Hubert Aiwanger???
Ist im Moment Wahlkampf? Habe ich da was verpasst? Auf meinem Tempodauerlauf gestern Abend grinste mir alle paar hundert Meter ein schlecht rasierter, junger und sicherlich dynamischer Nachwuchspolitiker von einem Werbeplakat. Sein Name? Hubert Aiwanger. Seines Zeichens Landeschef der freien Wähler in Bayern. Er kündigt an, demnächst beim Gillamoosauftakt zu sprechen. Das ist ein größeres Volksfest hier in der Region mit einer Veranstaltung à la Politischer Aschermittwoch. Dort sprechen dann in diesem Jahr Roland Koch (CDU), Bärbel Höhn (Grüne), Rainer Brüderle (FDP) und Florian Pronold (SPD). Alles gestandene Politiker mit zum Teil bundesweitem Bekanntheitsgrad.
Und dann noch Hubert Aiwanger. Hoffentlich besser rasiert, obwohl das in einem verrauchten Bierzelt wohl keinen sonderlich stören würde.
Heute stand in der Zeitung, was er für eine Botschaft verkündet. Er reist, im Gegensatz zu den anderen Rednern, nicht mit Chauffeur an (er wohnt allerdings auch nur 15 Minuten entfernt). Und er möchte in den Landtag, damit er nicht immer nur Bittbriefe schreiben muss, die dann im Regierungspapierkorb verschwinden.
Also doch Wahlkampf. Für die Wahlen in zwei Jahren. Insofern haben Hubert Aiwanger und ich Langstreckenläufer zumindest die Ausdauer gemeinsam.
30.8.06 08:50 verlinken / 1 Kommentar(e) / kommentieren
Meine Frau ist mit den Nerven am Ende. Der Grund ist der Kindergarten, den unser kleiner Sohn seit heute besucht. Jetzt sitzt sie deprimiert (sie hat Urlaub) vor ihrer Tasse Kaffee in der Küche und trauert der Zeit nach, wo der Kleine noch klein war und die Mama gebraucht hat. Heute zum Abschied hat er nur noch kurz gemeint, dass ich dableiben solle. Aber auch das hat sich, denke ich, gleich wieder gegeben. Ich bin gespannt, was er heute Mittag erzählt und vor allem, ob er morgen wieder gerne hin geht.
Ich sehe das wesentlich pragmatischer, typisch Mann halt. Endlich habe ich Zeit und Ruhe, mich meiner Arbeit zu widmen. Und darauf freue ich mich.
Bei solchen Ereignissen treten natürlich meine sportlichen Aktivitäten in den Hintergrund. So will ich nur kurz erwähnen, dass ich natürlich am Wochenende auch gelaufen bin. Insgesamt 31 km bei zwei Läufen.
4.9.06 08:39 verlinken / kommentieren
Zur Zeit bestimmt nur ein Thema unseren Tag – Wie macht man unserem Kleinen den Kindergarten schmackhaft.
Im Moment läuft es am Morgen folgendermaßen ab:
Aufstehen
Flasche trinken (macht er nach wie vor gerne)
er spielt mit seinen Autos
Anziehen
Rucksack packen
“ICH WILL NICHT IN DEN KINDERGARTEN!!!!”
Gefolgt von einem lautstarken Geheule, das sich vom Schuhe anziehen über die Fahrt zum Kiga bis zur Abgabe des Kindes in selbigem immer mehr steigert. Am Schluss brüllt er das ganze Haus zusammen und klammert sich wie ein Äffchen an mich. Das ist so herzzerreißend, dass meine Frau es erst gar nicht fertig bringt, uns zu begleiten. Ich drücke ihn dann meistens einer Erzieherin in die Hand und verlasse kurzentschlossen und mit einem furchtbar schlechten Gewissen den Kindergarten.
Angeblich beruhigt er sich aber sehr schnell, woran wir aber schon etwas zweifeln. Mehrmals am Tag sagt er mittlerweile, dass er nicht in den Kindergarten möchte. Wir sind nun schon ziemlich ratlos, was weiter zu tun ist. Noch haben wir die Hoffnung aber nicht aufgegeben, dass es sich demnächst doch bessert.
Gelaufen bin ich auch, aber wen interessiert das?
8.9.06 10:12 verlinken / 2 Kommentar(e) / kommentieren
In letzter Zeit geht’s bei uns drunter und drüber. Ständig kommen irgendwelche Leute auf Besuch. Ein Grillabend jagt den anderen. Der Kleine geht in den Kindergarten, was aber nicht rund läuft. Zudem habe ich jede Menge Arbeit, da zwei Projekte in die heiße Phase eintreten.
Kein Wunder also, dass ich nicht zum bloggen komme.
Darum gibt es nun einen kurzen Abriss, was sich die letzte Woche lauftechnisch getan hat. Tempodauerlauf und Tempoläufe waren okay. Wenngleich letztere etwas abgekürzt werden mussten, weil mein Darminhalt unbedingt an die frische Luft wollte . Ich hoffe, dass das Maisfeld nicht am nächsten Tag abgeerntet wurde.
