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Das war er also, mein erster (und einziger) Versuch, per E-Mail zu bloggen. Zurück kam obige Meldung. Es wird also nichts mit E-Mail-Blog. Deshalb folgende Zeilen nochmal ganz normal geschrieben. Das Weitere werden wir sehen.
Nun wird es also ernst, heute Nachmittag geht es los. Ich bin schon gespannt, ob wir mit unseren Sommerreifen über den Brenner kommen. Schneefall bis 600 m hatte der Wetterbericht für heute Nacht angekündigt. Morgen um 10:00 Uhr fährt die Fähre nach Sardinien, bis dahin müssen wir es auf jeden Fall schaffen.
Am Vormittag werde ich noch ein kleines Läufchen einschieben, damit die Woche nicht ganz trainingslos dahingeht. Gestern war ich wieder mal bei der Krankengymnastik, diesmal ein anderes Studio, oder wie sagt man da? Die Claudia hat mir ein paar Übungen gezeigt, mit denen ich ganz sicher meine Schmerzen weg bekomme, meint sie. Und joggen soll ich nicht, nur walken. Sie hat aber sehr schnell gemerkt, dass sie da mit mir nicht handeln kann. Außerdem sagen die das jedes Mal, meinte meine Frau hinterher, die das Studio schon ausgiebig getestet hat. Aber insgesamt habe ich schon einen besseren Eindruck als beim vorigen.
So, das war’s vorerst mal. Ich hoffe, ich kann Euch zwischendurch mal das Neueste berichten. Und hoffentlich benimmt sich das Wetter hier auch langsam mal wieder!
2.6.06 10:28 verlinken / kommentieren
Golfo degli Angeli heißt die Fähre, die uns zurück auf das Festland bringt. Und weil man auf einer sechseinhalb Stunden langen Überfahrt jedes, wirklich jedes Tor des letzten Spieltages der Fußball-WM etwa ein Dutzend mal gesehen hat, man auch nicht mehr schlafen kann und nun noch mindestens zweieinhalb Stunden Fahrtdauer vor uns liegen, werde ich nun eine Übersicht über die vergangenen zwei Wochen auf Sardinien anfertigen. Keine Angst, es wird nicht ein Bericht à la „Mein schönstes Ferienerlebnis“. Ich werde mich nur auf die sportliche Seite beschränken, der Rest war Familienurlaub wie er eben so ist.
Die Anfahrt war stressig. Start Freitag Nachmittag, Fahrt über den verschneiten Brennerpass nach Piombino mit Ankunft um vier Uhr morgens. Schlafen konnte ich dann im Gegensatz zu meiner Familie trotzdem nicht. Um 8 Uhr waren wir auf der Fähre, um 10.00 Uhr Abfahrt, Ankunft in Olbia mit einer Stunde Verspätung um 17.30 Uhr. Dann noch eineinhalb Stunden quer über die gebirgige Insel. Verständlich, dass ich außer einem kurzen Spaziergang keine Lust mehr auf sportliche Betätigung hatte.
4. Juni. Erste Radausfahrt mit Peter und (zum Glück) Anita, die aufgrund Trainingsrückstandes auf einer lockeren Einheit bestand. Gesamt 72,9 km, 1220 Höhenmeter, Schnitt 23,6 km/h.
5. Juni: Weil eine Freundin meiner Frau eine Woche mit uns verbringen wollte, durfte ich heute zum Flughafen nach Olbia fahren und sie abholen. Deshalb keine Radausfahrt. Dafür plante ich einen langen Lauf. Dass er letztendlich nur eine dreiviertel Stunde dauerte und etwa neun Kilometer lang war, lag an der Hitze und an dem Streckenprofil, das auf Sardinien immer hügelig bis bergig ist.
6. Juni: Erste lange Ausfahrt mit Peter. Es ging erstaunlich gut. Peter musste natürlich öfter mal auf mich warten. Am Ende waren die Beine recht kraftlos und ich war froh, dass am nächsten Tag der erste planmäßige Ruhetag bevorstand. Peter allerdings lief noch 20 km.
