.

Die Berichte von Manu und Hase müssen bis zum WE warten, bin leider noch nicht dazu gekommen :-(

Manu / Website (8.10.07 21:03)
Genau, überlass Ultra den reifen Jahren! Lang kann man immer noch!
Ich hätte durchaus auch Lust zu schauen, ob meine 13 oder 14 Jahre alte 10 km Bestzeit wohl noch mal wackeln könnte. So weit weg war ich in diesem Jahr ja nicht…hmmm…ich glaube, das lässt sich mit dem Sabbatjahr vereinbaren, so ein bisschen Tempotraining! ;-)
Hase, Du hast den Eber verpasst? Ich muss allerdings auch sagen, dass ich den Eber gar nicht sooo toll fand, aber vorher, der Innsbrucker Platz (wo man unter so einer Eisnebahnbrücke durchlief und schon von weither die Trommeln hören konnte), den fand ich klasse! Viel besser als den Eber!
Gruß
Manu
Uli (8.10.07 21:28)
Und überhaupt, ich finde Blasmusik zur Anfeuerung der Läufer das Genialste. Da kommt dann auch ein Taktlegastheniker wie ich mit dem Rhythmus mit. Wo war denn die nochmal? Irgendwo im ersten Drittel der Strecke.Manu, abgemacht - nächstes Jahr wackelt die 10er Zeit. Hase machste mit? Mit Charly als Hasenhase. Obwohl, der könnte ja mit mir mitlaufen, so wie der drauf ist.

@Mik: Selbstverständlich berichte ich weiter über das Wintertraining. Heute war ich mal wieder Schwimmen. Irgendwie langweilig das, wenn man auf einer Laufeuphoriewelle schwimmt.

Der Wilde Eber ist bei km 26 oder so. Da wo die vielen hübschen Mädels mit der Putzwolle rumfuchteln.

Lars / Website (9.10.07 00:01)
Prima Uli,dann können wir uns im jetzt nahenden Wintertraining ja die Intervalle auf Eurer neuen, superschicken Tartanbahn geben, denn “Sub 40″ ist auch immer wieder meine Zeitgruppe.. und ich suche schon mal ein paar spannende Wettkäpfe raus…. flach natürlich (wie immer bei mir!)….

Danke auch an Mik für die Glückwünsche!

Viele Grüße
Lars

Kerstin / Website (9.10.07 03:02)
Na guck mal, sub 40 haette ich auch gerne naechstes Jahr. Und von irgendwelchen Sehenswuerdigkeiten auf der Strecke krieg ich bei einem Rennen auch selten was mit, ausser es ist ein landschaftlich besonders schoener Trail Run. Aber man soll sich ja sowieso mehr aufs Laufen konzentrieren…
Hase / Website (9.10.07 08:16)
Manu, was ist nochmal deine 10er Bestzeit?
Klar knackst du die nochmal, so wie du drauf bist
Und ja, an die Brücke mit den lauten Trommeln kann ich mich auch noch sehr gut erinnern. Das war einfach nur Lärm, der genial war und Spaß gemacht hat.

Ich will schon auch irgendwann mal einen richtigen 10er Wettkampf laufen ( ), mit Charly als Knusperhasenmann, ja. Meine PB von 53 nochwas bin ich ja ganz alleine gelaufen, und mit Wind und Hügeln drin, und so ganz spontan, ohne Vorbereitung…. da geht doch bestimmt noch was, oder?