Den langen Lauf verschob ich von Sonntag auf Montag, darum sind die Wochenkilometer relativ wenige.
Ja, und nun steht die letzte ernsthafte Trainingswoche an, bevor das Tapern für den Halbmarathon beginnt. Begonnen hat diese mit einem Laufworkshop, der mir allerdings nicht allzu viel Neues gebracht hat. Lediglich ein bisschen schlechtes Gewissen was die Dehnerei angeht. Das werde ich von nun an wieder mehr forcieren. Versprochen.
Mittlerweile habe ich auch so eine Art Rahmenplan im Kopf, wie die nächste Saison aussehen soll. Aber dazu werde ich erst nach dem Halbmarathon was schreiben. Ich möchte nämlich schon vorher sehen, wo ich stehe.
13.9.06 12:54 verlinken / kommentieren
So, der letzte lange Lauf ist vorbei. Wobei der nur 16,5 km lang war. Und nach sechs Stunden Gartenarbeit war ich auch eher lustlos und mit müden Beinen unterwegs. Aber macht nichts, irgendwie wird’s schon gut gehen nächsten Samstag. Zumal ich keinerlei Ambitionen auf eine Bestzeit habe und wirklich nur nach Gefühl laufen werde. Wenn ich überhaupt laufen werde.
Hä, wird sich jetzt vielleicht der eine oder andere fragen. Aber dummerweise werde ich in Kürze den Arzt aufsuchen, um abzuklären, was es mit dem dumpfen Schmerz im Ohr auf sich hat, der mich seit ein paar Tagen zunehmend quält. Verbunden mit dem ständigen Hintergrundrauschen und einem erhöhten Ruhepuls macht mir das doch etwas Sorgen.
Ich weiß, wie sich eine Mittelohrentzündung anfühlt, das möchte ich nicht unbedingt nochmals erleben. Wir werden also sehen, wie es weiter geht.
18.9.06 10:45 verlinken / 1 Kommentar(e) / kommentieren
Das Ohr ist nur leicht entzündet – das ist die gute Nachricht. Die schlechte die, dass ich mich schonen soll, will heißen mich mit Laufen zurückhalten soll. Das wollte ich zwar sowieso, wegen Tapering, aber nun gar nicht zu laufen war dann doch nicht beabsichtigt.
Nachdem ich nun den dritten Tag Ohrentropfen einträufle (was eher schmerzhaft ist) und nun keine Schmerzen mehr habe, werde ich heute ein kleines, lockeres Läufchen wagen, damit meine Beine nicht vergessen, was am Samstag auf sie wartet. Denn damit rechne ich immer noch fest.
Morgen steht noch mal ein Arztbesuch an, bei dem mir auch noch meine Blutwerte präsentiert werden. Wie immer wird vermutlich der Cholesterinwert zu hoch sein. Aber eigentlich erhoffe ich mir etwas Aufschluss über die dauernde Schlappheit der letzten Wochen. Übertraining kann es ja wohl nicht sein. Und ein niedriger Blutdruck ist mir als Erklärung auch zu dürftig.
Aber noch eine gute Nachricht gibt es. Der Kleine geht gerne in den Kindergarten! So gerne, dass er am Nachmittag gar nicht mehr nach Hause möchte. Uns ist ein Stein vom Herzen gefallen.
20.9.06 14:18 verlinken / 1 Kommentar(e) / kommentieren
Endlich ist es soweit, der Saisonabschluss naht. Morgen also Halbmarathon in Dingolfing. Start ist um 15:00 Uhr, es wird ziemlich warm, so 24° C und sonnig. Also nicht unbedingt mein Wetter. In Verbindung mit meiner grandiosen Vorbereitung verspricht es ein durchwachsener Wettkampf zu werden. Meine Motivation ist auch nicht gerade auf 100%. Warum ich das dann überhaupt mache?
Auf diese Frage weiß ich wie immer keine Antwort. Weil ich nun mal angemeldet bin. Und weil der Weg das Ziel ist. Ohne den Wettkampf hätte ich die letzten Wochen niemals doch relativ regelmäßig trainiert, vermutlich gar keinen Sport getrieben. Also ist es nur der Abschluss eines Wegabschnittes. Danach werden wir sehen, wohin die Reise weiter führt. Im Moment bin ich etwas ausgebrannt, was den Sport angeht. Aber irgendwas fällt mir für nächste Saison schon ein.
Die Blutwerte sind okay, bis auf den Cholesterinwert, wer hätte das gedacht. Und der Kreatininwert ist etwas zu hoch, aber nicht bedenklich. Keine Ahnung, was der aussagt. Das werde ich noch nachforschen. Der Doc hat mir empfohlen, ab morgen sportlich stark kürzer zu treten. Das hatte ich sowieso vor. Bis Ende Oktober ist Schmalkost angesagt. Und dann bin ich wieder hoch motiviert – zumindest bis zum üblichen Winter-Tief
22.9.06 20:59 verlinken / 1 Kommentar(e) / kommentieren
Das hast Du prima gemacht!
