Mai 2006

31 05 2006

Eigentlich war es gestern recht unpassend, aber ich bin trotzdem losgezogen. Mit einem leicht schlechten Gewissen war ich genau 1:00:01 Stunden unterwegs, nachdem ich vorher angekündigt hatte, eine Stunde zu zu benötigen.
Zuhause war wie so oft das Hickhack zwischen der pubertierenden Tochter und der vom Arbeitstag gestressten Mutter in vollem Gange. Dazwischen der kleine Sohn, der den Mittagsschlaf ausgelassen hatte und nun dementsprechend müde und somit anstrengend war. Und da haut der Alte einfach für eine Stunde ab. Na ja, so ist nun mal das Familienleben. An solchen Tagen frage ich mich dann schon, warum ich mir (und den anderen) das antue mit dem vielen (eigentlich Minimal-)Training. Ich weiß nicht, wie andere das machen, die locker das doppelte an Zeit investieren.
Aber mit jammern kommt man auch nicht weiter. Also wird heute das Rad wieder mal aus der Garage gelassen. Die Tochter wird auf den Sohn aufpassen, die Bauherren müssen warten und ich werde zwei Stunden meine Runde drehen. Und wieder zu Hause sein, wenn die Holde aus dem Büro kommt. Alles wird gut!
3.5.06 09:45

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Eine kurze Radausfahrt war mir gestern gegönnt, aber nur nachdem ich den Termin für die Krankengymnastik vergessen hatte. Hat eigentlich auch noch nichts gebracht und der Physiotherapeut ist schon am Ende mit seinem Latein. Also ziemlich unbefriedigend bisher.
40 km waren es mit insgesamt 340 Höhenmetern. Ein 29er Schnitt ist für dieses Profil schon ganz in Ordnung, vor allem weil sich meine Beine wesentlich besser anfühlten als bei den letzten Fahrten.
Zuhause angekommen stand meine Frau mit dem Nachbarn von unterhalb zusammen, der seine kleine Tochter auf den Schultern und eine Flasche Bier in der Hand hatte. Nach kurzem Small-Talk gesellte sich der Nachbar von gegenüber dazu und stiftete aus seinem reichhaltigen Sortiment an Bockbier jedem eine Flasche. Langsam verlagerte sich die Gesellschaft in unseren Garten. Die Ehefrauen und die restlichen Kinder gesellten sich auch noch dazu. Der Stehempfang wandelte sich bald zu einem gemütlichen Beisammensein an der Biertischgarnitur. Es wurden Schinken und Käse gereicht, Brot und Oliven und was sonst noch so in den Kühlschränken schlummerte.
Dabei wurden wichtige Dinge besprochen, die demnächst anstehen. Sonnwendfeuer zum Beispiel und die dazugehörende Organisation des Spanferkels. Und natürlich Fußball-WM. Wie sollen die Spiele der deutschen Mannschaft zelebriert werden? Gelingt es Tom, dank seiner guten Kontakte noch Eintrittskarten für ein Spiel zu organisieren? Das sind die Fragen, die uns hier bewegen.
Irgendwann wurde die illustre Runde dann aufgehoben. Mein Sohnemann fiel ins Bett, ich wankte mehr. Zwei halbe Bier sind für mich mehr als genug, da ich ja sonst nie Alkohol trinke. Aber lustig war es doch.