Uli (9.10.07 08:35)
Klar knackt Manu die Bestzeit. Ist doch ein alter Knacker
Tschuldigung, der musste sein!
@Lars: Donnerstags 18:30 Uhr ist bei uns neuerdings Bahntraining. Will heißen: Start am Hallenbadparkplatz, 3 km Warmlaufen bis zur Laufbahn. Kannst gerne kommen wenn Du willst.
Manu / Website (9.10.07 08:39)
Also ist die Sache perfekt, Uli, Hase, Charly und Manu laufen 2008 10 km Rennen, bis sie ihre alten Bestzeiten geknackt haben!
Uli -> sub 40:00 min
Hase -> sub 53:00 min
Charly-> sub ??:?? min
Manu -> sub 47:30 min
Ich war schon ganz unglücklich, jetzt so gar kein Ziel mehr zu haben. Gibst Du mir denn dann ein paar Personal Trainingstipps, Uli? Ich weiß echt nicht, wie ich das angehen soll mit dem Tempo. Über den Winter erstmal nur ruhige Kilometer, oder? Und im Frühjahr dann Intervalle?
Uli (9.10.07 08:45)
So richtig habe ich mir auch noch keinen Kopf gemacht. 10er habe ich noch nie speziell trainiert. Lars hätte da sicher ein paar Tipps parat, mein spezieller Trainingspartner Peter auch und im Internet gibts sicher auch jede Menge Pläne. Ich halte Dich auf dem Laufenden.
Laut Guru Greif muss ich die Zeitziele korrigieren, da Sub-irgendwas mental kein Ziel ist.
Uli -> 39:30 min
Hase -> 49:50 min (das schaffst Du!)
Charly-> ??:?? min
Manu -> 46:40 min (=2800 Sekunden)
Hase / Website (9.10.07 08:55)
49:50???!!! Gehts noch??!!
Na ja, schön wär das schon ….. aber das schaff ich nicht, nö. Echt nicht. Wenn ich mal einen (!) Kilometer unter 5 Minuten laufe, dann muss ich mich da schon immer sehr quälen, ehrlich.
Irgendwas mit 51 oder 52 wär schon toll.
Charlys Bestzeit ist übrigens 43 nochwas. Er wird es euch später selber genauer verraten… aber er schläft noch bis 13 Uhr, er hatte nämlich Nachtschicht
Uli (9.10.07 08:59)
Hase, glaubst Du, dass Manu, Charly und ich uns nicht quälen müssen? Nene, mit ein bisschen zielgerichtetem Training schaffst Du das! Ganz sicher, stimmts Manu?
Hase / Website (9.10.07 09:27)
Ich behaupte ja gar nicht, dass man sich für einen Zehner nicht quälen muss. Das gehört eindeutig dazu, und deswegen kann ich diese Distanz auch nicht leiden und hab sie noch nie offiziell gemacht.
Aber das mit den Sub-50 ist einfach nicht realistisch für mich! Man darf doch bei aller Euphorie die Realität nicht aus den Augen verlieren .
Realistischer wäre es vielleicht für mich, erstmal die Sub-25 auf 5 km ins Auge zu fassen, aber selbst das wäre schwierig…. ehrlich.
Manu / Website (9.10.07 10:19)
Da schließe ich mich Hase jetzt aber mal voll und ganz an, <46 nochwas, ich? Nie!!! Ich bin ganz bescheiden, 2800 sec, nein, das kann ich nicht! 47:29, das würde mir vollauf reichen. Wieviel Sekunden wären das denn bei Dir, Uli, was war denn Deine beste Zeit?
Hase könnte erstmal auf 51 angehen, und wer weiß, wenn sie dann ganz dicht dran ist an der amgischen sub 50, dann packt sie doch der Wahnsinn, das mal zu versuchen! :-)))
Zutrauen würde ich’s Dir, Hase! Aber eins nach dem anderen, erstmal 51, dann weitersehen.
Wenn der Uli jetzt sagt, seine alte Bestzeit war 40:01 und für sich nur läppische 31 sec veranschlagt, und für uns andere gleich Minuten erwartet, dann hau ich ihn!
Manu / Website (9.10.07 10:20)
huch, da fehlt was, wo ist das denn geblieben? Sollte heißen, 46 nochwas, ich- nie!
Uli (9.10.07 10:23)
41:33 - Du kannst das Nudelholz wieder einpacken.
Hase / Website (9.10.07 10:47)
Du kannst das Nudelholz wieder einpackenSchade
Manu / Website (9.10.07 11:05)
Ich räum’s mal (widerwillig) weg, aber wehe, Du schaffst das nicht mit der 39:30!
Manu / Website (9.10.07 11:08)
Habe gerade übrigens schon mal geschaut von wegen Winterlaufserie (zwecks Formaufbau)…aber die Duisburger, die ich ja wirklich klasse fand und die mir die HM-Bestzeit beschert hat, kann ich 2008 wohl nicht mitmachen. Zwei der drei Samstage habe ich Dienst, oder ich müsste wild tauschen…Es gibt aber eine in Köln-Porz, weiß nicht, wie da die Organisation ist, frage vielleicht gleich mal im Forum.
Was haltet Ihr von einer Winterlaufserie für jeden??? Und danach fällt dann die Bestzeit!
Hase / Website (9.10.07 11:11)
Was ist eine Winterlaufserie?
Gibts sowas auch in Frankreich?
Übrigens, am Sonntag (14.10.) ist Halbmarathon in unserem schönen Semur.
Wollt ihr da kommen und bissi mithoppeln?
So bloggertreff-mäßig?
Da sind nur so knapp 100 Leute am Start, da könnte es klappen
Manu / Website (9.10.07 11:19)
Läufst Du da mit, Hase? So gern ich ja kommen würde, aber noch ‘ne Wettkampfreise kriege ich hier im Familienrat nicht durchgeboxt, da hilft auch kein Nudelholz!
Hach, aber schön wär’s, einmal durch Dein Semur zu laufen!
Hase / Website (9.10.07 11:33)
Das versteh ich natürlich, Manu…. aber schön wär das echt. Aber dieser HM ist ja jedes Jahr im Oktober. Vielleicht nächstes Jahr?Ich denke, ich werde ihn mitlaufen, diesen HM… es ist einfach zu verlockend, ich hab nur ca. 300m von der Hasenstallhaustür bis zum Start! Und er kostet nur neun Euro, und dafür gibt es wieder die gewohnte weltbeste französische Verpflegung…. ist das nicht süß? Und mir geht es ja auch wieder richtig gut. So eine Woche Laufpause ist echt nicht verkehrt.
Natürlich lauf ich nicht auf Bestzeit…. ist bei dem Profil auch gar nicht möglich.
Aber ich lauf den jetzt schon zum dritten Mal, und zum dritten Mal kann Charly leider wieder nicht dabeisein…

Roman schreib

Kerstin / Website (9.10.07 12:31)
Also echt! Ihr muesst doch nach den Sternen greifen koennen und Mut zum Traeumen haben. Sonst schafft ihr das wirklich nicht.Viel Spass beim HM! Den wuerde ich auch auf jeden Fall mitmachen!
Charly (9.10.07 21:03)
Wieso? Wie bin ich drauf? Ich bin überhaupt nicht drauf. Ich bin mir nicht mal sicher ob ich jetzt einen Marathon unter 4 Stunden schaffen würde oder einen HM unter 1:50.
10 km würd ich jetzt vielleicht in 49 Minuten schaffen.
Meine Bestzeiten erreichen ist völlig utopisch.
Also kann ich nur zuschauen, wie ihr Bestzeiten anstrebt.
Lars / Website (9.10.07 23:02)
Darf ich mitmachen?Das ist ja mal richtig klasse! Wir laufen 2008 solange 10-Km-Rennen bis wir unsere Uraltbestzeiten zerbröselt haben… köstlich

d.h. für mich (falls ich mich diesem heiteren Wettstreit anschließen darf)… sub 37:48 … mein Rekord vom 14. Februar 1987(!!!!), aufgestellt bei der Winterlaufserie in - NATÜRLICH - Duisburg… wo auch sonst!!

@Uli: der Donnerstagstermin mit der Tartanbahn klingt lustig. Ab November sicherlich hochinteressant, diesen Monat allerdings noch nichts für mich. In einem weiteren Anfall geistiger Umnachtung habe ich mich nämlich hier noch angemeldet: www.roentgenlauf.de …

