Lange nichts mehr von mir gelesen, stimmt’s? Ich habe Urlaub gemacht – hat sich sicher der eine oder andere schon gedacht. Eine Woche Italien, Roseto degli Abruzzi genauer gesagt, im größten Sandkasten Europas, die andere zuhause mit Kinderbespaßung und Gartenarbeit. Ist das nicht traumhaft?
Geschätzte zehn Kubikmeter Sand habe ich mit der Spielzeugschaufel bewegt und entstanden sind unter anderem diese hübschen Figuren:
Außerdem war gerade Beachvolleyball-Weltcup, was besonders die beiden mitgereisten jungen Damen begeisterte. Weniger der Sport, als die gut gebauten und großen Sportler. Leider waren nur Männerpartien angesetzt.
Nichts desto Trotz habe ich die Gelegenheit genutzt und bin die Strandpromenade entlang gerannt. Gegen die Ballartisten hatte ich optisch keine Chance und deshalb erregte ich keinerlei Aufsehen. Schade.
Dafür durfte ich verschiedene Verhaltensweisen der einheimischen Bevölkerung beobachten. Der typische Italiener joggt ja eher im moderaten Bereich und vor allem mit winterlichen Klamotten, trotz 24° C und drückender Schwüle. Es gibt aber durchaus auch recht flotte Läufer. Einer kam mir (zum Glück) entgegen, mit dem ich nicht hätte mithalten können.
Dieses Schema kann man auch bei den Radfahrern beobachten. Entweder zügig auf dem Rennrad unterwegs oder ultralangsam auf dem Fußweg. Es ist erstaunlich, wie langsam man Rad fahren kann ohne umzufallen. Wer mal ein Erfolgserlebnis als Läufer braucht – ich empfehle die Strandpromenade von Roseto degli Abruzzi. Beim Autofahren wird dieses typische Verhalten allerdings unangenehm. Wenn der Italiener nicht in der Familienkutsche à la Fiat Multipla mit Tempo 90 auf der Autobahn dahinschleicht (mit Blinker links), dann brettert er garantiert mit Vollgas und links blinkend auf der Überholspur dahin. Die Überholabsicht wird dann durch Verkürzung des Sicherheitsabstandes auf maximal zwei Meter bekundet. Das ist nicht weiter tragisch, wenn man sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen lässt. Für die anderen Fälle empfiehlt es sich, sich das gängige italienische Vokabular anzueignen, damit eventuell mitreisende Kleinkinder nicht frühzeitig die Gossensprache erlernen. Ohne Kleinkinder tut’s auch das deutsche Vokabular.
Das Shoppen kam natürlich auch nicht zu kurz und so war jedem gedient. Die Damen hatten jede Menge neue Klamotten und die Herren ihren Spaß am Strand.

Wieder zuhause musste erst mal dem Garten zu Leibe gerückt werden, der in der einen Woche wild gewuchert hatte. Nun steht ein straffes Radtraining auf dem Programm. Wie nötig ich das habe, durfte ich gestern bei der RTF in Moosburg erleben. Nach 75 teilweise verregneten Kilometern waren die Oberschenkel wie Flasche leer. Fünf Wochen sind es noch bis zum Rothsee-Triathlon. Mit meinen geplanten 120 Kilometern pro Woche komme ich bis dahin auf insgesamt 800 Radkilometer. Hoffentlich spielt das Wetter mit. Ich habe nämlich keine Lust, so wie gestern ständig das Rad zu putzen.



Ach, da biste ja wieder, Uli – ich nehme den Anraunzer, den du gerade in meinem Blog kassiert hast, somit also demütig wieder zurück!
Schööön, in Italien wart ihr. Und noch schööööner (für mich) ist der Bericht, den du mitgebracht hast. Herrlich, ich musste richtig lachen – und das tut mir im Moment richtig gut
Lustig
Hallo zurück aus Italien
Aha, da warst Du also. Laufen ist ja nicht wirklich die Sportart der Italiener, das hab ich letztes Jahr in der Toskana auch gut erlebt. Rad fahren dann wohl eher. Und die Sandburgen zeugen von einem ausgeglichenen Zeitmanagement im Urlaub.
Wenn ich eine Vermutung über laufende Italiener hätte anstellen sollen, ich hätte gedacht, die laufen halb nackig und flott durch die Gegend, damit auch jeder hinguckt und den braunen Bauch sieht
Wettertechnisch müssten die nächsten Tage Dir für die geplanten Radausfahrten doch entgegenkommen.
Schön Dein Urlaubsbericht und auch die Sandburgen. Da gab es sich jede Menge Spaß beim Bauen.
Hi Uli,
willkommen zurück!
Wir wär’s denn mal wieder mit einem erfrischenden 10er?
)))
Damit Du am Rothsee auch den Endspurt noch perfekt durchziehen kannst…
Und von der Wette in Deinem Blog will ich gar nicht zu reden
Konkret:
Ich hätte Mettenheim am 8.6. in der Planung… bei Interesse einfach melden, ok?
Viele Grüße
Lars