118 km, 1840 Hm, 25,6 km/h
7. Juni: Baden am Strand. Alle Versuche, den Sohnemann ins noch sehr frische Wasser zu locken, scheiterten kläglich. Lediglich eine in den Sand gegrabene „Badewanne“ konnte ihn ab und zu locken. Wobei er sie eher als Toilette benutzte.
8. Juni: Geplant waren ein „Hunderter“ bei dem uns noch Anita und Guido begleiteten. Dieser musste seiner nicht mehr vorhandenen Radform Tribut zollen. Nach einer verpassten Abzweigung, die einen Umweg erforderte, war bei ihm der Ofen aus. Dank der mitgeführten Lebensmittel (Powergel) und den immer wieder am Wegesrand auftauchenden Quellen, schaffte er es aber doch noch mit Anitas Begleitung zurück in die Unterkunft. Peter und ich hatten uns auf den letzten 30 Kilometern auf Guidos Wunsch hin verabschiedet.
86 km, 1350 Hm, 24,3 km/h.
9. Juni: Peter fuhr eine Tempoeinheit, bestehend aus viermal 10 km auf einem der wenigen flachen Straßen in der Nähe. Ich zog es vor, meine „schnelle“ Einheit früher zu starten als am Mittag. Außerdem begnügte ich mich mit einem zehn Kilometer langen „Einzelzeitfahren“ und einem anschließenden 1,6 km langen „Bergzeitfahren“. Insgesamt heftig genug, so dass der anschließende Lauf sehr, sehr hart wurde. Zumal die Hitze und das Gelände wieder einmal mörderisch waren. Dafür wurden wir am Abend mit einem netten und vor allem erfolgreichen Spiel der deutschen Mannschaft belohnt.
Rad 28 km, 515 Hm, 25,3 km/h, Lauf ca. 12 km, 1:08 Stunden.
10. Juni: Lange Radfahrt. Meine Familie ist mit dem Auto weggefahren. Zu spät bemerkte ich, dass sich darin mein Helm und vor allem die Radschuhe befanden. Nach einigem hin und her mit Pedal umbauen und Schuhe ausprobieren, machte ich mich mit Guidos Tretern auf den Weg. Leider sind seine Füße wesentlich schmaler und etwa eine halbe Nummer kleiner als meine. Ich kann wirklich niemandem empfehlen, sich so etwas anzutun. Nach vielleicht 50 Kilometern hatte ich die Socken ausgezogen, die Einlegsohlen entfernt sowie die Verschlüsse geöffnet. Das konnte aber nicht verhindern, dass ich 20 Kilometer vor dem Ziel Peter ziehen lassen musste, weil ich einen äußerst schmerzhaften Krampf im linken Fußballen bekam. Spätestens von da an war jede Umdrehung des Pedals eine Qual. Aber wenigstens hatte ich mal wieder meine Leidensfähigkeit im Hinblick auf Roth getestet. Insofern bin ich nun gut trainiert.
139 km, 2040 Hm, 24,9 km/h
11. Juni: Ruhetag
12. Juni: Heute begleitete uns wieder Anita. Eine hübsche Tour zum „Rocca Elefante“ und auf einer gesperrten Straße, wo wir besichtigen konnten, was ein tonnenschwerer Felsbrocken anrichtet, der einen Berg herunter rollt. Beton und Stahlträger beeindrucken den nämlich überhaupt nicht.