So kommentierte meine Frau die Nachricht von meinem höchst erfolgreichen Abschneiden beim Dingolfinger Halbmarathon. Zu Buche steht das zweite DNF in meiner Karriere, wenn man es negativ betrachtet. Positiv gesehen bin ich einen 10er gelaufen, wie viele andere beim gleichzeitig gewerteten Volkslauf auch.
Und das kam so:
Sonniges, warmes Wetter, etwas windig, aber gute Stimmung herrschte in Dingolfing. Vorab das Treffen mit Helmut, den ich nach Monatelangem E-Mail-Kontakt nun endlich auch mal live erleben durfte. Seine Nerven hatten sich inzwischen beruhigt und nun machte er mehr ein, sagen wir mal, nicht übermotivierten Eindruck. Vermutlich wirkte ich nicht wesentlich anders, denn richtig heiß auf den Wettkampf war ich nun wirklich nicht.
Pünktlich um drei war der Start und zunächst ging es darum, das Tempo zu finden. Das erste Kilometerschild verpasste ich, beim zweiten zeigte die Uhr 8:07. Das kann natürlich nicht sein, dann damit würde ich voll am Anschlag laufen, was aber definitiv bei Weitem nicht der Fall war. Der nächste Kilometer in 4:40, das passte schon eher. Jedoch, die Oberschenkel waren schwer und ich spürte, dass es heute nicht so locker laufen würde. Es folgten drei Kilometer in jeweils 4:29. Es kam mir recht langsam vor und es überraschte mich, dass es doch so schnell war. Die Temperaturen machten mir zu schaffen und die Lust, mich anzustrengen sank mehr und mehr. Der Zieldurchlauf nach der ersten Runde baute mich auch nicht auf. Kilometer sechs und sieben in 9:07, der nächste in 4:38. Spätestens hier hatte ich den Entschluss gefasst, nach es zwei Runden gut sein zu lassen. Meiner Frau hatte ich versprochen, mich heute nicht zu quälen, weil sie immer noch die Roth-Bilder von mir im Kopf hatte. Und noch zwei Runden locker durchzuziehen hatte ich schlicht keine Lust mehr. Es wäre zwar immer noch eine Zeit unter 1:40 geworden, also ganz ordentlich eigentlich, aber das war mir egal. Mein Selbstqualkontingent ist für dieses Jahr wohl ausgeschöpft, auch wenn es diesmal gar nicht soviel davon bedurft hätte.
Der Rest ist schnell erzählt. Bei Kilometer 10 war ich nach 44:38 Minuten, nach weiteren gut 500 m und 2:43 Minuten bog ich ins Ziel ab und setzte mich ziemlich emotionslos neben einen anderen “Halbmarathon”-Läufer, der mir in etwa das gleiche erzählte, was ich fühlte. Ein paar Minuten später kam Helmut ins “Ziel”, auch er konnte sich nicht durchringen, zwei weitere Runden zu laufen, fühlte sich ausgebrannt und freute sich auf das nun anstehende Saisonende.
Was haben wir daraus gelernt? Roth wirkt immer noch nach, wenn auch vor allem mental. Halbmarathon hätte nicht sein müssen, die zehn Kilometer hätten gereicht. Nächstes Jahr konzentriere ich mich auf eine Sportart, nämlich Laufen. Berlin-Marathon wäre ein Ziel, nicht in Hailes Zeit von gerade eben, eineinhalb Stunden langsamer wäre okay. Oder vielleicht die Uhr ganz zu Hause lassen? Die geht mir nämlich im Moment am meisten auf den Keks.
Zu Hause angekommen folgte sofort die 95. Grillparty in unserem Garten. Ich kann keinen Grill mehr sehen! Hoffentlich wird es bald Winter. Obwohl, nicht mal das ist eine Garantie für eine Grillfreie Zeit.
24.9.06 11:56 verlinken / 4 Kommentar(e) / kommentieren
Zum Laufen gibt’s derzeit nicht viel zu sagen. Vorgestern war ich zügige 10 km unterwegs. Das war’s dann auch schon. Heute hätte noch eine Stunde lockeres Joggen dran sein sollen. Aber bei herrlichem Herbstwetter verausgabte ich mich zunächst beim Gartentriathlon. Jäten, graben, pflanzen standen auf dem Programm. Danach folgte die Finishline-Unlust und somit der k.o. für den Lauf.
Außerdem ist der Sohnemann krank, ein heftige Erkältung, und beschert uns vermutlich die dritte unruhige Nacht in Folge, weil er schlecht Luft bekommt. Meine Frau und ich sind todmüde und zu allem Übel kratzt bei mir jetzt auch schon der Hals.
Aber außer dem Mainburger Stadtlauf in zwei Wochen steht ja nichts Wettkampfmäßiges mehr an. Und den werde ich ganz unambitioniert angehen. Mehr als Schaulaufen für die Galerie sozusagen.
30.9.06 20:30 verlinken / kommentieren

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