Ironman-Fieber
Meine beiden Vereinskollegen Hans und Kurt sind heute in Klagenfurt beim Ironman am Start. Was sie die letzten Monate an Trainingspensum abgespult haben ist der Wahnsinn. Und nun wollen sie natürlich Ergebnisse sehen.
Bei Ironmanlive.com kann man das ja aktuell mit verfolgen und ich muss sagen: unglaublich, was die beiden zur Zeit abliefern. Wen es interessiert: Startnr. 1759 und 1651.
Für Hans ist es der erste Ironman. Dafür hat er vor eineinhalb Jahren das Kraulen gelernt (Heute knapp unter 1:04 für die 3800 m). Er ist ein erstklassiger Läufer und das Radeln fällt ihm offensichtlich auch nicht schwer.
Kurt ist unser größtes Talent, ein Sportler, dem alles gelingt, was er anfängt. Seine stärkste Disziplin ist das Radfahren, wo er letztes Mal unter fünf Stunden auf den 180 km blieb. Die letzten Wochen hat er über Knieprobleme geklagt, hoffentlich macht ihm das keinen Strich durch die Rechnung.
Das Radfahren ist nun vorbei. Die beiden sind scheinbar den Großteil der Strecke zusammen gefahren (hoffentlich Windschattenfrei). Erst am Schluss hat Hans eine Minute Vorsprung herausgeholt, Endzeit 4:58 Stunden für 180 km! Beim zweiten Wechsel war er auch noch knapp eine Minute schneller. Nach sieben Laufkilometern ist der Vorsprung nochmals um eine halbe Minute angewachsen. So wie es aussieht, wird es für Kurt nichts mit der Hawaii-Quali. Ich fürchte auch, dass es ihm nicht besonders gut geht, das lese ich zumindest aus den nackten Zahlen heraus.
Bei Hans ist noch alles offen. Das wäre natürlich die Sensation, wenn er sich an seinem heutigen 40. Geburtstag bei seinem ersten Ironman für Hawaii qualifizieren könnte. Einen 3:20er Marathon traue ich ihm zu, dann wäre er bei einer Endzeit von 9:30 Stunden. Aber noch ist es ein langer Weg dahin, auf dem noch viel passieren kann.
Viel Glück noch Euch beiden!
Nachtrag Sonntag Abend: Beide haben es geschafft in 9:52 (Hans) und 9:56 (Kurt). Der Marathon war wohl recht hart wegen der Temperaturen. Mit Hawaii hats wohl nicht geklappt aber trotzdem meinen allergrößten Respekt und Glückwunsch für die Leistung.
8.7.07 14:07 verlinken / 4 Kommentar(e) / kommentieren
| Hase / Website (8.7.07 18:22) Einfach irre. Ironman. Mir ist das ein Rätsel, wie man so etwas schaffen kann. Einfach der Wahnsinn ! 3800m schwimmen in knapp unter 1:04. Nee, also echt, wie geht das ? Der Vergleich hinkt jetzt, aber ich bring ihn trotzdem: ich brauche für 2000m (Brust-)Schwimmen 50 Minuten. Wenn ich mich beeile Also, ich kenne weder Hans noch Kurt, aber ich drücke kräftig mit ! |
| Reiner / Website (9.7.07 08:14) Klasse Leistung von den beiden. Ich möchte nächstes Jahr auch IM Austria in Klagenfurt machen, vorausgesetzt ich bekomme bei der morgigen Anmeldung einen Startplatz und 1:04 fürs Schwimmen wäre mal ne richtige Herausforderung für mich |
| Stefan / Website (18.7.07 11:26) Uff, die Jungens sind ja sehr gut unterwegs gewesen. Ich weiß dass, weil ich ja selber mitgemacht habe. Respekt! Einzig und allein der Faktor Renneinteilung fällt mir auf. Es gibt viele, die sehr gut mit dem Rad unterwegs sind und unter 5 Stunden ist wirklich sensationell. Die Laufleistung in dem Verhältniss ist dann allerdings nicht stimmig im Vergleich zum Rad. Etwas weniger Raddruck und ich bin mir sicher, beide hätten eine schneller Marathonzeit leisten können. Ich neige eher dazu, mir mein Rennen gleichmäßiger einzuteilen, weil ich ja weiß, es kommt noch was. Hätte ich alles auf dem Rad gegeben, wären es vielleicht 5:20 geworden. Dafür hätte ich dann eher auf dem Marathon gelitten und dann wären es am Ende mehr als 10:45 geworden. Aber letztlich ist es beim Ironman immer ein Pokerspiel, was man macht. Ein Freund von mir hat immer super Radzeiten hingelegt und ist dann regelrecht beim Marathon eingebrochen (3x sogar ein DNF). Jetzt hat er beim Rad deutlich rausgenommen und siehe da, seine Bestzeit hat er deutlich unterboten. |
Uli (18.7.07 13:26) Wenn man nur die Zeiten betrachtet, hast Du recht. Aber bei einem IM kommen halt immer auch die Umstände dazu. Beiden hat die Hitze beim Laufen sehr zu schaffen gemacht. Um die 3:30 hätten sie laufen wollen und wohl auch drauf gehabt. Kurt hat aber ziemliche Schmerzen wegen blauer Zehen gehabt. Und bei Hans war es der erste IM, ich denke, das nächste Mal läuft es bei ihm anders. |
Randnotiz zum Thema Doping
“Wir verkaufen unser Epo wie jedes andere Medikament an den Großhandel – was danach passiert, interessiert uns nicht.” Zitat Hans-Ulrich Jelitto, Roche-Kommunikationsdirektor bei Spiegel Online (Link zum Artikel).
Ich frage mich allerdings, warum man dann die Mohnfelder in Afghanistan abbrennt. Die dortigen Bauern verkaufen das Rohopium doch auch nur an den Großhandel. Haben folglich mit dem Drogenhandel nichts zu tun.