Anita war nicht so gut drauf, so dass sie uns die letzten Kilometer alleine los schickte. Peter nutzte das schamlos aus und rief mir zu: „Komm, jetzt machen wir noch Tempo“. Zunächst wollte ich nicht so recht, da meine Beine sich nicht so frisch anfühlten. Aber am letzten Anstieg, leichte Steigung aber drei Kilometer lang, erhöhte Peter unmerklich immer mehr das Tempo. Als ich aufhören wollte, feuerte er mich immer wieder an – so nach dem Motto „Quäl Dich, Du Sau“. Kurz vor dem Gipfel war ich endgültig am Anschlag und musste passen. „Das ist wie beim Auto – ab und zu muss man den Motor durchpusten!“, war die lapidare Antwort von Peter.
82,7 km, 1220 Hm, 23,6 km/h
13. Juni: Natürlich war ich etwas schlapp heute. Die Tempoeinheit ließ ich Peter wieder allein fahren. Etwas planlos fuhr ich erst mal die Strecke von gestern los. Danach ein Schwenk nach links und 370 Höhenmeter am Stück nach oben. Das war okay für heute, so dass ich beschloss, wieder umzudrehen und das gleiche zurück zu fahren um anschließend noch zu laufen. Was sich aber wieder sehr kurz gestaltete wegen, wer hätte es vermutet, Hitze und Berge.
Rad: 30 km, 595 Hm, 24,4 km/h, Lauf: ca. 6,7 km, 37 Minuten, ca. 100 Hm
14. Juni: Königsetappe auf den Monte Limbara, die höchste Erhebung im nördlichen Sardinien mit über 1300 m. Zunächst mussten wir aber auf einer schmalen und einsamen Straße von Meereshöhe auf über 600 Meter hochradeln. Auf halbem Weg verführte uns ein Kirschbaum am Straßenrand zu einer Pause. Wir verdrückten jeder eine ordentliche Portion an wunderbaren Früchten und nahmen auch noch welche mit nach Hause, um unsere Liebsten zu erfreuen.
Danach ging’s wieder runter bis auf 200 Meter bevor wir den Anstieg auf den Monte Limbara in Angriff nahmen. Angegriffen waren zwischenzeitlich auch meine Oberschenkel, die mir meldeten: „Hey, Uli, wir haben erst 1200 km intus! Tu uns das nicht an!“. Der Kopf hat sich aber doch durchgesetzt, auch wenn zeitweise ein Streik drohte. Wie bei Guido halfen auch bei mir Powergel und mehrere Quellen am Straßenrand die lange Steigung bis auf über 1200 Meter zu bewältigen. Belohnt wurden wir mit einer herrlichen Aussicht bis nach Korsika sowie einem Gipfelfoto, das ein ebenfalls anwesender Tourenradler von uns schoss.
Die Heimfahrt brachte ich auch noch mit Anstand hinter mich. Jedoch schickte ich Peter beizeiten los, da er noch zwei Stunden laufen wollte und sonst die Zeit bis zum zweiten Spiel der deutschen Mannschaft zu knapp geworden wäre. Hier war er aber dann eher ruhig und machte einen sehr müden Eindruck.
117 km, 2710 Hm, 22,1 km/h
15. Juni: Der wohlverdiente Ruhetag. Obwohl die Besichtigung der Neptunsgrotten von Alghero nicht gerade unanspruchsvoll waren, sind doch bis zum Zugang 656 Stufen zu bewältigen. Mein Sohnemann hat auch 20 davon selbst erklommen!
16. Juni: Die geplante „Kaffeefahrt“ fiel aus, da keiner mehr so recht Lust hatte zu radeln. Das Wetter war zum ersten Mal nicht so toll, was heißt bedeckt und sehr schwül. Den Tag verbrachten wir mit packen, am Pool und relaxen. Am Abend lief ich dann noch eine Runde von etwa 13 km in 1:07 Stunden, wobei ein drei Kilometer langer Anstieg mit über 200 Höhenmetern inbegriffen war.
Fazit des „Trainingslagers“: Ich habe nicht ganz soviel geschafft, wie ich mir vorgenommen hatte. Aber das macht glaube ich nichts, weil dafür die Intensität sehr hoch war. Es hat Spass gemacht, mit Peter zu radeln und auf Sardinien sowieso. Eine traumhaft schöne Insel, die zum Radeln und auch wandern ideal ist.
