Diese Woche ist das Lauftraining betreffend eine eher gemütliche. Wie schon erwähnt, werde ich am Samstag beim Osterlauf in Lohhof bei München eine erste Standortbestimmung für dieses Jahr vornehmen. Es geht über amtlich vermessene zehn Kilometer, flach und somit bestzeitenfähig. Bestzeit zu Laufen ist aber nicht meine Absicht und auch nicht zu erwarten. In erster Linie möchte ich wissen, zu was ich derzeit imstande bin. Mein letzter reiner Zehner ist mittlerweile schon wieder sechs Jahre her, damals sogar in der logischerweise noch gültigen Bestzeit von 41:33 Minuten. Insofern ist auch die richtige Einteilung des Rennens und Training der Wettkampfhärte Hauptziel der Übung.
Im Trainingsplan standen für Montag viermal 1500 m im geplanten Renntempo, was ich kurzerhand ausfallen ließ. Meine Beine waren noch platt von der anstrengenden vergangenen Woche und dem abschließenden langen Lauf am Sonntag mit vorheriger Gartenarbeit. Dienstag war frei, so mussten die heutigen Wiederholungsläufe der Wettkampfgeschwindigkeitsbestimmung (schönes Wort, gell) dienen. Viermal 1000 Meter mit jeweils ebenso langer Trabpause.
Das Wetter schien mir jedoch einen Strich durch die Rechnung zu machen. Der Sturm der Nacht war zwar zu einer steifen Brise abgeflaut, dafür peitschte der immer noch kräftige Wind sintflutartigen Regen an die Fenster. Doch am Mittag war der Spuk beendet, der Regen der Sonne gewichen.
Da ich meine aktuelle Wettkampfgeschwindigkeit ja nicht kenne, lief ich nach Gefühl, ohne auf die Uhr zu schauen. Das Tempo, das ich mir zehn Kilometer zutraute, bedeuteten für die erste Wiederholung eine 4:08. Hm, ganz schön schnell Ulrich, das hältste nicht durch. Also einen Tick langsamer auf dem nächsten schnellen Stück, über die Ziellinie gelaufen und Zwischenzeit gestoppt – 4:07. Wenigstens das Tempogefühl stimmt, wenn schon das Zeitgefühl zu wünschen übrig lässt.
Trabpause, nächster Versuch. Diesmal spürte ich auf der zweiten Hälfte, dass ich wohl schneller unterwegs war. Die Uhr bestätigte das mit einer 4:04. Okay, letzter Versuch. Diesmal aber betont locker, sozusagen Wettkampf-Spartempo. Und tatsächlich, es wurden 4:14 Minuten für den Kilometer. Also, das müsste als Schnitt am Samstag auf jeden Fall drin sein. Auch wenn ich heute pro Teilstück 600 Meter Rückenwind und 400 Meter Gegenwind hatte.
Was kann ich also erwarten? Es sind fünf Runden zu laufen, was ich eigentlich nicht so sehr mag. Vermutlich wird sich der Wettkampf, wie immer, so gestalten:
1. Runde – viel zu schnell, trotz Slalom
2. Runde – büßen für die erste Runde
3. Runde – Kampf ums Überleben
4. Runde – das richtige Tempo stellt sich allmählich ein, je nach Laune
5. Runde – Endspurt, um noch irgendein Zeitziel zu erreichen oder auch nicht
Ich denke, 42 Minuten sind realistisch. Ob und wie weit darüber oder darunter entscheidet die Tagesform, das Wetter, der Pollenflug, die Motivation, die 3. Runde. Und nicht zu vergessen, der Mond!

Viel Spass und viel Erfolg fuer Samstag!
Ich denke auch, dass Du mit einer Zielzeit von 42:xy ganz gut liegst. Einfach mal mit 4:15 loslaufen und dann auf der zweiten Hälfte ordentlich kämpfen. Wetter sollte ja zumindest einigermaßen akzeptabel sein, zumindest nicht so wie im Moment
Und die fünf Runden haben ja auch ihren Vorteil, auf den letzten acht Kilometern gibt es erfahrungsgemäß dann keine streckentechnischen Überraschungen mehr. Zum Beispiel unerwartete Hügel oder gar Berge. Aber so etwas gibt es in Uschelheim-Lohhof ja sowieso nicht…
Viel Spaß &
Viel Erfolg!
Lars
41:33 ist deine Bestzeit??!
Das wusste ich nicht. Das ist aber sauschnell!
Ich wünsch dir auch viel Spaß am Samstag.
Bin schon sehr gespannt auf deinen Bericht.
Das steht auch erst seit etwas mehr als zwei Jahren unter „Technische Daten“.
„Schnell“ ist außerdem relativ. Ich würde eher Mittelklasse sagen oder den Umständen bzw. dem Trainingsaufwand entsprechend recht schnell.
Klar ist das relativ. Ich seh es halt aus der Hasenperspektive. Und aus der Hasenperspektive ist das verdammt sauschnell
Von einer 42 er Zeit träum ich ja den unmöglichen Traum.
Ich wünsch dir gutes gelingen Uli.
Aber Hasen rennen doch auch sauschnell? Zumindest kurze Strecken.
Danke an alle für die guten Wünsche.
Hallo Uli, ich grüß mal herüber und wünsche Dir einen guten Mond!!!
Servus Uli, bin nun auch wieder genesen und habe heute Das erste Training seit Sonntag (Intervalle) absolviert. Ging eigentlich ganz gut. Wie gesagt, mein Ziel sind 49 irgendwas. Könnte klappen, denn ich habe meinen persönlichen Pacemaker Klaus dabei.
Vielleicht läuft man sich ja über den Weg.
Guten Lauf,
Heiko