Die jährlich produzierte Menge an EPO übersteigt den tatsächlichen therapeutischen Bedarf angeblich um das fünf- bis sechsfache. Doping ist also ein gutes Geschäft für die Pharmaindustrie. Der Großhandel verdient auch nicht schlecht, weil der verkauft an die Apotheken und was die damit machen, muss den Großhandel nicht interessieren.
Und die Apotheken? Wenn jemand ein Rezept bringt, verkaufen die die Medikamente natürlich, muss ja so sein. Was der Kunde damit macht? Wen interessiert es? Wir finanzieren das zwar alles durch höhere Krankenkassenbeiträge und Zuzahlungen. Aber das interessiert natürlich auch keinen. Die Sponsoren und Trainer wissen sowieso von nichts.
Also sind die alleinigen Übeltäter ganz klar die verschreibenden Ärzte und die Athleten, oder? Wobei erstere geradezu genötigt werden, das Zeugs zu verschreiben um Schlimmeres zu verhüten. Der Athlet könnte es sich ja auf dem Schwarzmarkt (= der Konkurrenz) besorgen. Mildernde Umstände also für die Dealer Mediziner. Und die volle Wucht des Gesetzes für den Junkie Sportler.
Was für eine scheinheilige Welt!
11.7.07 10:18 verlinken / 4 Kommentar(e) / kommentieren
| Helmut (11.7.07 11:36) Richtig – Doping ist ein riesiges Geschäft. Ausser ein paar Moralisten, Sozialwissenschaftlern und Hobbysportlern ist auch nicht wirklich einer dagegen. Vor allem nicht aus dem Kreis derer, die dabei verdienen: Veranstalter, Sponsoren, Medien, Trainer, Teamchefs, Funktionäre, Ärzte, Pharma, Sportler, … Nur erwischen lassen – da ist man sich einig – darf man sich nicht. Das will Keiner. Der Erwischte ist der Ausgestoßene. Gedopte Sportler sind für Sponsoren kein Problem. Erwischte schon, denn das ist schlecht für’s Image. Insofern ist es vielen auch recht egal ob die Tour de France nun dopingfrei ist oder nicht. Nur bitte: Lasst Euch nicht erwischen.Letztlich sind vor diesem Hintergrund die eigentlichen Spielverderber die Politiker. Da werden Gesetze erlassen, die von der Exekutive als Grundlage für eigenmächtiges Vorgehen in Sachen Dopingbekämpfung gesehen werden. Hätten also die Spanier nicht so selbstherrliche Ermittlungen zur Verfolgung des eigenen Karriereziels aufgesetzt, wäre alles wie in den guten alten Zeiten. Ulle hätte einen zweiten Sieg bei der TdF, Deutschland einen Nationalhelden mehr, Spanien einen arbeitslosen Gynäkologen weniger, Hr. Zabel hätte sich die demütigende Heulerei vor laufenden Kameras ersparen können, das “Moped” wäre immer noch ein Saubermann, Rudi Altig würde nciht ständig nach Doping “damals” befragt und die Öffentlichkeit würde nicht wissen, was es mit dem Spitznamen “Mr. 60%” auf sich hat.Wir sollten die Spanier auf Schadenersatz verklagen.peace Helmut |
| Hase / Website (11.7.07 14:01) Ich muss dir mal wieder sooo zustimmen, Uli. Wie recht du doch hast. Mich regt diese ganze Heuchelei so tierisch auf. Am Freitag kommt die Tour de France ja in mein Städtchen, Semur ist Etappenstart (heißt das so ? “ville de départ” auf französisch). Bei mir im Büro ist an dem Tag praktisch keiner da – alle gehen da hin und schauen sich das an. Aber ich nicht. Ich verweigere mich ![]() |
| Uli (11.7.07 14:03) Ja, ja, aber nur weil Du nicht mit den Click-Pedalen zurecht kommst … |
Hase / Website (11.7.07 17:46) Mist – entlarvt ![]() |
Projektende (vorläufig)
Nachdem Matthias Marquardt mich mit seiner Laufbibel überzeugt hatte, meinen Laufstil zu hinterfragen, habe ich zuallererst den Focus auf die Laufschuhe gelegt. Nach den Problemen, die ich beim letzten Marathon im Bereich der Fußballen/Zehenansätze hatte war das nämlich dringend angeraten. Dieses Problem habe ich noch nicht so richtig angegangen im Gegensatz zum Thema Dämpfung.
Nach meiner Erfahrung des gestrigen Laufes werde ich meine Versuche in Sachen Natural Running vorerst aber wieder einstellen. Meine Achillessehne hat zu Beginn des Versuchs geschmerzt, während der letzten Monate wurde es zwar nicht schlimmer, aber auch nicht besser. Dann kamen drei Wochen Zwangspause wegen verschiedener Infekte. Der Sehne tut es sicher gut, dachte ich. Das war aber ein Fehlschluss, wie sich bei den ersten Läufen danach zeigte. Heftige Schmerzen zu Beginn, die danach nur leicht besser wurden. Nach dem Lauf auch keine Besserung.
Gestern dann wieder ein Test mit den alten, gut gedämpften und somit schweren Laufschuhen. Siehe da, weder am Beginn noch während des Laufes Beschwerden. Danach war der Druckschmerz zwar immer noch da, aber dass der auf einmal verschwindet war ja nicht zu erwarten.
Fazit: Das werde ich weiter beobachten, die Sehne wird gedehnt, massiert und mit Diclofenac geschmiert. Und heute kaufe ich neue Schuhe, die vermutlich wieder gedämpft sein werden, nachdem ich in letzter Zeit auf die Nike Free spekuliert habe. Mal sehen, was der freundliche Laufschuverkäufer empfiehlt.