Für Roth bin ich nun guten Mutes, dass ich auch die Radstrecke einigermaßen im Griff habe. Wärme tut meinem Rücken gut, also wäre es nicht schlecht, wenn es in zwei Wochen nicht allzu kalt wäre.
P.S.: Ein paar Fotos folgen noch.
18.6.06 12:07 verlinken / 1 Kommentar(e) / kommentieren
Als Abschluss des “Trainingslagers” ging ich gestern noch Laufen. Geplant waren bis zu zwei Stunden. Aber, welch Wunder, als ich los lief, stand ich völlig neben der Kappe. Nach der langen Heimfahrt von Sardinien und Ankunft am Morgen um fünf Uhr, war es auch kein Wunder, dass die Beine schwer waren und ich überhaupt das Gefühl hatte, mindestens 15 kg zuviel auf den Rippen zu haben. Ich bewundere jeden, der Nachtschicht arbeitet und trotzdem in der Lage ist, vernünftig zu trainieren.
Jedenfalls besserte sich der Zustand nach etwa einer halben Stunde etwas, so dass ich immerhin 19 km zustande brachte in einer Zeit von 1:36.
Unterwegs überholte mich Günter mit dem Auto und rief mir zu:”So läuft ein Ironman!” Das wäre natürlich die Schau, wenn ich einen Schnitt von knapp über fünf Minuten drauf hätte. So wie ich das sehe, führt nicht annähernd ein Weg dahin – mit 6 Minuten wäre ich schon sehr glücklich.
Wenn ich schon dabei bin – was ist drin für mich. Eine kleine Bestandsaufnahme, nachdem das wesentliche Training jetzt abgeschlossen ist.
Schwimmen war ich die letzten drei Wochen gar nicht, aber den Rückstand hole ich in verbleibenden zwei Wochen wieder auf. Eine Zeit von 1:10 Stunden, wie bei meinen bisherigen Starts auch, sollte wohl drin sein. Wenn es fünf Minuten mehr werden ist es mir auch recht.
Radfahren, die große Unbekannte. Über sechs Stunden möchte ich nicht brauchen. Keinen 30er Schnitt zu fahren ist für meine Ansprüche zu wenig, fehlende Radkilometer hin oder her. Schließlich bin ich ja nicht beim Volksradfahren. Also mit aller Gewalt Sub-6. Ergibt mit den Wechseln eine Zeit von etwa 7:15 Stunden, nach denen ich auf der Laufstrecke sein möchte.
Was dann beim Laufen noch geht wird man sehen. Ein 6er-Schnitt wäre schön, also eine Endzeit um 4:15 Stunden. Das macht dann gesamt 11:30 Stunden. Aufgrund der alles andere als optimalen Vorbereitung völlig okay.
Das alles ist natürlich abhängig von der Tagesform, vom Wetter und anderen Dingen, die ich nicht beeinflussen kann. Peter übrigens will zwei Stunden weniger unterwegs sein. Zwei weitere Starter aus unserem Verein werden vermutlich auch schneller sein. Die können dann im Ziel schon mal das Bier reservieren.
Meine Startnummer ist übrigens die 1711, die Startzeit um 7:10 Uhr.
19.6.06 15:52 verlinken / kommentieren
Eine letzte schnelle Einheit sollte es gestern werden. Aber irgendwie wollten meine Beine (noch) nicht so recht. Ist wahrscheinlich auch nicht verwunderlich, nach den beiden letzten Wochen. Aber immerhin reichte es auf 33 km zu einem Schnitt von 30,5 km/h bei 260 Höhenmetern. Wie ich dieses Tempo auf 180 km durchhalten soll ist mir allerdings im Moment noch ein Rätsel. Aber erfahrungsgemäß ist das ungefähr 364 Tage im Jahr der Fall.