37:47, oh Mann oh Mann, das schaffe ich NIE…

Schöne Grüße
Lars

Manu / Website (10.10.07 07:27)
Uli -> 39:30 min
Hase -> (51:00) -> dann 49:50 min (47:30 1996)
Charly-> auf jeden Fall sub Manu
Manu -> 47:29 min
Lars -> 37:29 min (37:48 1987)
Und der/die Letzte gibt einen aus!
Manu / Website (10.10.07 07:43)
Ach so, schade, Lars, dass man bei Dir nicht kommenntieren kann. Deswegen hier: Ein saugeiler Bericht über Berlin, ich bin gerade noch mal mit Dir mitgelaufen…natürlich in meinem Tempo, denn so schnell wie Du kann ich ja nicht!
Wahnsinn, das habe ich ja auch noch nie gehört/gelesen, dass man schon nach einem Kilometer den ersten mentalen Durchhänger hat :-)
Bei mir war das mal bei 7 Kilometern, und das war schon arg früh!
Jedenfalls sensationell, dann noch so durchzuziehen! Großes Kino heute morgen nochmal, so revue passierend!
Gruß
Manu
Hase / Website (10.10.07 08:17)
Öhm, Manu, wie muss ich das da jetzt verstehen: (47:30 1996) ? 1996?
Da hab ich noch nicht mal im Traum daran gedacht, dass aus mir mal eine Läuferin werden könnte
Lars Bericht muss ich auch unbedingt noch lesen. Bei meinem ersten Marathon kam der Hammermann auch bei Kilometer 5, ich versteh das
Uli (10.10.07 08:48)
Lars, Du siehst, Du bist auch bei den Damen herzlich willkommen Deinen Berlin-Bericht fand ich übrigens auch klasse. Mal interessant zu lesen, wie sich das 20 Minuten schneller anfühlt. Dafür sahst Du auf dem Video nicht mehr ganz so frisch aus.Sollten wir noch einen Endtermin ausmachen oder gilt das Vorhaben für die ganze nächste Saison? Und der/die letzte ist der/diejenige, die am weitesten von der Vorgabe weg ist, oder?
Und Charly, jammer hier nicht so rum. Du bist doch jung und dynamisch, da geht noch was!
Manu / Website (10.10.07 09:31)
Hase, da war mir was verrutscht im Eifer des Gefechts :-)
War auf meine alten Knochen bezogen, es gilt, meine Bestzeit von 1996 zu toppen.
Uli, von wann datiert Deine Bestzeit?
Die Vorgaben müssen wir dann aber für jeden gleich schwer machen. Und Hase, hast Du Dich für Deine 53 richtig gequält? Also so richtig??? Oder ist die eher so beiläufig entstanden? Das ist schon wichtig zu wissen, damit eben die Vorgabe auch schön schwer ist!
Für meine habe ich mich damals sehr gequält. Also da war nix mehr drin, das war alles, was möglich war. Von daher wäre ich mit einer Sekunde Verbesserung schon mehr als zufrieden. Vorstellen kann ich mir’s zwar nicht, dass da überhaupt nur noch mal ne 47 steht am Anfang…aber Kerstin hat schon recht, man muss träumen dürfen!
Uli (10.10.07 09:36)
Was ist denn das für eine Frage? Natürlich habe ich mich gequält! Und wie. 2002 war das beim Mitteldeutschen Marathon. Ich ziemlich vorneweg mit den schnellen Marathonläufern. Das hat was Nur dass ich nach neun Kilometern abgebogen bin und die anderen noch 33 km laufen mussten.
Apropos Kerstin: Nehmen wir die auch noch auf in unseren elitären Club? Mit 37:50 oder so, damit sie schön träumen kann
Hase / Website (10.10.07 09:43)
Richtig? So ganz arg richtig? *überleg*
Öhm, na ja, also wenn ich ehrlich bin, dann wohl eher nicht, nö. Dazu war es mir zu steil und zu windig
Die Kotzgrenze war wohl noch ein ganzes Stück entfernt. Und es ist auch wirklich sehr spontan passiert, ohne jede Vorbereitung.
Es waren aber 53:30, darauf bestehe ich
Und bei einem Zehner ist jede Minute Verbesserung unheimlich viel.
Und um sich so richtig zu quälen, sind 10 km ganz schön lang, finde ich…..
*rumjammer*
Uli (10.10.07 09:45)
Angsthase!
Wenn Du schneller läufst sind 10 km schon nicht mehr so lange.
Kerstin / Website (10.10.07 13:06)
Au ja! Ich will auch in den Club! Nehmt ihr denn so Kueken wie mich?
37:50?
Wow, damit waere ich schon verdammt nah an den National-Class Women und meinem heimlichen Wunschtraum “Olympic Trials” (wie war das noch mit den Sternen?).
Das waer mal was!
Hase, ich bin meinen ersten 10er vor einem Jahr in 53:04 gelaufen und den letzten Anfang August in 42:45. Wenn du dich mal ein bisschen mit Intervalltraining anfreunden koenntest, schaffst du das auch! Im Rennen ist man doch sowieso immer wesentlich schneller als im Training. Denk nur an die leckeren Sachen, die es nach dem Rennen gibt und von denen umso mehr vorhanden sind, je ehr du ankommst.
Hase / Website (10.10.07 13:20)
Kerstin, DU bist 10 km in 53:04 gelaufen??
Da bin ich ja platt
Ja, Intervalltraining ist sinnvoll, das streite ich nicht ab. Manchmal nehme ich mir das auch ganz fest vor. Allerdings ist es dann schon nicht mehr ganz so sinnvoll, wenn man bereits nach einem Intervall die Schnauze voll hat und wieder aufhört

Da ist es dann hilfreich, wenn ich Charly dabeihab. Der lässt mich einfach nicht aufhören, der Böse

Charly / Website (10.10.07 13:36)
Hase da musst öfters Intervalle machen.
Wenn du mal das richtige Tempo läufst bei Intervallen, dann findest das auch nicht schlimm. Intervalle laufen heisst nämlich nicht ‘Auf der letzten Rille rasen’
Dann mussu auch auf mich hören, wenn ich sag, du bleibst bei mir und läufst das Tempo, das ich dir vorgeb. Aber meist muss ich dann das Tempo auf 4:30 anziehen, dass ich dir überhaupt nachkomm
Hase / Website (10.10.07 13:42)
In welchem Tempo soll ich sie denn dann laufen, die Intervalle?
Nicht auf der letzten Rille in 4:30?
Ach so
Charly / Website (10.10.07 14:05)
Knapp unter 5 Minuten reicht völlig mein Schatz. Kommt natürlich auch auf die Intervalle an
Kerstin / Website (10.10.07 17:12)
Naja, das war mein erstes Rennen ueberhaupt (wenn man Distanzritte in D mal nicht mitzaehlt, aber da laeuft ja mehr so das Pferd und nicht ich selber) und es waren einige ziemlich gemeine Berge dabei. Das war an unserem ersten Hochzeitstag in Kalifornien *traeum*
Danach sind wir zum Strand gefahren und haben die ein Jahr alten Reste der Hochzeitstorte gefuttert (eine amerikanische Tradition) und Sekt getrunken und abends waren wir noch in einem wunderbaren Restaurant an der Big Sur Kueste. Das war toll!

Lars / Website (10.10.07 23:37)
37:29 soll ich laufen?
Uaaaahhhh! Das wären fast zwei Minuten schneller als meine diesjährige Bestzeit….
Falls ich das tatsächlich schaffe, geb’ ICH einen aus!

Also gut: Beginnen wir gleich im November mit Intervalltraining. Pappa Greif wäre stolz auf uns…

Schöne Grüße &
Guddes Nächtle…

PS@Uli: Nö, ich bin nicht auf dem Video… keiner der so alt aussehenden Kurzhaarfrisurenträger bin ich… :-))) In Wirklichkeit war ich nämlich noch viel fertiger….