13.7.07 12:33 verlinken / 3 Kommentar(e) / kommentieren
| Hase / Website (13.7.07 13:26) Hm, Uli, dein Beispiel zeigt doch wieder einmal, dass es keinen allgemeingültigen “richtigen” Laufstil gibt. Wir sind eben alle Individuen – so seh ich das. Lauf so, wie es dir guttut und mit den Schuhen, die dir guttun. Ich bin Vorfußläuferin, schon immer, und ich könnte es absolut nicht anders. Ich würde das aber nie als allgemeingültige Wahrheit anpreisen. Laufpause ist übrigens bei AS-Problemen nicht unbedingt zu empfehlen, weil es das Gewebe zu sehr schwächt |
| Helmut (14.7.07 10:13) Ich hab’ die Laufbibel auch – irgendwie ist’s damit wie mit Total Immersion. Flachere Schuhe haben mir mit den A-Sehenproblemen allerdings geholfen. Well … Den Durchbruch in Sachen “beschwerdefreies Laufen” habe ich allerdings gemacht, seit ich nicht mehr nur laufe, sondern signifikant Rad fahre. Seit meinem Triaeinstieg – also endlich wieder rauf auf’s Rad Uli! Im Grunde Deines Herzens bist Du Triathlet, das weiß Dein Körper, deshalb reagiert er auf die ständige Lauferei mit A-Sehnenbeschwerden peace + bis Samstag spätestens 15:00 Uhr |
Stefan / Website (18.7.07 13:52) Eine Änderung des Laufstils erfordert sehr viel Disziplin. Im Prinzip kann man zwischen 6 und 12 Monate einplanen und sollte dieses Jahr als wettkampffreie Zeit nutzen oder zumindest die Wettkämpfe so gestalten, dass es eher lernenden Charakter hat. Ich habe es auch mal angedacht und schnell wieder verworfen. Ich bin eher ein Mittelfußläufer und fahre soweit gut damit. |
Alarm
Wir bekommen Besuch. Vorwarnzeit 20 Stunden. Ich muss noch eine dringende Arbeit erledigen. Meine Frau ist auch unabkömmlich.
Das wird spassig heute.
17.7.07 08:55 verlinken / 5 Kommentar(e) / kommentieren
| Manu / Website (17.7.07 09:02) Isses schon wieder so weit? ![]() Ich wünsch’ Euch frohe Chaostage, auf dass die Zeit wie im Flug vergeht. Wenn ich gleich dazu komme, versuche ich die Kilometer in Deine Tabelle einzutragen. Mal sehen, ob ich das hinbekomme. Gruß, Manu |
| Uli (17.7.07 09:04) Jaja, wie schnell doch ein Jahr verght Zur Tabelle: Manu, Du schaffst das! Ganz bestimmt! Beachte bitte auch das wunderschöne Diagramm auf dem zweiten Tabellenblatt. Ach, Excel ist schön. |
| Hase / Website (17.7.07 10:26) Uli, du tust mir LEID. Ganz ehrlich, ganz aufrichtig und ohne jegliche Ironie. |
| Kerstin / Website (17.7.07 14:02) Wow! Na dann viel Erfolg beim Stressmanagement! Diesmal weisst du wenigstens, dass du nicht kochen musst. Einfach eine Obstschale hinstellen geht doch viel schneller. |
Helmut (17.7.07 16:31) Is es schon wieder soweit? Bleiben die diesesmal auch bis Sonntag? Dann weiß ich jetzt auch warum Du am Samstag in Immenstadt bist cu Helmut |
Und es war Sommer
Heute war ich mal wieder mit Peter zum Laufen verabredet. Weil der ein Augenoptik-Geschäft betreibt, das am Mittag zwei Stunden geschlossen ist, liegt nichts näher (für ihn) als in der Zeit Sport zu treiben.
Trotz des schwülen und heißen Sommerwetters ließ ich mich darauf ein, weil Peter derzeit am Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankt ist und nach eigener Angabe nicht sehr viel schneller laufen kann als einen sechs-Minuten-Schnitt. Genau richtig also für mich.
Aber, um es kurz zu machen, aus dem Sechser Schnitt wurde ein 5:20er, das bei 160 Höhenmetern und 30°. Ich bin geschmolzen und habe versucht, eine freundliche Miene aufzusetzen, während Peter locker dahintrabte und die verschiedensten Geschichten zum Besten gab.
Ist schon seltsam, wie unterschiedlich die Menschen mit Hitze umgehen beziehungsweise diese vertragen. Für mich ist das eine Katastrophe (läuferisch), Peter ist da so richtig in seinem Element.
Ich kann nur hoffen, dass es in Berlin vernünftige Temperaturen hat.
19.7.07 15:09 verlinken / 1 Kommentar(e) / kommentieren
Hase / Website (19.7.07 17:44) Also wenn du bei der Hitze und dem Höhenprofil einen 5:20er Schnitt laufen kannst, dann kann es ja soooo schlimm nicht gewesen sein
Ich mag Wärme. Es soll in Berlin schönes Wetter haben, jawohl. Keine schmuddeligen 10° oder so. Hier in England hats übrigens heute Sonne und angenehme 24°, das find ich perfekt |
Horror
Spätestens nach dem gestrigen Kinobesuch weiß ich, dass ich, falls ich einmal Amerika besuchen sollte, nie, niemals, never in einem Motel nächtigen werde. Entweder man dient als lebende Organbank (”Fleisch”) oder wird das Opfer eines schizophrenen Norman Bates (”Psycho”). In “Motel”, dem neuesten Erfahrungsbericht von drüben, ergeht es den Übernachtungsgästen auch nicht viel besser. Im Kino ist das ja recht spannend aber live möchte man das nicht erleben. Wie gut, dass es sich in Deutschland so sicher lebt.