Was man mit Motivation noch alles aus sich herausholen kann, beweisen gerade unsere Jungs beim Fußball. Ich hätte nicht gedacht, dass das bei einer Mannschaftssportart auch so gut funktioniert. Für die Ironmandistanz ist Motivation jedoch der absolute Schlüssel zum Erfolg. Bei meinen bisherigen Starts ist es mir so gut gelungen, mich in jeder Sekunde zu motivieren und zu konzentrieren, dass ich nach dem Wettkampf das Gefühl hatte, nicht länger unterwegs gewesen zu sein, als bei einer olympischen Distanz. Was meine Groupies bei Weitem nicht so empfanden.
Daran werde ich die verbleibende Zeit noch ein bisschen feilen, damit mir das dieses Jahr auch gelingt.
21.6.06 09:17 verlinken / 1 Kommentar(e) / kommentieren
Kaum schwimmt man mal vier Wochen nicht, fällt es einem sehr schwer, überhaupt vorwärts zu kommen. Verschärfend kam gestern noch das 50-m-Becken im Freibad und die Uhrzeit (7:30 Uhr) hinzu. Zuerst mal 500 m lockeres Kraulen. Was in dem Fall langsam bedeutet. Locker war es wirklich nicht, weil die Arme sich wie mit Beton gefüllt anfühlten. Danach wollte ich mal 1000 m am stück schwimmen, um zu sehen, wie es zeitlich so aussieht. Nach 150 m beschloss ich, das Ganze auf 5x 200 m zu ändern. Der erste 200er in 3:28. Der zweite genauso in 3:28. Dann hatte ich keine Lust mehr auf Stoppuhr. Kurz hochgerechnet, was das für 3,8 km bedeuten würde – 1:06 Stunden. Okay, das wäre doch schon was. Ob ich es durchhalte ist ein anderes Thema.
Den Rest zu 1500 m Gesamtumfang schwamm ich wieder am Stück. Siehe da, allmählich wurden die Arme lockerer und es ging zwar nicht schneller aber entspannter vorwärts. Ich denke, noch zwei-, dreimal Schwimmen gehen und dann klappt das schon wieder.
23.6.06 09:31 verlinken / kommentieren
Gestern Nachmittag war ich noch Laufen. Das Thermometer zeigte 25° C an. Prima, dachte ich, endlich mal nicht so heiß. Dass das ein Trugschluss war, zeigte sich sehr bald. Außerdem waren die Beine sehr schwer und ich hatte das Gefühl, überhaupt nicht vom Fleck zu kommen. Bei einem 4:56er Schnitt täuschte auch das. Also immerhin das Ziel, im Marathon-Tempo (bei einem reinen Marathon) zu laufen, hatte ich erreicht.
Zuhause angekommen, hängte ich mich erst mal unter den Gartenschlauch. Das Nachschwitzen dauerte auch bei der Krankengymnastik eine halbe Stunde und eine Dusche später noch an. Erst als ich danach zum Kundentermin unterwegs war, normalisierte sich die Körpertemperatur wieder. Hoffentlich wird es in Roth nicht so heiß.
23.6.06 09:55 verlinken / kommentieren
Letzter langer Lauf vor dem großen Event. Heute morgen schon um 7:30 Uhr Start wegen der zu erwartenden Hitze. Anfangs ging es etwas zäh mit einem Schnitt von etwa 5:40 pro Kilometer. Aber nach fünf km pendelte es sich das Tempo bei 5:25 ein, was auch den restlichen so blieb. Insgesamt recht lockere 24 km in 2:10 Stunden. Das stimmt mich wieder etwas positiver für nächsten Sonntag, nachdem ich die letzte Woche doch etwas die Krise hatte und am Finish zweifelte.