Oh wie schön ist Berlin

1 10 2007

Um es gleich vorweg zu nehmen, mit Sub 3:30 hat es nicht geklappt. Aber das macht mir gar nichts aus. Zum einen, weil ich es ohnehin nur für einen absolut perfekten Tag erwartet hätte. Zum anderen war auch so der coolste Marathonlauf für mich bisher.
Ich will dem Leser den üblichen Vorlauf ersparen mit Aufstehen, Frühstück, Anfahrt usw. Das Bloggertreffen sei noch kurz erwähnt am Abend vorher. Die Manu konnte das Restaurant leider nicht erreichen, weil für das Skaterrennen die Innenstadt abgesperrt war. So fehlten ein paar starke Esser, da Hase, Charly und ihr Gastgeber sich vornehm zurückhielten. Die Pizzen waren nämlich Wagenradgroß und nachdem ich zusätzlich zu meiner noch die Hälfte der Pizza meiner Frau gegessen hatte, musste ich bei der von meinem Sohn passen. Carsten schaute noch kurz herein und wir wünschten uns viel Erfolg. Hoffentlich ist es ihm gut ergangen.
So war ich immerhin gut gestärkt für die kommende Aufgabe. Der Start war beeindruckend. Zunächst der erste Block, in dem Haile sich zu seinem Weltrekord aufmachte. Ein paar Minuten später überquerte ich die Startlinie und drückte die Starttaste meines Forerunners. Nur um kurz darauf festzustellen, dass die Anzeige eingefroren war. Also Reset und wieder einschalten, etwa eine halbe Minute, die ich nun zur angezeigten Zeit dazu rechnen müsste.
Vermutlich die anstrengende Anfahrt, Schlafmangel und die stressige Startunterlagenabholung mit einem Dreijährigen im strömenden Regen führten wohl dazu, dass ich zunächst schwere Beine hatte und mich eigentlich eher ins Bett wünschte als einen Marathon zu laufen. Trotzdem fand ich mein Tempo, ohne mich groß anstrengen zu müssen. Allerdings bewegte sich das bei rund 4:55 pro Kilometer. Mir war klar, dass es damit ziemlich unwahrscheinlich werden würde, die 3:30 zu knacken.
Am Tiergarten wollte erst mal die Blase ihr Recht, nachdem sie die lange Wartezeit im Startblock klaglos hingenommen hatte. Ich lief ohne Brille, was dazu führte, dass die Brennnesseln im Gebüsch die Durchblutung meiner Waden förderte. Merke: Immer Dixie benutzen, auch wenn es für Männer im Wald einfacher ist.
Zum Forerunner muss ich leider sagen, dass er nur eingeschränkt Wettkampftauglich ist. Die Gesamtstreckenlänge ermittelte er mit 42,6 km, die einzelnen Streckenabschnitte (5 km) stimmten nie mit der Beschilderung überein. Straßenbahnoberleitungen mag er nicht, Brücken sowieso. So ging ich relativ schnell dazu über, nur noch nach Gefühl zu laufen und das war gut so.
Bei km 20 jubelten mir Frau und Sohn zu, alles lief nach Plan. Halbmarathon in 1:44 und ich fühlte mich gut. An der Verpflegung bei km 25 ein Gel eingeworfen und es mit zwei Bechern Wasser ertränkt. Die folgenden Kilometer liefen wie am Schnürchen bis es mir ab etwa 30 km schlecht wurde und der Kreislauf etwas schwächelte. Gerade hier traf ich meine Fans wieder und meine Frau machte sich einmal mehr große Sorgen wegen meines leidenden Aussehens.
Aber bald darauf hatte ich mich wieder erholt. Natürlich schmerzten jetzt die Beine, aber hey, ich war schon bei 35 km. Was hatte ich hier schon für Dramen und Einbrüche erlebt. Diesmal nichts. Kurze Gehpausen bei den letzten beiden Verpflegungsstellen um ordentlich trinken zu können. Die Geschwindigkeit hatte sich auf etwa 5:10 reduziert, trotzdem würde es eine super Zeit werden. Unter den Linden, der letzte Kilometer. Kurzer Blick auf die Uhr - 3:30 Stunden plus die etwa 30 Sekunden vom Anfang - oh Gott, da muss eine Tempoverschärfung her, dann wird es noch eine Bestzeit. Den Sprint nur nicht zu früh anziehen, damit ich nicht kurz vor dem Ziel den sterbenden Schwan geben muss.
Dann sah ich endlich das Brandenburger Tor, 3:32 zeigte die Uhr. Zeit für einen brachialen Endspurt. Ich mobilisierte sämtliche Reserven, um im Ziel eine Zeit von 3:34:37 angezeigt zu bekommen. Völlig am Ende, mit Beinen, die kurz vor der Explosion standen, wusste ich nun nicht, ob es Bestzeit war oder nicht. War mir in dem Moment allerdings auch eher egal. Es war der kurzweiligste Marathon in meiner Karriere, der Hammermann hatte mich zum ersten Mal nicht getroffen und nach der durchwachsenen Vorbereitung war das alles nicht unbedingt zu erwarten gewesen.
Nach etwas Erholung auf der Wiese vor dem Reichstag quälte ich mich zum Hauptbahnhof und fuhr in mein Quartier zurück. Dort erhielt ich die Nachricht, dass meine Nettozeit 3:35:11 sei. Hm, ist das jetzt Bestzeit oder nicht? Dazu muss ich erst in meine Unterlagen schauen, die zuhause liegen. Wenn ich sie verbessert habe, dann nur um ein paar Sekunden. Aber immerhin bin ich seitdem 11 Jahre älter und deswegen ist das Ergebnis sicher höher zu bewerten.
Fazit: Es war ein hervorragend organisierter Wettkampf, der wegen der Menschenmassen vielleicht nicht jedermanns Sache ist, den man aber wenigstens einmal gelaufen sein sollte. Mit meiner Leistung bin ich mehr als zufrieden und nicht zuletzt habe ich den rennenden Hasen und den Charly persönlich kennengelernt, was mich sehr gefreut hat.
Jetzt, am nächsten Tag, habe ich noch nicht mal Muskelkater. Auch keine schmerzende Achillessehne oder Blasen an den Füßen. Wann war nochmal der nächste Marathon?

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Kerstin / Website (1.10.07 13:49)
Herzlichen Glueckwunsch zum gelungenen Marathon!
Muss ein irres Gefuehl sein, im gleichen Rennen zu laufen in dem ein neuer Weltrekord aufgestellt wird.
Und die grossen Mengen Pizza sind zusammen mit dem Gel sicher dafuer verantwortlich, dass du nicht eingebrochen bist.
Ich sag’s ja immer: Ordentlich essen und dann wird das was!
Ein sehr schoener Bericht.

