Das war nix

11 02 2007

Sonniges Frühlingswetter lud heute wieder zu einem ausgesprochenen Winterlauf ein. Ich war mit Lars angereist, der mehrmals sein Erstaunen über die für Ismaninger Verhältnisse ausgesprochen guten Bedingungen kundtat.
Erstes Highlight – beim Forumstreffen vor dem Startbanner waren wir diesmal zu dritt. Lizzy hatte sich eingefunden und plauschte ein wenig mit uns aus der Zugereisten-Niederbayern-Fraktion.
Wenig später Einlaufen mit Peter und Anita. Hier verkündete ich meine Taktik, nämlich im normalen Halbmarathon-Tempo loszulaufen und dann zu sehen, wie weit es reichen würde. Anita glaubte mir natürlich kein Wort, nachdem ich beim letzten Mal 10 Sekunden im Schnitt schneller war als angekündigt. Also konterte sie, dass sie sich heute hinter mich klemmen wolle.
So spazierten wir beide zum gut gefüllten Startfeld. Und es lief wieder Erwarten recht gut. Die ersten Kilometer in einem 4:40er Schnitt und das sehr konstant. Das einzige was nicht so recht funktionierte war mein Forerunner. An dem hatte ich nämlich vor Kurzem herumgedrückt, um mir über die Fahrradeinstellungen Klarheit zu verschaffen. Nun zeigte er mir die Geschwindigkeit in km/h an, ohne Zwischenzeiten. Also musste ich nun doch wieder Kopfrechnen.
Ab 6 Kilometer wurde es beschwerlicher. Anita war an mir vorbei gezogen und lief nun ein paar Meter vor mir. Bei km 8 war ich mir sicher, dass ich das Tempo nicht durchhalten würde. Also verlangsamte ich auf 4:52, was sich aber nach 10 km als immer noch nicht ausreichend herausstellte.
Okay, dann eben kontrollierte Defensive, wird es halt ein LSD-Lauf, eine Long-Slow-Distance. Nun war es gut, dass die Uhr außer der Gesamtzeit nichts Brauchbares anzeigte. Vermutlich befindet sich unter der Isar ein schwarzes Loch, so kam es mir jedenfalls vor. Die Beine wurden zunehmend schwerer und immer mehr Läufer überholten mich. 11 Kilometer können sich ganz schön ziehen, vor allem wenn man so langsam unterwegs ist. Aber irgendwann kommt auch eine lahme Schnecke ins Ziel, für mich dauerte das quälend lange 1:48 Stunden.
Und was lerne ich daraus? Zwei Wochen Bronchitis und Ohrenentzündung verbunden mit dem entsprechenden Trainingsausfall kosten doch einiges an Kraft. So einen Halbmarathon läuft man eben auch nicht so aus dem Nichts, insofern wäre es vielleicht sinnvoller gewesen, heute komplett eine LSD zu Hause zu laufen, ohne Wettkampfcharakter.
Immerhin hat es in der Cup-Wertung der drei Läufe zu einem 88. Platz (von 178) gereicht, also ziemlich genau Mittelfeld. Das wiederum ist ganz normal für mich und somit kein Grund zur Beunruhigung. Außerdem habe ich im Winter drei Läufe durchgezogen, was in meiner Läuferkarriere ein Novum ist.
Es ist Mitte Februar, der Frühling kann kommen!

Nachtrag: Anita kam nch 1:39:58 ins Ziel, ihr Holder, Peter, taucht in der Ergebnisliste nicht auf. So wie es aussieht, hat er sich direkt ins Krankenbett verabschiedet. Gute Besserung.


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