Helmut hat seinen Triathlon in Immenstadt erfolgreich gefinished. Ich war live vor Ort und konnte nicht nur ihn sondern auch zwei Vereinskollegen anfeuern. Es war ein schöner Wettkampf, mal sehen, vielleicht wäre das nächstes Jahr was für mich. Die Randerscheinungen allerdings waren traurig und mahnen einen, sich doch immer wieder in Erinnerung zu rufen, dass es Sport ist und nicht mehr. Dass man Verantwortung trägt für andere und es manchmal besser ist, zurück zu stecken. Ich weiß nicht, wie der Unfall zustande kam, vielleicht konnte keiner was dafür. Aber bei einem Wettkampf sein Leben zu lassen ist tragisch und für die Angehörigen furchtbar.
Meine Achillessehnenprobleme schrumpfen in diesem Zusammenhang auf ein normales Maß. Immerhin kann ich laufen, gestern zum Beispiel 16 Kilometer. Und da bin ich in der bloggenden Berlin-Vorbereitungs-Truppe (Manu, Hase, Charly) schon in einer glücklichen Position.
23.7.07 10:55 verlinken / 4 Kommentar(e) / kommentieren
| Hase / Website (23.7.07 11:05) Wie bereits gesagt: ALLES wird gut. Alle werden wir wunderbar in Berlin hoppeln, äh, laufen. Du, Manu, Charly und ich. Das wird arg nice |
| Manu / Website (23.7.07 11:34) Moin Uli, ich muss mal lesen, was denn da nun passiert ist. Wer ist wie und wo woran gestorben? Im Wasser, beim Radeln oder Laufen? Wie auch immer, das ist furchtbar, bisher blieben doch Triathlon-Veranstaltungen wundersamerweise von solchen Meldungen verschon`t, oder? Wohl auch, weil die Startfelder halt nicht so riesig sind wie bei den großen Laufevents, wo das nun allmählich schon Standard ist ![]() Und in Berlin wird’s fein, da bin ich auch ganz optimistisch! Meine Umknickung war ja nur eine Schrecksekunde, ich habe wohl bombenfeste Bänder und Sehnen, kurz Zähne zusammengebissen, weitergelaufen, nichts mehr gespürt. Und ich habe immer noch nichts eingetragen, weil ich zu faul bin, so viel nachzutragen. Aber vielleicht raffe ich mich ja heute auf!!! So akribisch mit Puls und so und Höhenmetern werte ich das aber nicht aus! Bin doch kein Profi! |
| Kerstin / Website (23.7.07 14:44) Also, ich hab schon in sehr vielen Motels uebernachtet und hatte nie Probleme… |
Charly / Website (25.7.07 13:13) Mich hat das auch ganz schön betroffen gemacht, dass bei dem Triathlon ein Athlet gestorben ist. Das ist heftig. Irgendjemand hat da einen Fehler gemacht. So wie es aussieht, wurde ein langsamer Radler links und rechts gleichzeitig überholt. Vielleicht ist der erschrocken und hat das Rad verrissen auf die andere Seite, aber da war auch schon wieder einer. Das ist hart. Trotz Helm. Meine Güte. |
9½ Wochen
So langsam wird es ernst mit der Vorbereitung für den Marathon. Nach meiner lästigen Erkältung mit fast dreiwöchiger Sportabstinenz versuche ich derzeit, mein Trainingspensum langsam wieder auf ein entsprechendes Niveau zu heben. Die letzten beiden Wochen mit jeweils drei Laufeinheiten, diese und nächste Woche mit je vier. Jeweils am Wochenende ein längerer Lauf mit steigender Kilometeranzahl, so dass ich Ende nächster Woche auf einen 25-Kilometer-Lauf komme.
Die folgenden acht Wochen werde ich mich an Greif orientieren, wobei ich nicht die Umfänge trainieren werde, die er vorgibt, schon aus zeitlichen Gründen. Mal sehen, wie oft ich es schaffe, fünf Einheiten pro Woche durchzuziehen, die dann aber teilweise gekürzt werden. Das scheint mir sinnvoller zu sein, als, wie beim letzten Mal, vier mal pro Woche zu trainieren, dafür aber genau die Vorgaben vom Meister einzuhalten.
Ganz besonders freue ich mich auf die 35 Kilometer, die ich schon vorhabe mehrmals zu laufen. Die regenerativen Läufe werde ich vielleicht durch eine Radausfahrt ersetzen. Scheint mir jedenfalls geeigneter und ich habe damit auch schon gute Erfahrungen gemacht was den Trainingseffekt angeht. Abhängig ist das Ganze natürlich auch von meiner Achillessehne, die nach wie vor schmerzt. Momentan habe ich aber das Gefühl, dass ich sie im Griff habe.
Als nächstes Highlight steht ja am kommenden Wochenende das Mainburger 24-Stunden-Schwimmen an. Meine zu erbringende Minimalleistung habe ich zum Glück auf sechs Kilometer herunterhandeln können. Aber auch das ist ambitioniert genug bei meinem derzeitig nicht existierenden Trainingszustand. Aber es wird schon Spaß machen, zumal meine Frau und die Ziehtochter auch beteiligt sind (in einer anderen Mannschaft). Das Rahmenprogramm gibt schließlich auch was her.
Ansonsten amüsiere ich mich über das Trauerspiel in Frankreich. Jeden Tag neue Überraschungen, Anschuldigungen und Ausflüchte, die an Lächerlichkeit nicht zu überbieten sind. Besser als jeder Krimi. Ob die beiden Jungs an der Spitze der Wertung am Sonntag noch im Rennen sind? Steht der Sieger am Sonntag fest oder muss man noch ein paar Monate warten? Fährt man überhaupt bis Sonntag? Wen erwischt es als nächsten? Viele spannende Fragen, da interessiert es doch fast nicht, wie eine Etappe verläuft.
