Gestern Abend war Schwimmtraining. Für mich zum ersten Mal seit knapp einem Monat. Peter hatte einen Technik-Trainingsplan hinterlassen, der versprach, nicht allzu anstrengend zu werden. Genau richtig also für einen Einsteiger wie ich einer bin.
Also rein ins ekelhaft kalte Nass (das Wasser ist nur 30° kalt) und erst mal eine Bahn gekrault, damit der Körper auf Betriebstemperatur kommt. Anschließend 200 m „Schwimmkombi“, das heißt, zwei Stilarten kombiniert. Zum Beispiel Brustarmzug und Kraulbeinschlag oder Kraularmzug mit Delfin-Beinschlag. Danach Schwimmbrille ausleeren.
Es folgten zehn Minuten Wassergefühlsübungen, jeweils 25 m mit anschließenden 50 m Kraul und Brille ausleeren. Nach den zehn Minuten versuchte ich, die Brille durch das Anziehen des Haltebandes abzudichten. Das hatte den Effekt, dass sie sich zum einen zunehmend in den Kopf drückte und zum anderen genausowenig dicht war wie vorher. Also nochmal Brille ab und ein bisschen an den Gläsern herumgeschoben, um sie richtig in die Dichtung einzupassen. Keine gute Idee, denn plötzlich hatte ich nämlich das Glas in der Hand. Keine Chance, das Teil im nassen Zustand wieder passend in die Fassung zu bringen. Folge: Die Schwimmbrille flog in hohem Bogen, begleitet von ein paar unflätigen Ausdrücken (die hier nichts zur Sache tun), in Richtung Sporttasche.
Zu selbiger begab ich mich nun, um eine andere Brille zu holen, die ich zum Glück immer dabei habe. Gleiches Modell, nur etwas neuer. Gleiches Problem, nur auf beidseitig undicht. So kam ich nach jeweils 50 geschwommenen Metern zu einer Pause (inzwischen waren wir beim Technik-Teil angelangt). Brille ausleeren, am Halteband herumfummeln, wieder losschwimmen, nach einer halben Bahn schon wieder Wassereinbruch. Allmählich hatte ich einen ordentlichen Hals. Nochmals ein gewagter Versuch, mit dem Verschieben der Gläser Dichtigkeit herzustellen. Dabei stellte ich fest, dass diese ein bisschen zu klein sind, so dass zwischen Brillenglas und Dichtung ein kleiner Spalt zu erkennen war. Kein Wunder, dass da immer Wasser rein kommt.
Damit war das Schwimmtraining nach knapp 1000 m schon wieder beendet und ich ging vorzeitig duschen. Nicht ohne auf AquaSphere zu fluchen, die dieses bescheuerte Problem entweder nicht kennen oder in den Griff bekommen.
Was macht nun der Ulrich? Er geht zum Optiker seines Vertrauens namens Peter und lässt ihn irgendwelches Dichtungszeugs in die Dichtung der Brille schmieren. Dann funktionierts nämlich wieder. Das weiß ich, weil das hat er mit einem Vorgänger schon mal so gemacht. Aber das kann es eigentlich nicht sein. Eigentlich bin ich mit dem Modell ja sehr zufrieden, weil es so ziemlich das einzige ist, bei dem es keine Druckstellen gibt und dicht am Gesicht anliegt. Aber wahrscheinlich werde ich mich doch wieder auf die Suche nach Alternativen begeben müssen. Obwohl ich keine Lust dazu habe. Ich will nämlich einfach nur schwimmen.

30° hatte das Wasser? Das ist ein Witz, oder?
Da würd ich ja prompt aufgrund eines Hitzeschlags untergehen.
Die unflätigen Ausdrücke könntest du aber schon mal ein bisschen ausführlicher erläutern, bitte, die gehören zu deinem Bericht dazu, die darfst du uns nicht einfach so unterschlagen.
Und ich finde undichte Schwimmbrillen auch sehr nervig. Aber bei mir hält sich das eigentlich immer in Grenzen – ich schwimme ja aber auch nicht so dynamisch wie du.
In welchem Bad warst Du denn?
Und die Schwimmbrille war eine Aquasphere? Hast Du sie denn immer schön in der Schutzhülle?
Die vertragen es nämlich nicht ohne. Hatte ich bei meiner auch schon.
Beste Schwimmrbille für mich ist übrigens die Predator Wiro Frame von Zoggs.
Ach Uli! Dein Problem ist nicht die Brille sondern Deine Schwimmgeschwindigkeit. Durch Deine enorme Speed ist der Wasserdruck so hoch, da muss einfach Wasser in die Brille eindringen. Würdest Du mal einfach so langsam schwimmen wie ich, dann hättest Du a) trockene Augen und b) auf’m Rad immer einen zum Quatschen.
cu Samstag – Helmut
Also,
- in Mainburg bzw. Landkreis Kelheim herrscht Wohlstand, da kann man das Wasser auf 30° aufheizen.
- Unflätige Ausdrücke gibts hier nicht. Das ist ein seriöser Blog. Auch wenn man das in Frankreich vielleicht anders sieht
- Die Schwimmbrille kommt immer ins Etui. Nach Gebrauch wird sie mit klarem Wasser abgespült und auch sonst sehr pfleglich behandelt.
- Wasserdruck verträgt sie nicht. Das weiß ich und darum springe ich nie damit ins Wasser. Die enorme Speed? Bei Wassergefühlsübungen? Helmut, Du machst Witze!
- Aufm Rad quatschen? Wo gibt’s denn sowas. Du radelst wohl nur so zum Spaß? So wird das nichts, typische Anfängereinstellung, tsts.
Ha, das Problem kenne ich auch. Doofe Schwimmbrille, sowas kann einem echt das Schwimmen vermiesen. Ich habe jetzt bei meiner aber schlauerweise endlich festgestellt, dass ich sie nur richtigrum aufsetzen muss und dann kommt auch kein Wasser rein. Markante Augenraender hab ich aber trotzdem nach dem Schwimmen. Laesst sich das ueberhaupt vermeiden?
Ach Uli, ich weiß, wovon Du schreibst:-) Ich glaube, die Schwimmbrille, mit der ich klar komme, wird nie erfunden werden. Deswegen bin ich ja auch zum letzten mal in der 42. Schwangerschaftswoche geschwommen…seither sitzen wir nur noch im 32 Grad warem Babyplanschbecken herum, allenfalls wagen wir uns mal mit Schwimmärmeln ins Nichtschwimmerbecken
Hihi, Manu, das ist ja süß