Hauptzweck der heutigen Aktion war aber, dass ich die Uralt-Einlagen ausprobierte, um zu testen, ob sie etwas Linderung für meine Probleme am Fußballen verschaffen. Und siehe da, zwar trat nach 20 km wieder dieser stechende Schmerz auf, verschwand aber dann wieder nach kurzer Zeit. Beim letzten Lauf war er schon nach sieben Kilometer da und bereitete mir bis zum Schluss des Laufes größte Probleme. Und da ich nicht nocheinmal so einen Marathon erleben möchte wie letztes Jahr in München, wo ich aufgrund dieser Schmerzen fast schon aufgegeben hätte, werde ich diese Einlagen nun auch in Roth tragen.
Außerdem gibt es eine Änderung beim Wettkampfdress. Das Vereinstrikot bleibt zu Hause, da es Bauch- und vor allem Rückenfrei ist. Meine Rückenbeschwerden sind aber bei Weitem nicht so groß, wenn dieser komplett bedeckt und somit vor Zugluft geschützt ist. Und Umziehen mag ich mich nicht.
Morgen kommt noch eine dreistündige lockere Radausfahrt mit Peter und Anita. Und dann bin ich bereit für Roth. Na ja, vom Schwimmen abgesehen, da werden noch zwei einigermaßen ernsthafte Einheiten eingeschoben.
Aber jetzt geht’s los – Achtelfinale Deutschland – Schweden. Schade, dass die Schweden heute schon heim fahren müssen
24.6.06 16:06 verlinken / kommentieren
Heute noch eine mehr oder weniger gemütliche Ausfahrt mit Peter. Dabei habe ich festgestellt, dass er jetzt wirklich mindestens zwei Klassen besser drauf ist. Aber obwohl wir die 61 km mit einem Schnitt von 29,5 km/h recht flott unterwegs waren, war es bei Weitem nicht so anstrengend wie beim letzten Mal über gut 30 km. Also kommt die Form schon. Nur nicht die Nerven verlieren. Ist ja ganz normal, dass es nach einem Trainingslager erst mal eine Weile Regeneration braucht.
Zum Schluss noch das Beste: Der Bergsprint durch unsere Siedlung gelang mir erstmals unter einer Minute! 57 Sekunden für die 400 m mit 22 Höhenmetern ist die neue Marke!
25.6.06 15:17 verlinken / 1 Kommentar(e) / kommentieren
Uff, ich kann es noch. Gestern war ich im Freibad in einem Nachbardorf. Dort gibt es eine 25-m-Bahn und so konnte ich testen, was ich im Vergleich zum Hallenbad noch drauf habe. Nach dem Einschwimmen 5×200 m in einem zügigen aber nicht allzu schnellen Tempo. Die ersten 200 fielen aus der Rolle mit 3:06. Die anderen vier waren sehr konstant in 3:12 und 3:13. Also rund zehn Sekunden langsamer als im Frühjahr im Hallenbad. Aber wichtiger ist mir, dass das Tempo nicht abfiel und ich am Ende durchaus noch weitere 200er anhängen hätte können.
Also wird es für Roth schon passen.
Aufregender war ohnehin der Vormittag. Der Sohnemann hatte den ersten Schnuppertag im Kindergarten! Zunächst wollte er mich natürlich nicht gehen lassen. Aber so nach und nach entfernte ich mich immer weiter von ihm. Dann durften die Kinder auch in den Garten und vor allem zu Bagger, Kipper und Schaufel in den Sandkasten. Mit so etwas kann man meinen Junior ja ganz gut ablenken. So kam es dann auch, bald hatte er mich vergessen.
Anschließend waren sie noch im Freibad, wo er sich sogar mit den Füßen ins Wasser traute. Nun ist er ganz stolz, endlich ein Kindergartenkind zu sein. Und fragt auch, ob er auf den Boden pinkeln dürfe. Weil im Kindergarten darf man das ja nicht.