25.7.07 11:53 verlinken / 25 Kommentar(e) / kommentieren
| Manu / Website (25.7.07 12:07) Hey, Du steigst ja jetzt richtig ein! Und Du >b>freust>/b> Dich aug 35 km Läufe??? Das ist ja hochgradig unverschämt! Tja, ich habe zwar im Kilometerspiel ganz toll “2. Wo MV Berlin” stehen – aber eine gezielte Vorbereitung wird das wohl nicht werden. Ich habe ja noch nicht mal Schuhe! Also keine, die ich anziehen möchte in Berlin, und normalerweise weiß ich bei Beginn der Vorbereitung, in welchem Modell ich laufe. Diesmal nicht, der alte DS Trainer ist fertig mit der Welt, der neue eine Enttäuschung…hach ja, das sind existentielle Sorgen:-)Wo und wann und wie treffen wir uns eigentlich? Die Frage geht natürlich auch an Hase und Charly, es sind ja nur noch neuneinhalb Wochen, da muss man mal die Details erörtern!!! Auf so ein Riesen-Foren-Treffen habe ich eigentlich gar keine Lust, Ihr? Da kann man meist doch kaum sein eigenes Wort verstehen. Gruß Manu |
| Manu / Website (25.7.07 12:08) Mist, das war ja wohl nix mit HTML, wie sieht das denn aus? Das kommt von zu viel Eile! |
| Uli (25.7.07 12:15) Nein, Forentreffen definitiv nicht, da ich die allermeisten sowieso nicht kenne. Es sieht wohl so aus, dass wir erst am Samstag anreisen (gegen Mittag). Am späten Nachmittag in einem schnuckligen und kinderfreundlichen Lokal ein paar Nudeln verdrücken? Oder erst nach dem Lauf treffen? Marathonmesse ist wegen Überfüllung wohl auch nicht so prickelnd. Und die Nudelparty lasse ich ganz bestimmt aus. Die Nudeln beim letzten Mal waren , freundlich ausgedrückt.Macht mal Vorschläge. |
| Manu / Website (25.7.07 12:50) Nää, bloß keine Nudelparty! Was unprickelnderes gibt’s wirklich nicht. Ich war früher mal bei den Hamburg-Marathons dabei – schrecklich, da saßen überwiegend die nach Dport-Lavit stinkenden Zausels rum und stopften sich in Kasernenatmosphäre ihre matschigen Nudeln rein. Später nachmittag -kinderfreundliches Lokal – das liest sich nett, da bin ich dabei! Kennt wer eins??? ![]() Wir reisen ja schon Freitags an, werden an dem Tag dann auch die Startunterlagen abholen und evtl. mache ich dann diesen samstäglichen Frühstückslauf mit. Ist so zum Beine vertreten eigentlich okay, darf natürlich nur ganz gemütlich im Wohlfühl-Modus sein. Nach dem Marathon könne wir dann ja schauen, wie’s uns geht! Ein bisschen kannst Du ja vielleicht auf uns warten! Wir wohnen übrigens mittendrin …hach, ich freu mich schon! |
| Hase / Website (25.7.07 12:59) Hallo, Hase ist auch da Mensch Uli, du hast dir ja was vorgenommen – ich bin beeindruckt. Mehrere 35-km-Läufe ? Ich bin neidisch. Das werd ich nicht schaffen. Ich würd jetzt auch sooooo gerne wieder an jedem Wochenende einen richtig schönen langen lauf machen, so wie ich das liebe, aber ick trau mir nicht (das war jetzt versuchtes (!!) Berlinerisch). Ich hab im Kopf so eine Angst davor, dass der Schmerz wieder durchbricht, da mach ich lieber noch langsam…. ja, und mein hasenmann wird an diesem Wochenende wohl auch keinen 35er laufen, wie ihr wisst.Wird schon werden, und deine A-Sehne wird halten, ganz bestimmt !Was unser Treffen betrifft – ich bin auch gegen ein großes LA-Treffen. Ich möchte nur dich und Manu treffen, das reicht mir ![]() Charly, was meinst du ? Sag doch auch mal was !!Reist ihr beide denn mit Familie an ? Manu, du schon, gell ? |
| Uli (25.7.07 13:03) So ganz sicher ist es noch nicht, ob wir den Kleinen mit zum Marathon nehmen, weil das bei einem knapp Vierjährigen doch einigermaßen anstrengend ist. Der hat ja schon einen ausgeprägten eigenen Willen und sooo spannend ist ein Marathonlauf eben auch nicht. Vermutlich lassen wir ihn bei den Großeltern in Halle und holen ihn So/Mo wieder ab. |
| Manu / Website (25.7.07 13:06) HalLo Hase, das wird schon mit den langen Läufen, bei Dir und bei Charly auch. Klar, nicht jetzt sofort, aber Du kannst ja auf alle Fälle vorsichtig die Länge steigern, bist dann vielleicht Mitte/Ende August schon wieder bei 2 Stunden. Und in den ersten beiden Septemberwochen schaust Du einfach, was geht. Charly hat ja eh die Grundlagen, und wenn er in Berlin nur gemütlich läuft, braucht er bestimmt kaum was dafür zu tun. Ich beschränke mich auf maximal 30 km, maximal einmal – das muss reichen. Die anderen Langen dann bis 28 bzw. 29 km. Und ja, ich reise mit Stefan und David an, wahrscheinlich kommt auch Sonia mit. |
| Charly / Website (25.7.07 13:15) Ne, auf LA hab ich absolut keinen Bock. Ich hab zu den LA Leuten einfach keinen Bezug und die Meisten können mir sowieso gestohlen bleiben. Lieber ein kleines, feines Treffen, mit Leuten, auf die man sich freut |
| Hase / Website (25.7.07 13:22) Ja schön ![]() Dann lasst uns doch alle zusammen, also wir vier mit Anhang (wobei mein Anhang ja Charly ist und ich bin Charlys Anhang ) am Vorabend schön etwas essen gehen zusammen ? Wie wär das ?Ich würde eventuell noch meinen besten Freund Markus mitbringen, bei dem wir in Berlin untergebracht sind. Der ist schwul Warum erzähle ich euch das jetzt ? Weiß auch nicht, auf jeden Fall freue ich mich ! ![]() |