(1.10.07 19:49)
Mir hat der Bericht auch gut gefallen! Finde ich schön, wenn die Familie so miteinbezogen wird und alle an einem Strang ziehen. Herzlichen Glückwunsch auch zu der gelaufenen Zeit, egal ob PB oder nicht. Trotzdem, hast denn nun geschaut in den Unterlagen?
Gruß, Michi

Charly / Website (1.10.07 21:57)
Super Uli. Das lief ja richtig gut. Glückwunsch zur Bestzeit. Das ist ja stark ohne Krämpfe,ohne Hammermann, einfach grinsend zur Bestzeit. Super.
War schön euch kennen zu lernen. Schade dass es mit dem Treffen nicht geklappt hat am Sonntag

Uli (1.10.07 22:14)
Grinsend ist ziemlich übertrieben, war eher so
Bei Euch ist es recht gut gegangen, schließe ich zumindest aus den gleichmäßigen Zeiten. Bin schon gespannt auf Eure Berichte. Respekt vor allem vor Kerstin - 3 Marathons in einem Jahr als “Anfängerin”, nicht schlecht.
Gute Erholung nochmals von dieser Stelle.

Hase / Website (2.10.07 08:54)
Ach Uli, das klingt so schön. Ich finde das so super. Und ich kann es so nachvollziehen - genauso habe ich mich nach meinem zweiten Marathon auch gefühlt, dieses “Wann ist der nächste”-Gefühl
Leider ist es bei mir diesmal eher ein “Das war dann wohl mein letzter”-Gefühl
Herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Leistung!
Ich freue mich ehrlich für dich, und es war so nett, euch zu treffen.

Manu / Website (2.10.07 11:11)
Hallo Uli,

so bedauerlich ich es finde, dass sich die ganze Stadt gegen unser Treffen verschworen hatte, so sehr freue ich mich über Dein tolles Ergebnis!
Das ist doch ein echter Kracher, 3:35 trotz suboptimaler Vorbereitung deuten darauf hin, dass der Traum sub 3:30 noch längst nicht ausgeträumt ist. Außerdem hast Du Deine Form über die Jahre bestens konserviert, da sieht man mal, wie man dem Zahn der Zeit ein Schnippchen schlagen kann.
Ach, aber ich war wirklich so traurig, nun auch Deinen Zwockel und deine Frau nicht kennenzulernen - andererseits war es vielleicht auch besser so, sonst hätten wir Euch noch die Pest, die wir hatten, weitergereicht. Hatte also alles möglicherweise einen tieferen Sinn, und aufgehoben heißt hoffentlich nur aufgeschoben!!! Auf das nächste Treffen,
liebe Grüße an alle und nochmal Glückwunsch und Applaus an Dich!!!

Reiner / Website (2.10.07 18:31)
Gratulation zu einem klasse Rennen!


Lars / Website (2.10.07 23:22)
Hi Uli,

Gratulation zu dem prima Ergebnis, ist doch wirklich super gelaufen. Und Du hast Recht, der Marathon in Berlin ist einfach nur cool. Vielleicht nächstes Jahr sogar wieder. Fehlt nur noch ein Lauf im Frühjahr… aber die Planungen laufen schon

Schöne Grüße
Lars

 





September 2007

30 09 2007

Stirb langsam - Casting

Nachdem die hier vernetzten Blogger(innen) nun endlich das Motto für Berlin gefunden haben, will ich berichten, wie es mir beim heutigen langen Lauf ergangen ist. Beim ersten richtig langen Lauf meine ich, denn alles unter 30 km zählt ja nicht so richtig (Aufschrei bei den Damen, hihi).
Meine Frau meinte, ich solle Vormittags laufen, dann hätte ich es hinter mir, und so machte ich mich um 8:30 Uhr auf den Weg. Das erste Drittel der Strecke ist recht hügelig. Das laufe ich lieber am Anfang, damit die geplante Endbeschleunigung nicht noch durch Berge erschwert wird. Nach 10 km der erste Boxenstopp am Aiglsbacher Friedhof. Kurz Gesicht abgewaschen und ein paar Schluck Wasser getrunken und weiter gings. Während die Hallertauer Hopfenbauern voll im Einsatz waren, um die Bierversorgung für das nächste Jahr zu sichern, lief ich den nächsten Berg hoch. Mit ihm hatte ich das erste Drittel meiner Runde hinter mir.
Nun gings ab in den Wald, weitere 12 km auf grob geschotterten Waldwegen. Für die Fußsohlen kein Vergnügen. Die letzte und heftigste Steigung tat dann schon einigermaßen weh. Insgesamt ging es mir aber recht gut. Planmäßig bei Kilometer 22 dann wieder ein Boxenstopp, diesmal gab es ein Powergel, das mit dem mitgeführten Wasser heruntergespült wurde.
Das letzte Drittel - zurück in die Zivilisation. Auf dem Radweg entlang der Bundesstraße sollte nun die Endbeschleunigung stattfinden, das heißt neun Kilometer im Marathontempo soweit möglich.
Dieses Unterfangen kostete aber schon nach ein paar hundert Metern schon so viel an Substanz, dass ich beschloss, es mit einem Kilometer bewenden zu lassen. Von diesem musste ich mich auf den folgenden beiden erst wieder erholen. Der Rest war dann doch wieder den Umständen entsprechend locker.

Fazit: Die Form stimmt, auch wenn es mit der Endbeschleunigung nicht geklappt hat. 33 km mit einem Schnitt von 5:35 pro Kilometer bin ich sicher, dass die vier Stunden beim Marathon kein Problem sein sollten. Jetzt mache ich noch drei lange Läufe und dann kann Berlin kommen.
Die Jury würde wohl die fehlende Endbeschleunigung kritisieren, mich aber zum Recall zulassen. In diesem Sinne: auf ein Neues nächsten Sonntag bei Stirb langsam.

2.9.07 21:50 verlinken / 37 Kommentar(e) / kommentieren

Hase / Website (3.9.07 08:17)
Pfffff
Ein langer Lauf ohne Endbeschleunigung, pffff

Ich bin gerade am Rechnen - du willst noch drei 30er unterbringen vor Berlin??
Du weißt aber schon, dass der Marathon am 30. September ist und nicht am 30. Oktober, gell?

Manu / Website (3.9.07 08:21)
Nee, ne? Du bist doch nicht etwa 33 km gelaufen? Du machst das doch nur, um unsereinem zu einem schlechten Gewissen zu verhelfen. Nicht nett, das, schon gar nicht gentlemeanlike. Aber das ist halt Uli, wie er leibt und lebt. 33 km … tsss… Und dann redet er noch von mangelhafter Endbeschleunigung, wenn er das in 5:35 min/km bolzt! Unverschämtheit!