27.6.06 09:55 verlinken / kommentieren
Gestern war kein Training. Heute werde ich ein lockeres Läufchen mit einem (auf Empfehlung von Peter) richtig schnellen Kilometer absolvieren. Morgen dann nochmal eins Stunde lockeres radeln mit zweimal zwei schnellen Kilometern. Aber Hauptzweck ist das Testen des Materials. Gestern hat mir Günter freundlicherweise eine neue Kette montiert. Die macht mich bestimmt um zehn Minuten schneller oder so 
So langsam kommt das Kribbeln in der Magengegend. Die Gedanken drehen sich immer mehr um das Event. So richtig kann ich es allerdings noch nicht glauben, dass ich am Sonntag in Roth unterwegs sein werde. Zumal ich derzeit mit Arbeit eingedeckt bin und mich am Wochenende durchaus damit beschäftigen könnte. Na ja, egal. Ab Montag steht Regeneration an, was heißt: “no sports”.
Die logistische Herausforderung steht ja auch noch bevor. Das geht los bei der “Fan”-Betreuung und endet beim Packen der Sachen für den Wettkampf. Und normalerweise hat man immer das Gefühl, irgend etwas vergessen zu haben.
Und heiß wird es zudem auch noch, würg.
28.6.06 15:01 verlinken / kommentieren
Wow, meine Beine! Super fühlten sie sich an heute bei einer kurzen Ausfahrt über 24 km. Obwohl immerhin 240 Höhenmeter dabei waren und das Ganze in einem knappen 29er Schnitt stattfand. Ist zwar jetzt nicht so weltbewegend im Hinblick auf Sonntag. Aber wenn ich es mit den letzten Ausfahrten vergleiche, wie ich mich da am Anfang schon anstrengen musste um einigermaßen auf ein Tempo zu kommen. Kein Vergleich dazu und somit habe ich das Gefühl, dass es doch nicht so die ganz große Katastrophe wird mit dem Radteil und die 6 Stunden doch machbar sind.
Mein Vater hat freundlicherweise das Fahrrad meiner Frau auf Vordermann gebracht. Es hat nun zwar zwei blaue Reifen (sehr zum Missfallen meiner Holden), aber dafür sieht es wieder aus wie neu. So muss es auch sein, denn auch beim Groupie fährt das Auge mit.
Meine Eltern habe ich mit einem Zeitplan versorgt, damit sie zu jeder Zeit wissen, wo ich mich gerade auf der Rennstrecke befinde. Und zwar wenn ich schnell, normal oder langsam unterwegs bin. Das ist immer sehr hilfreich, weil man sich dann nicht vor Ort den Kopf zerbrechen muss und mehrere Punkte rechtzeitig anfahren kann um den Helden anzufeuern.
Mein Bruder ist auch noch mit dabei. Der wird dann zusammen mit unserem Kleinen und meiner Ziehtochter am Vormittag an der Radstrecke eintreffen. Zusammen mit den anderen Groupies, die die immerhin sechs (mit der Staffel) Teilnehmer unseres Vereins begleiten, wird das doch eine recht große Delegation. Da muss man sich ja richtig konzentrieren, dass man keinen verpasst.
29.6.06 22:01 verlinken / kommentieren
Die Tour de France verspricht dieses Jahr interessant zu werden, da alle Favoriten nicht antreten dürfen. Wer da wohl gewinnt?
Den Dopingskandal hätten sie wirklich früher aufdecken können. Dann hätte ich noch eine Chance gehabt mich zu bewerben. Aber gut, dann mache ich eben am Sonntag mein Rennen. Dopingfrei, versteht sich!
Heute fahre ich schon mal nach Roth, Startunterlagen abholen, über die Messe bummeln, Fußball im Stadion auf der Leinwand verfolgen und anschließend zur Nudelparty. Ganz schönes Programm.
Vorher werde ich noch am Baggersee vorbeischauen und wenigstens mal kurz im Neopren hinein hüpfen, damit das auch erledigt ist. Gestern hat es wegen eines Gewitters leider nicht geklappt.
30.6.06 12:34 verlinken / kommentieren

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