| Manu / Website (25.7.07 13:43) Dann müssten wir aber wirklich ganz früh abends essen, denn David ist spätestens um 20 Uhr bettreif. Vielleicht dann doch eher am späteren Nachmittag? Ich denke nämlich, Sonia hat auch keinen großen Bock, babyzusitten. Wo ich das jetzt so lese, dass Du ohne Konstantin anreist, Uli, bin ich ja auch schon am Überlegen, ob wir den Kleinen wohl bei Oma u. Opa unterbringen können….aber bis dahin müsste er erstmal ganz abgestillt sein (ist dieser Bengel ja immer noch nicht) und er müsste schon ein, zweimal probeübernachtet haben. Und dann mache ich mir womöglich während der ganzen Zeit in Berlin Sorgen, wie’s so klappt in Mülheim bei den Großeltern…naja, und wenn wir ihn dabei haben, sind wir doch etwas an seinen Rhythmus gebunden…schaun mam ma… |
| Uli (25.7.07 13:48) Ach ja, die Kinderlein! Mit Konstantin ist das ja auch so eine Sache. Wenn wir uns von den Großeltern verabschieden, brüllt er herzerweichend, weil er nicht dableiben möchte. Fünf Minuten nach Abfahrt ist das aber meistens erledigt. Ich bin vom Kindergarten ja abgehärtet (ist dort inzwischen nicht mehr so), aber Kerstin (meine Frau) hat da natürlich die mütterlichen Gewissensbisse – wie Du eben auch. Also, Testphase läuft. |
| Hase / Website (25.7.07 13:51) Nachmittags ist natürlich auch total ok – wir sind da völlig flexibel und passen uns gerne den Zwockeleltern an Kennt ihr euch eigentlich schon persönlich, Manu und Uli ?Und wann reist ihr an und wann wieder ab ? |
| Uli (25.7.07 13:55) Was sind denn “Zwockeleltern”? Manu, wann haben wir uns das letzte (und einzige) Mal gesehen? Damals in Kaufbeuren, 1999 oder so? Jaja, so lange kennen wir uns schon!Wir bleiben noch den Rest der Woche in Berlin bei der Schwägerin, die hat nämlich einen runden Geburtstag. Und selbst? |
| Manu / Website (25.7.07 13:57) Naja, “kennen” ist vielleicht zuviel gesagt, aber wir haben uns schon mal leibhaftig gesehen! Wobei Uli mich ganz schön hat warten lassen , ich dachte schon, der hat mich versetzt – aber irgendwas war da passiert, Auto liegengebliebn oder sowas? Uli, erinnerst Du Dich noch dran? Und abreisen werden wir Montags, im Laufe des Vormittags auschecken und dann mal sehen, wann wir Richtung Wuppertal aufbrechen! |
| Uli (25.7.07 14:00) Jetzt, wo Du es sagst. Peinlich, peinlich. Die alte Karre selig. |
| Hase / Website (25.7.07 14:17) Na ja, Zwockeleltern sind Eltern, die für so süße kleine Zwockel wie die euren verantwortlich sind In Kaufbeuren habt ihr euch getroffen ? Das ist aber arg nice, Kaufbeuren mag ich Charly und ich sind uns noch nicht so ganz einig, wie lange wir in Berlin bleiben und wie wir da überhaupt hinkommen etc. Aber wir werden da sein, soviel ist sicher ! |
| Hase / Website (25.7.07 14:20) Ich komm jetzt hier aus dem Lachen gar nicht mehr raus wegen der “ZWOCKELELTERN” |
| Charly / Website (25.7.07 16:51) Zwockeleltern ![]() Hab ich auch noch nie gehört. |
| Hase / Website (25.7.07 17:50) Zwockel ist fei ein durchaus positives, liebes Wort. Immer, wenn ich Fotos von Klein-David sehe, denke ich mir: hach, was für ein total süßer kleiner Zwockel ! |
| Manu / Website (25.7.07 21:32) Ich finde das Wort auch total klasse! Ich liebe neue, schöne Wörter, und Zwockel ist ab jetzt eines meiner Lieblingswörter. Mein kleiner Zwockel liegt jetzt selig in der Heia, hoffentlich zwockelt er durch bis morgen früh! |
| Hase / Website (26.7.07 08:18) *freu* |
| Uli (26.7.07 08:56) Also, ich finde Zwockel ist für meinen Junior nicht mehr so passend. Wo er doch schon ein großer Junge ist, wie er immer betont. |
| Hase / Website (26.7.07 09:17) Ach so, Uli. Ja, in diesem Fall muss man den Willen des Zwockels, äh, des großen Juniors natürlich respektieren, das seh ich ein .Wobei ich ihn schon auch sehr zwockelig fand, auf dem Foto, das ich mal von ihm gesehen habe Öhm – worum ging es hier nochmal, ursprünglich ? Ach ja richtig, um den Berlin-Marathon ! ![]() |
| Uli (26.7.07 09:25) Eine Geschichte am Rande (speziell für Hasen): Neulich fuhren wir bei der Feuerwehr vorbei, wo die Drehleiter auf dem Hof stand. Feuerwehr ist zur Zeit das Thema. Ich machte meinen Sohn darauf aufmerksam, worauf er ganz gelangweilt hinschaute und zur Kenntnis nahm: ein Feuerwehrauto halt, ja und? Ich bemerkte dazu, dass er ja schon ein alter Hase sei, was Feuerwehr angehe. Die Antwort war (im beleidigten Ton): “Ich bin kein Hase! Ich bin ein Junge. Hasen essen Möhren. Ich bin noch nicht alt so alt wie Du.” Merke: Für große Jungs ist Hase offensichtlich eine Beleidigung. |
Hase / Website (26.7.07 10:30) Hihi – wie putzig ![]() Dein Sohn ist eben kein Hase, sondern doch ein Zwockel ![]() |
Schwach anfangen …
… und dann stark nachlassen war das Motto für mich beim 5. Mainburger 24-Stunden-Schwimmen dieses Wochenende. 456 Teilnehmer bedeuteten einen neuen Rekord wie auch die insgesmt von allen zurückgelegte Strecke von 3750 km. Das ist in etwa so weit wie von Rotterdam über Rhein-Main-Main-Donau-Kanal-Donau ins Schwarze Meer.