Uli (3.9.07 08:57)
Jaaa, so habe ich mir das vorgestellt - Entsetzen bei den Damen
@Hase: es sind noch vier Wochen, also drei lange Läufe. Ist doch logisch, oder?

Hase / Website (3.9.07 09:11)
Ja, das ist logisch, Uli. Schon. Ich geb’s ja zu.
Mein Hasenhirn ist es, das nicht mehr logisch denken kann
Ich verrate euch mal, was mit mir los ist: ich habe gar keine Zeit, aufgeregt zu sein, weil ich ja so eine panische Angst davor habe, dass jetzt doch noch irgendwas dazwischen kommen könnte.
Irgendeine böse Verletzung
Und so war ich gestern nach den 26 km absolut davon überzeugt, dass da bestimmt was zwickt an der Achillessehne, und dass sie mir mal wieder einen Strich durch die Rechnung macht und dass wir vor Berlin sowieso alle sterben müssen, mindestens, bestimmt.
Und was ist? Gar nix. Die AS ist absolut ruhig {Emotiv(well)}
Aber mein Kopf!!!
Ich freu mich so auf Berlin, es wär einfach so schlimm, wenn jetzt noch irgendwas passiert, dass ich lieber gar keinen 30er mache, bevor ich mich dabei noch verletze!
Ist das nicht idiotisch? Kann mich mal jemand

Uli (3.9.07 09:17)
Bitteschön, gern geschehen.

Du weißt doch wie es läuft bei Stirb langsam. Man stirbt vor, während und nachher fast. Weil sonst ist die Spannung weg. Hast Du die Filme eigentlich schon gesehen? Ist ja eher ein Männerfilm und nichts für zarte Angsthasen.
Also, jammer nicht rum. Wenn meine AS hält, hält Deine schon zweimal!

Manu / Website (3.9.07 09:21)
Kerstin, ich dachte, Dein Kopf sei jetzt repariert, seit dem letzten Mal, wo er nicht einsehen wollte, dass Du fit bist! Ansonsten bin ich mit der Hammermethode absolut einverstanden!
Und was machen wir mit mir? Ich hab’ seit gestern appe Beine, also das Gefühl, als seien die nur locker am Oberschenkel befestigt, total steif (also Kniegelenk weg) und so kann ich irgendwie keinen Marathon laufen! So, und da kommst Du mit Deinem Kopf! So geht das nicht, Hase!

Uli (3.9.07 09:24)
Ihr lauft eindeutig zu kurze Strecken! Nach 35 km ist man froh, wenn einem nur die Beine weh tun.

Hase / Website (3.9.07 09:36)
Danke für den - der hilft

Was tut DIR denn weh, Uli?
Spürst du eigentlich deine AS noch?

Nö, Stirb langsam hab ich nicht gesehen.
Ich kucke lieber romantische Liebeskomödien

Manu - alles ist gut. Morgen fühlen sich deine Beine schon wieder normal an, wirst sehen. Und den nächsten langen steckste dann weg wie nix.

Übrigens ist alles relativ, das möchte ich hier auch nochmal anmerken. Nach französischen Marathon-Trainingsplänen sind wir allesamt schon hoffnungslos übertrainiert, vor allem unser Strreber!

Charly / Website (3.9.07 09:55)
Ich nicht. Mein längster Langer ist 22 km gewesen bisher. Der Zweitlängste 14 km
Ihr Streber

Uli (3.9.07 09:56)
Juhu, ich hab den Längsten!

Sorry, das ist mir so rausgerutscht.

Manu / Website (3.9.07 10:11)
Ich kann nicht mehr!

Hase / Website (3.9.07 10:18)
Uli hat den Längsten??!

Wo ist hier der “Zeig uns pics, sonst glauben wir nix” -Smilie??!!

Charly / Website (3.9.07 10:28)
Genau, ich hab den längsten. Schließlich bin ich im März 61 km gelaufen

Manu / Website (3.9.07 10:32)
Charly, das gillet ja nun nicht mehr, was mal im März war! Du hattest mal den Längsten, lang lang ist’s her!

Manu / Website (3.9.07 10:34)
Und eigentlich hat doch sowieso UDO den Längsten!

Hase / Website (3.9.07 10:39)
DOCH, Charly hat den Längsten. Da bin ich jetzt aber mal insistent.

Und UDO hat doch nur deswegen den Längsten, weil er gerne den Längsten hätte, und den aber nicht hat, deswegen hat er halt so den Längsten - capisci?

Huch

Uli (3.9.07 10:41)
UDO? Wer ist eigentlich UDO?
Manu, was DU alles weißt

Charly / Website (3.9.07 10:43)
UDO? Pffff Den steck ich doch locker in den Sack

Manu / Website (3.9.07 10:45)
Der arme Uli! Kein ernsthafter Triathlet wird mehr in sein Blog schauen!

Hase / Website (3.9.07 11:01)
Aber Manu, dafür hat er doch uns, seine treuen Blogleser und Kommentierer
Sind wir nicht viel mehr wert als ernsthafte strrebende Triathleten?

Reiner / Website (3.9.07 11:19)
Ich schaue immer wieder gerne hier in Uli’s Blog und vor allem die Kommentare in den letzten Beiträgen sind einfach der Hammer!

Hase / Website (3.9.07 11:26)
Wir haben einen Fan!

Magst’n Autogramm, Reiner?

Manu / Website (3.9.07 11:40)
Und ich glaube, der Reiner ist ein TRIATHLET! Es schaun doch noch welche rein, Uli!!! Hätt’ ich jetzt echt nicht gedacht. (Der weiß aber nicht, wie gefährlich wir sind, Hase, wir können schließlich überall spammen, gell?) Aber am liebsten natürlich bei den Strrebern!

Uli (3.9.07 11:45)
Da gibts durchaus noch ein paar andere - Helmut, Ironmanni, Stephan, wo seid Ihr?

Manu, wie wärs mal wieder mit einem neuen Eintrag in Deinem Blog? *unschuldigpfeif*

Manu / Website (3.9.07 11:52)
Uli, dazu hab’ ich keine Zeit mehr…schließlich muss ich hier kommentieren!!! Man muss schon Prioritäten setzen, beim Laufen und beim Bloggen!

Aber btw: wo bleiben denn die Haseneinträge in unserer Tabelle??? Gestern war da immer noch gähnende Leere!

