Nun ist es also schon wieder Geschichte, das 24-Stunden-Schwimmen in Mainburg. Erneut eine sehr gut organisierte und spaßige Veranstaltung für jedermann. Auch die ganz kleinen Leute:

Im Nichtschwimmerbecken war extra für diese Kategorie eine Bahn von 25 m Länge abgsperrt, auf der sich die Schwimmanfänger austoben konnten. Und sich sehr beachtlich schlugen. Der jüngste Teilnehmer, ein vierjähriger Junge, legte immerhin 300 Meter zurück.

Ich war zusammen mit mit meiner Frau und der Ziehtochter sowie neun anderern Schwimmfreunden im Team der „Lahmen Enten“ unterwegs. Ziel war es, nicht den letzten Platz zu belegen, was aber aufgrund unserer Mannschaftsstärke sowieso eher unwahrscheinlich war.
Um elf Uhr am Samstag war Start der Veranstaltung mit einem Prominentenschwimmen. Danach durfte jeder ran und bald waren die Bahnen dicht belegt.


Unsere Mannschaft begann erst gegen drei Uhr Nachmittags zunächst mit Kaffee und Kuchen. Frisch gestärkt konnten wir somit dann das Feld von hinten aufrollen. Meine Ziehtochter, ganz Teenager, wollte die Sache möglichst schnell hinter sich bringen und paddelte 5000 Meter am Stück runter. Nachdem sie sich wieder aufgewärmt hatte, verschwand sie auf eine Party und war fortan nicht mehr gesehen. Ich begnügte mich mit zunächst 3000 Metern, meine Frau konnte es sich nicht verkneifen, 3100 Meter zu schwimmen. Aber wenn es sie glücklich macht, soll es mir recht sein.
Nächste Runde dann gegen sechs Uhr. Bei mir 2500 Meter, meine Frau 1300. Somit war die Rangfolge in der Familie wieder zurecht gerückt. Das Wetter präsentierte sich zunehmend unfreundlich. Die einzelnen Mannschaftsmitglieder verabschiedeten sich nach und nach, nur um sich wenig später zum Abendessen wiederzusehen. Gegen elf Uhr hatte ich mich mit Tom zu einer weiteren Schwimmrunde verabredet. Doch er kniff leider wegen übergroßer Sofaschwere, so dass ich der einzige unserer Truppe war, der am Abend noch ein paar Kilometer sammelte. Zwei um genau zu sein. Sehr stimmungsvolle, wie man sieht:

Mangels Biopren war ich am Ende so durchgefroren, dass mich ein heftiger und kalter Regenschauer aus dem Becken trieb. Einen Taucher stört das wiederum naturgemäß eher weniger. Die Tauchsportabteilung des TSV vertrieb sich die Zeit im Sprungbecken mit Dauer-Unterwasser-Schafkopfen. 
Ganze 24 Stunden haben sie es aber nicht durchgehalten. Als ich am nächsten Morgen gegen halbzehn meine Runden drehte, waren die Plätze verwaist. Erst etwas später konnte man im Vorbeischwimmen wieder die Zocker beobachten. Wer gewonnen hat ist nicht überliefert.
Zwischenzeitlich war unsere Mannschaft auf Platz 14 abgerutscht. Nun galt es, wieder Boden bzw. Wasser gut zu machen. Alle taten ihr Bestes. Für mich bedeutete das 3000 Meter und für meine Frau – wie nicht anders zu erwarten – 3200 Meter. Im Endergebnis

bedeutete das 59900 zurückgelegte Meter und Platz 11 von 19. Nicht annähernd Letzter also. Zum Vergleich: die Siegermannschaft hatte 234 km, der beste Schwimmer über 48 km in den Armen. Insgesamt waren es 392 Teilnehmer, die über 2700 km schafften. Ich für meinen Teil habe meinen Streckenrekord vom letzten Jahr relativ locker toppen können und bin mit 10500 Meter erstmals im fünfstelligen Bereich.
Nun haben alle Muskelkater, schwere Arme und es ist erstaunlich, wie müde man vom Schwimmen wird. Aber es hat Spaß gemacht und die Planungen für nächstes Jahr sind schon angelaufen. Ich vermute mal, die lahmen Enten werden auch dann wieder am Start sein.

Der 2. Stint war fatal. Du hättest da höchstens 1200m machen dürfen. Sie würde es nie sagen, aber sie hat’s notiert. 100%ig
Ansonsten: Du warst doch der schwimmer aus der Truppe, der die wenigste Zeit im Wasser verbracht hat, oder?
Ich begnügte mich mit zunächst 3000 Metern, meine Frau konnte es sich nicht verkneifen, 3100 Meter zu schwimmen.
Wow, und deine Ziehtochter hat echt 5000 Meter am Stück heruntergerissen? Irre!
Ich finde, ihr seid ein ganz tolles Team, ihr alle zusammen.
Glückwunsch!!
Unterwasser-Schafkopfen wäre ja nun echt nichts für mich /*gröhl*/… Aber ansonsten wieder einmal hochinteressant, was da so im südlichen Landkreis alles geboten wird
Guten Start in die Woche!
Lars
Wow, das sind vielleicht Schwimmstrecken!
Tolle Leistung und herzlichen Glueckwunsch. Toll gemacht!
*uff* was ein irres Unternehmen.
Glückwunsch zu Platzierung und Familie
Das sind Sachen…. und vom Schwimmen wird man doch nicht nur müde sondern bekommt auch mächtig Kohldampf, oder?
Dolle Sache, die Ihr da gemacht habt.
5.000 m am Stück, womöglich noch ohne Training? Das will ich mal nicht hoffen! Ansonsten scheint das ja eine nette Veranstaltung gewesen zu sein, danke für den Bericht.
Wow,
sportliche Familie.
Glückwunsch das ihr gemeinsam so viel Sport treibt. Ist nicht selbstverständlich.
Gruß Gerd
„ist nicht überliefert“ – da habe ich hier laut losgeprustet! Ihr seid ja echt ein klasse Team, und ganz großen Applaus auch und besonders für die Damen!!!
Mir wird ja schon schwindelig bei diesen Zahlen, die am Ende geschwommen wurden!
Grüße von
Manu
Euer Makottchen auf dem letzten Bild scheint euch Glück zu bringen. Eine beachtliche Leistung. Gratuliere!
klasse uli,
)
hatte ich letztes jahr mal eine minute daran verschwendet an so einer veranstaltung teil zu nehmen, so verdammt weit weg kommt mir die idee jetzt vor.
aber probvieren würde ich es schon mal ganz gerne, vllt. nur um zu wissen dass das nix für mich ist
dafür bin ich viel zu sehr frostbeule und der bioprene ist auch nicht sehr ausgeprägt.
wobei, die letzten 3 wochen, naja….