Mitten drin der kleine Uli mit immerhin sieben Trainingseinheiten seit Januar – also einer praktisch nicht existenten Schwimmform. Deshalb durfte ich auch in der zweiten Mannschaft unseres Vereins schwimmen mit der Vorgabe von insgesamt sechs Kilometern.
Wie läuft das nun ab?
Man meldet sich an (als bis zu 12-köpfige Mannschaft, Familie oder Einzelperson) und von Samstag 11 Uhr bis Sonntag 11 Uhr hat man dann Zeit, so oft und lange zu schwimmen wie man kann oder möchte. Die Offiziellen am Beckenrand führen eine Strichliste, um die zurückgelegte Strecke zu dokumentieren. Am Schluss wird alles zusammengezählt und man erhält eine Urkunde und eine Medaille (oder auch nicht). Zeit wird natürlich keine gemessen, es zählen einzig und allein die zurückgelegten Kilometer.
1. Akt der Vorstellung des Ulrich, Beginn Samstag 14:30 Uhr.
Mit der Erinnerung im Kopf, dass ich früher mal 35 Minuten für zwei Kilometer benötigte, wenn ich locker schwamm, ging es gleich recht zügig zur Sache. Das sollte sich als fatal herausstellen, denn die ersten 1000 Meter waren zwar in rund 19 Minuten noch recht passabel. Für die zweiten benötigte ich deutlich länger, so dass am Ende 41 selbstgestoppte Minuten herauskamen. Schlimmer war aber, dass meine Arme absolut leer waren, so wie ich es noch nie erlebt habe. Das konnte ja heiter werden. Irgendwie schaffte ich es, mich auf den Beckenrand zu wuchten und anschließend meine geschwommenen Kilometer im Mannschaftszelt fürs Protokoll bekannt zu geben. Die anderen waren alle nicht unter drei Kilometer geblieben.
2. Akt: Beginn Samstag, 18:00 Uhr.
Nach Beaufsichtigung unseres Kleinen, während meine Frau schwamm und die Ziehtochter ihre fünf Kilometer vollendete, durfte ich wieder ran. Neue Taktik, neues Glück. Die Uhr lief nur noch zu Kontrollzwecken mit. Alle 400 Meter Zwischenzeit gestoppt und somit die Gesamtstrecke in überschaubare Etappen zerstückelt. Die Geschwindigkeit pendelte sich auf 9 bis 9:30 Minuten pro 400 m ein, ein Tempo, das zwar lächerlich ist aber hier recht verträglich war. So schaffte ich weitere zwei Kilometer (wobei nur 1900 gewertet wurden), ohne Kräftemäßig am Ende zu sein. Die Kälte war nun eher das Problem sowie sich nach und nach verstärkende Schmerzen am Hand- und Sprunggelenk.
3. Akt: Beginn Samstag 23:00 Uhr.
Der Sohnemann war ins Bett gefallen, nachdem er sich im Freibad endgültig verausgabt hatte. Meine Frau schlummerte auch schon, so dass ich in Ruhe die nächste Runde angehen konnte. Trotz des von der Feuerwehr aufgestellten Flutlichtmasten entwickelte das Schwimmen in der Dunkelheit einen eigenen Reiz. Die Musik der Disco wurde aus Lärmschutzgründen beendet, es war nun still und die Schwimmer zogen ruhig ihre Bahnen.
Meinen Rhythmus von rund neuneinhalb Minuten hielt ich bei, wie von einem Autopiloten eingestellt. Seltsamerweise ging es immer leichter. Keine Schmerzen mehr, Kräftemäßig kein Problem. Nach etwa zwei Kilometern setzte ein heftiger Regen ein, der kälter als das Wasser im Schwimmbecken war, und mir den Rücken kühlte. Schwimmen im Regen ist auch etwas eigenartig, wie ich finde.
Nach drei Kilometern beendete ich diesen Akt, weil ich steif gefroren war. Ich wuchtete mich aus dem Becken und wacklig wie ein Fohlen bei seinen ersten Schritten nahm ich meinen Schwimmzettel entgegen. Der Rest der Mannschaft hatte beim einsetzenden Regen fluchtartig das Feld geräumt. Zum Glück, denn ich war nun froh, ins Bett zu kommen und mich an meiner Frau zu wärmen. Die aber war nicht so begeistert, meine kalten Gräten an ihrem Leib zu spüren. Verrückt fand sie mich vorher schon.
4. Akt, Sonntag 9:30 Uhr.
Lust hatte ich keine mehr. Nicht nur das, es war ein richtiger Widerwillen davor, in das kalte Wasser zu springen. Dazu kam ein sehr heftiger Muskelkater in den Armen und der Schulter. Susi empfing mich mit den Worten: “Hey, super, dass Du noch kommst, wir haben 900 m Vorsprung vor dem vierten Platz!”
Was bleibt da anderes übrig, als sich umzuziehen und ins Nasse zu hüpfen. Dieser Akt war dann, dank der erholsamen Nacht (unser Kleiner hatte uns freundlicherweise bis um acht Uhr schlafen lassen) und eines üppigen Frühstücks, der leichteste.