Hase / Website (3.9.07 11:55)
Ich hab schon angefangen mit dem Drauflosspammen bei Reiner, das geht ratzfatz

Ja, Uli, hast recht, die Manu lässt sich ganz schön bitten.
Meinen Blog snobbt sie auch schon länger *schmoll*.

Hase / Website (3.9.07 11:57)
Ich habe keine Zeit für Haseneinträge in der Tabelle - ich muss doch schließlich kommentieren!

Nee, ich versuch’s mal heute abend, aber nur, wenn die “Bemerkungen”-Spalte für mich verbreitert wurde, sonst spiel ich nicht mit.

Uli (3.9.07 12:03)
Hase, die Bemerkungen-Spalte kannste selber vergrößern nach Bedarf. Wie bei Excel - das ist Dir doch ein Begriff.

Nur mal so interessehalber: Wieso heißt Du eigentlich Hase? Running-Rabbit ist doch eigentlich ein Kaninchen

Manu / Website (3.9.07 12:03)
Ich sag ja, das ist ein Fulltime-Job mit dem Bloggen, Blog-Lesen, Kommentieren und Tabelleneinträgen. Zum Laufen komm’ ich da bald auch nimmer…
Echt, Hase, hast Du schon beim Reiner gespammt? Das muss ich lesen!

Hase / Website (3.9.07 12:28)
So, nu hab ich Mittagspause und komm endlich mal zum Kommentieren hier.
Heute morgen bin ich ja gar nicht dazugekommen vor lauter Stress

Manu, beim I-Car-Beitrag von Reiner hab ich was geschrieben. Fand ich luschtig.

Klar ist ein running rabbit ein rennendes Kaninchen. Aber Hase klingt einfach so nett
Ich bin ein Vollblut-Hase.
Und für Charly auch ein Knusperhase, aber nur für Charly

Und was deine belehrenden Kommentare zur Excel-Tabelle betrifft - na ja, genau das hat eben nicht geklappt! Ich hab hier im Job den ganzen Tag mit Excel zu tun und keine Probleme damit, aber bei deiner komischen Tabelle will das mit dem Verbreitern nicht hinhauen, ehrlich, da brauch ich Hilfe!

Helmut / Website (3.9.07 16:18)
Du hast gerufen Meister? Ich verstehe allerdings nur Bahnhof. Bin ich jetzt kein ernsthafter Triathlet mehr weil ich hier reingeschaut habe? Und wieso sprichst Du plötzlich von “locker unter 4h”? Meinst Du die reisezeit nach Berlin? Und wieso ist “Stirb langsam” eine romantische Liebeskomödie? Ausserdem was haben Udo und Charly damit zu tun? Wer ist überhaupt Charly? Und warum wissen hier alle (ausser mir) wer den Längsten hat? Und überhaupt 61km - das find ich schon unangenehm lang. Das ist doch nix für jeden Tag, oder? Fragen über Fragen …

Ach Uli: Wird Zeit, dass Du wieder in’s Triathlon Lager wechselst. Gibt’s da schon Pläne dazu?

cu Helmut

P.S. Warum nimmst Du Gel beim langen Lauf? Sag’ jetzt nicht: “Weil ich so gerne esse.” ;-)

Uli (3.9.07 16:59)
Weil, wenn man so einen langen hat, flutschts mit Gel besser. Zumindest am Schluss hält man(n) dann leichter durch.
Allerdings nicht jeden Tag, da gebe ich Dir Recht.
Hast Du Dich jetzt echt durch alle Kommentare gekämpft? Tapfer, tapfer.

Wir sollten mal unser Date in Angriff nehmen, was meinst Du? Mit Biergarten wirds aber wohl nichts mehr.

Hase / Website (3.9.07 17:37)
Ich schmeiß mich ja so weg hier! Hilfe!! Ich kann nicht mehr !
Helmut, du bist ja auch köstlich!

Bei mir gings ist’s jetzt noch immer ohne Gel sehr gut geflutscht. Habs noch nie mit Gel probiert, das Zeug soll doch eklig sein, oder? Ich hab aber auch noch nie behauptet, dass ich mit 26 km den Längsten hätte.

Charly (3.9.07 18:54)
Hase, ich hab es dir schon mal angeboten, mit Gel zu probieren, aber du wolltest ja nicht.
Aber vielleicht denkst ja nochmal darüber nach.
Ist manchmal echt gut mit Gel

Hase / Website (3.9.07 19:03)
Öhm, nochmal ‘ne ernsthafte Bemerkung von mir, bevor das hier völlig ausartet
Lieber Uli, liebe Manu, seid mir nicht böse, aber ich bring das einfach nicht, jetzt meine ganzen Daten in die Tabelle nachzutragen. Das wär ja ein stundenlanges Gefiesel. Excel-Tabellen hab ich in der Arbeit den ganzen Tag, da brauch ich die nicht auch noch am Feierabend….. bitte nicht böse sein!
Mit euch Strrebern kann ich eh nicht mithalten

Lars / Website (3.9.07 20:01)
35 Kommentare für einen einzigen 33 Km-Lauf? Aber wieder einmal allergrößten Respekt, Uli :-)))!

Und dann noch diese Mörderstrecke - wenn die werte Mitleserschaft wissen würde, welche Bergketten Du da hochgesprintet bist - allein Aigelsbach (benannt nach der gleichnamigen Autobahnausfahrt)…. und dann noch in den großen Wald (wahrscheinlich in Berghausen, oder?) … und dann noch tapfer und todesmutig den ganzen neuen asphaltglatten Radweg anner Bundesstraße entlang gesprintet…. vow, ich bin beeindruckt!

Und ich freue mich schon jetzt auf den Tag, an dem sich unsere beiden großen Runden auf den Hopfenhöhen um Ratzenhofen herum kreuzen werden :-)))) Heldenhaft! Aber wer hätte da Vorfahrt… der Seiteneinsteiger vom Feldweg oder der Endbeschleuniger auf dem Radweg??? Fragen über Fragen…

Schöne Grüße & großen Respekt!
Lars

PS: Nur das Gel würd ich weglassen. Sonst wirkt’s im Wettkampf nicht mehr so richtig…


Reiner / Website (4.9.07 10:14)
Das mit den Spam-Kommentaren habe ich schon gemerkt
Gel bei langen Läufen sind bei mir ein “must have” und im Wettkampf bin ich mittlerweile auf den Geschmack von “Gel mit Cola” gekommen . Das gibt nochmals richtig Power und es klappt auch mit Sub4 beim Marathon!

Schinder

Heute war ich mal wieder mit Peter unterwegs. Für die, die ihn noch nicht kennen: Das ist unser Schwimmtrainer und Vorzeigetriathlet. Den Marathon läuft er (wenn es klappt) unter 2:50 Stunden und ist somit prädestiniert, mit mir ein gemütliches Läufchen zu machen. Bei herrlichem Sommerwetter, das heißt 11° C und dunklen Wolken, machten wir uns auf den Weg.
Bei mir stand ein Tempodauerlauf über 15 Kilometer auf dem Programm, geplanter Schnitt 4:52 Min/km. Anfangs kein Problem. Wir unterhielten uns ausführlich über unseren Triathlon-Weltmeister, das Wetter und mein Trainingsprogramm für Berlin. Zum Warmlaufen ein moderates Tempo, 5:06, gefolgt von einer 4:52. Das nahm ich zum Anlass, den Beginn des Tempodauerlaufs zu proklamieren. Nächster Kilometer: 4:36. Es war erstaunlich locker und ich konnte sogar noch einige Gesprächsbeiträge beisteuern. In diesem Tempo ging es vorerst weiter. Peter ermahnte mich, nicht immer auf den Forerunner zu schauen. Meinen Einwand, dass wir zu schnell liefen, ließ er nicht gelten. Ich solle mich gefälligst auf mein Gefühl verlassen. Das wiederum sagte mir, dass das Tempo schon okay war und ich traute mir zu, das Tempo die ganze Strecke durchzulaufen.
Nach sechs oder sieben Kilometern ging Peter allmählich von der Nasen- zur Mundatmung über und es zeigten sich die ersten Schweißtropfen auf der Stirn. Ich war mittlerweile informiert über Nahrungsergänzung, Peters sportliche Pläne für nächstes Jahr und seine Erfahrungen auf den langen Läufen. Bei mir lief der Schweiß in Strömen und den Puls schätzte ich auf etwas unter der anaeroben Schwelle (für die Fachleute).
Bei km 12 erfrischte uns ein Platzregen, die Geschwindigkeit hatte sich auf unter 4:30 eingependelt und noch immer lief ich recht rund. Wenn ich alleine gelaufen wäre, hätte ich schon längst einen Gang zurück geschaltet. So aber wollte ich mir keine Blöße geben, zumal mich Peter immer wieder anfeuerte. Und vom Duathlon erzählte, der bis vor ein paar Jahren von der hiesigen Triathlonabteilung veranstaltet worden war.
Schlussanstieg nach Hause. Der letzte Kilometer brachte mich an die Kotzgrenze. Der war zu schnell, eindeutig. Aber das macht nichts, sagt Peter. 15 Kilometer progressiv gelaufen sei sehr gut, sagt Peter. Insgesamt hatten wir einen Schnitt von 4:34 Min./km. Da könne ich etwa acht Sekunden draufpacken, dann hätte ich mein Marathontempo, sagt Peter. Und ich solle mir gefälligst mehr zutrauen.
Am Donnerstag laufen wir wieder miteinander, diesmal auf der Bahn. Dreimal 3000 m. Aber nur, wenn mir meine Achillessehne sagt, ich könne mir das zutrauen. Im Moment gibt sie immerhin einigermaßen Ruhe.

4.9.07 16:21 verlinken / 7 Kommentar(e) / kommentieren

Reiner / Website (4.9.07 16:54)
Wenn Peter das sagt….

Hase / Website (4.9.07 18:45)
Ganz genau.
Wenn Peter das sagt …. !

Sag mal, Uli, was ist eigentlich deine Marathon-PB? Nur mal so aus Interesse.
In einem 4:30er Schnitt zu laufen, das schaff ich ja nicht mal einen Kilometer lang, das ist für mich schon längst wieder ganz weit jenseits der Kotzgrenze, also auf der anderen Seite der Kotzgrenze sozusagen

Manu / Website (4.9.07 20:22)
Soso, Du trainierst mit dem alten Schinderhannes Peter Greif! Endbeschleunigung, progressiv, Kotzgrenze - das erprobte Programm also. Na, das erklärt ja nun alles. Du wolltest es wohl so lange wie möglich geheim halten, was???

Uli (4.9.07 21:06)
Nein, Manu, nur fast. P.G ist der Guru und mein Peter einer seiner Jünger. Ich muss da echt aufpassen, dass ich nicht in die Fänge dieser Sekte komme. Gebt mir Bescheid, wenn ich nur noch in Rätseln schreibe und wirres Zeug von mir gebe.
Und Hase, nein, die verrate ich nicht. Weil ich die schon seit über zehn Jahren versuche zu knacken. Jedes Mal gings schief. Ich habe da ein Trauma.
Aber der Meister und sein Jünger werden mich heilen.
In diesem Sinne Oooom

Manu / Website (4.9.07 21:45)
Weil ich die schon seit über zehn Jahren versuche zu knacken. Jedes Mal gings schief. Ich habe da ein Trauma.
Psst, Uli, ich verrate Dir wie’s geht! Also, Du meldest Dich für zwei Marathons an. Weil immer, wenn Du bei einem gemeldet warst, hat es nicht geklappt. So war das bei mir. Da dachte ich mir, öfter mal was Neues, meldeste Dich direkt für Duisburg und Berlin an, und schon war die Sache klar. In D die Bestzeit, in B feiern.
Also, die Strategie für nächstes Jahr ist klar? Aber ach, ich vergaß, der Peter sitzt Dir ja im Nacken und versucht bestimmt, Dich trotzdem wie einen Wahnsinnigen über den berliner Asphalt zu hetzen :-)

Helmut / Website (5.9.07 08:10)
Plus 8 sek zum Schwellentempo ist M Tempo? Respekt! Viel Vergnügen in Berlin und ich wünsche Dir, dass es nur 11 Grad hat.

Mögest Du schneller sein als 3:35 (Hihi!)

peace Helmut


Hase / Website (5.9.07 09:35)
Nur 11°??! Nix da!
In Berlin wird wunderschönster Altweibersommer sein, angenehme 19°-20° wird es haben, sonnig wird es sein.
Sagt der Orakel-Hase

Strebereien

Streben macht müde! Darum gibts erst morgen das Neueste vom Oberstreber.
Noch drei Wochen bis Berlin, langsam wird es ernst!

9.9.07 21:39 verlinken / 6 Kommentar(e) / kommentieren

Manu / Website (9.9.07 21:44)
Ich ahne Schlimmstes!

Hase / Website (10.9.07 07:58)
Ich auch, Manu.
Wahrscheinlich hat er einen 24-Stunden-Lauf mitgemacht und ist 240 km gelaufen oder so

Uli (10.9.07 08:44)
So ganz falsch liegt Ihr nicht. Ich wäre tatsächlich fast einen Ma