Das Tempo war mit neun Minuten pro 400 Meter sogar etwas zügiger. Nun hatte ich den Ehrgeiz, doch noch die zehn Kilometer voll zu machen. Doch nach zwei Kilometern der Blick auf die Uhr – 10:40 Uhr, nur noch 20 Minuten. Normal kein Problem, in dieser Zeit 1000 m runterzupaddeln. Aber 2,5 mal 9 Minuten ergibt nun mal mehr als 20 Minuten. So beschloss ich, es bei 2600 m gut sein zu lassen. Macht insgesamt 9500 offiziell geschwommene Meter. Das reichte für Platz 15 von 24 in der Triathlon-Vereinswertung. Unser bester Mann hatte über 24 km zu Buche stehen, gefolgt von der besten Frau mit über 22 km.
Unsere Mannschaft erreichte Platz drei mit 117 km, Platz zwei ging mit 170 km an die erste Mannschaft. Die Sieger hatten über 240 km.
Der beste Mann insgesamt schwamm sagenhafte 51,9 km, die beste Frau über 40 km. Verständlich, dass beide bei der Siegerehrung nicht mehr anwesend waren.
Zusammenfassend kann man sagen:
Eine sehr schöne Veranstaltung für die ganze Familie mit viel Rahmenprogramm, sagenhaftem Preis-Leistungsverhältnis (5 € Gebühr), einwandfreier Organisation. Das Schwimmen ohne Zeitdruck macht Spaß und es ist erstaunlich, wie weit man auch ohne Training an einem Tag kommen kann. Und nächstes Jahr wird vorher trainiert, versprochen.
29.7.07 21:15 verlinken / 8 Kommentar(e) / kommentieren
| Manu / Website (29.7.07 21:43) Ja, so eine Veranstaltung hat seinen eigenen Reiz, und ich ziehe echt den Hut vor Deiner Leistung und finde Dich enorm schnell! Okay, Lob von einer Bleiente wirst Du natürlich nicht überbewerten, aber ist ehrlich gemeint! ![]() Leute, die 40 bzw. 50 km schwimmen in der Zeit sind mir irgendwie genauso unheimlich, wie Sahara- oder Antarktisläufer. Unvorstellbar halt. So sind wir also beide mächtig nass geworden am Wocheende, ich auch, obwohl ich nur im Wald “geschwommen” bin! Gruß Manu |
| Helmut (30.7.07 06:30) Tja Uli: Wenn man es kann, kann man es halt. Es braucht nicht so viel und man kommt wieder rein. Am Besten gefallen hat mir allerdings die Stelle im Bericht, wo Du 41min für 2km gebraucht hast. Das reicht nicht mein Lieber |
| Max / Website (30.7.07 09:30) Bin früher immer mit einer Triathletin Rad gefahren. – Als sie mir dann erzählte, dass sie auch gerne so lange Strecken schwimmt (einmal 52 km und damit mal Münsteraner Meisterin wurde) fand ich das schon recht komisch. – Aber ich lerne ja noch … |
| Kerstin / Website (30.7.07 11:22) Wow! Ohne Training fast 10 km schwimmen! Wahnsinn! Hochachtung, dass du immer wieder in Wasser gesprungen bist! Und von den Zeiten kann man als Brustschwimmerin ja nur traeumen (100 yard in 1:55 beim Triathlon am Samstag) |
| Hase / Website (31.7.07 09:40) Boah. Ich finds irre. Mach dich mal nicht selber so runter, Uli – ich finde das eine beachtliche Leistung, die du da gebracht hast. Vor allem kann ich deinen Widerwillen, nach einer Weile wieder erneut ins kalte Wasser zu springen, irgendwie soooo gut nachvollziehen….. Alleine das Kozept des 24-h-Schwimmens macht mich ja schon völlig fertig ![]() Das haste klasse gemacht Zum Schwimmen im Regen fällt mir auch noch ein Anekdötchen ein – ich persönlich gehe ja immer dann am liebsten in unser Montbarder Schwimmbad, wenn es regnet. Weil ich weiß, daß ich das (angenehm beheizte!) Außenbecken dann garantiert für mich alleine habe. Die Leute scheinen irgendwie einen Horror davor zu haben, beim Schwimmen vom Regen nass zu werden ![]() |
| Charly / Website (31.7.07 14:13) Kreisch: 24 Stunden schwimmen. Zu Hülf Ne danke, das ist nix für mich. Ich staune Bauklötze über eure Leistungen. Der Hammer Respekt Super |
| Uli / Website (1.8.07 09:33) Ach, das ist auch nicht verrückter als 6 Stunden (oder gar 24) im Kreis zu laufen … |
Hase / Website (1.8.07 11:02) Doch. Ist es ![]() |
Also, ich kenne weder Hans noch Kurt, aber ich drücke kräftig mit !



Zur Tabelle: Manu, Du schaffst das! Ganz bestimmt! Beachte bitte auch das wunderschöne Diagramm auf dem zweiten Tabellenblatt. Ach, Excel ist schön.

Also keine, die ich anziehen möchte in Berlin, und normalerweise weiß ich bei Beginn der Vorbereitung, in welchem Modell ich laufe. Diesmal nicht, der alte DS Trainer ist fertig mit der Welt, der neue eine Enttäuschung…hach ja, das sind existentielle Sorgen:-)
, freundlich ausgedrückt.
(das war jetzt versuchtes (!!) Berlinerisch). Ich hab im Kopf so eine Angst davor, dass der Schmerz wieder durchbricht, da mach ich lieber noch langsam…. ja, und mein hasenmann wird an diesem Wochenende wohl auch keinen 35er laufen, wie ihr wisst.
Weiß auch nicht, auf jeden Fall freue ich mich ! 
Zum Schwimmen im Regen fällt mir auch noch ein Anekdötchen ein – ich persönlich gehe ja immer dann am liebsten in unser Montbarder Schwimmbad, wenn es regnet. Weil ich weiß, daß ich das (angenehm beheizte!) Außenbecken dann garantiert für mich alleine habe. Die Leute scheinen irgendwie einen Horror davor zu haben, beim Schwimmen vom Regen nass zu werden 
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