4.5.06 10:20 verlinken / kommentieren

Das Profil einer Radstrecke kann man manchmal besser mit den durchfahrenen Ortschaften beschreiben als durch die schnöde Angabe von Höhenmetern.
Von Zuhause (oben) ging’s gestern also los zuerst mal ins Abenstal. Danach ein kleiner Hügel nach Aufhausen. Steinbach liegt wieder unten, wie das Bäche im Allgemeinen so an sich haben. Zu Berg muss man nicht viel sagen, das liegt natürlich oben. Bergab geht es wieder über Ober- nach Niederhinzing.
Gemein wird es, wenn die Steigung außerhalb von einer Ortschaft liegt, weil dann nichts darauf hindeutet. Moosham ist nicht unbedingt aussagekräftig. Vielleicht deutet die Bezeichnung des Einödhofes auf ein Hochmoor hin, das da mal vor Urzeiten bestand. Egal, danach ging es weiter nach Tegernbach, also wieder runter. Und wenn man ein Tal quert muss man logischerweise auf der anderen Seite wieder hoch.
Von da weg durfte ich leicht abfallend gegen den heftigen Ostwind fahren. Nach dem “Wendepunkt” in Hörgertshausen (nicht sehr aussagekräftig) kam dieser, trotz 120°-Kurve bestenfalls von der Seite. Dazu noch bergauf, wie der Einödhof “Goglhof” (niederbayerisch für Hühnerhof) zwar nicht suggeriert, aber dafür der ein paar hundert Meter weiter auf gleicher Höhe liegende Weiler Ammersberg. Das war dann mit über 500 m über NN der Hochpunkt der gestrigen Ausfahrt.
Der nächste Ort, Gütersberg, zeigt, dass es zunächst mal auf der Höhe weiter geht. Aber danach kommt Hebrontshausen, der Nachbarort von Tegernbach, also wieder unten. Auf dem Gefälle dahin erreichte ich zwischen 50 und 55 km/h, ein Tempo, das bei der Tour de France im Einzelzeitfahren über mehr als 50 km als Durchschnittsgeschwindigkeit gefahren wird. Ich kann das immer wieder nicht nachvollziehen, wie man so Tempo durchhält, vor allem, weil die Kurse ja auch nicht immer ganz flach sind.
Bei mir ging’s erst mal über Mittersberg (natürlich oben) hoch, bevor ich über Kleingundertshausen wieder das Abenstal erreichte. Dann noch auf der anderen Seite die 400 m lange Steigung mit 22 Höhenmetern durch unsere Siedlung. Gestern ohne Bergwertung, aber diese Seison möchte ich endlich meine Bestleistung auf unter eine Minute drücken. Bei 1:01 steht sie momentan, was mich schon seit Jahren wurmt.
Insgesamt kam ich so auf 320 Höhenmeter verteilt auf 36 km. Das ganze mit einem lächerlichen Schnitt von 27,89 km/h. Was aber in Hinblick auf den Halbmarathon am Samstag so gewollt war.
Nach diesem kleinen Ausflug in die nieder- und oberbayerische Topografie ist der Ausklang des Tages schnell beschrieben. Peter hatte beim Schwimmtraining Neoprenanzüge von Aquasphere dabei. Einen schwamm ich zu Testzwecken. 4x 100 m im Schnitt von 1:19. Zum Vergleich, letzte Woche ohne Neo waren es zwischen 1:27 und 1:28. Jetzt muss ich meinen alten “AllgäuHai” mal testen, wieviel ich da schneller bin. Wer weiß, vielleicht lege ich mir doch noch so ein Teil zu. Kostet auch nur 149 €. Gegenfinanzierung durch den Verkauf des alten und Peter kann sicher auch noch was am Preis machen. Mal schauen, was die Finanzministerin dazu sagt.

5.5.06 10:21 verlinken / 2 Kommentar(e) / kommentieren

Mir doch wurst…

So relaxed wie gestern bin ich noch keinen Wettkampf angegangen. Das ist wohl der Effekt, wenn man die Pulsuhr in den Müll wirft und sich auf das Gefühl verlässt. Mein Plan war eben so nach Gefühl los zu laufen. Das müsste so etwa einen 4:30er Schnitt ergeben. Dann versuchen, den so lange wie möglich zu halten.
Vorher noch das obligatorische Mannschaftsfoto, ein kurzes Hallo zu Lars und Wolfgang, der sehr aufgeregt war. Das bisschen Beistand hat ihm hoffentlich geholfen. Vor dem Start dann noch mal was Neues ausprobiert. Auf Empfehlung von Peter (der, nebenbei bemerkt, eine 1:19 lief) nahm ich zwei Minuten vorher noch ein Power-Gel zu mir mit einem ordentlichen Schluck aus der Pulle. Dann gings auch schon los durch eine breite Zuschauermasse. Nach einem Kilometer ein kurzer Blick auf die Uhr – 4:29, sagenhaft! So ging es dann auch kontinuierlich weiter. Die erste Hälfte war ziemlich heiß und ich lernte die Schwämme mit dem kalten Wasser lieben. Mehr noch als die Becher mit selbigem. Da besteht noch Übungsbedarf, wenn ich beim Trinken nicht zuviel Zeit verlieren möchte.
Dank des späten Starts wurden auf der zweiten Hälfte die Schatten länger und somit die Temperaturen angenehmer. Mein Km-Schnitt wurde nur unwesentlich langsamer und pendelte sich auf den letzten Abschnitten auf ca. 4:33 ein. Am Schluss dann noch einen Endspurt, der meinen Laufkollegen Özi zur Verzweiflung trieb. Wir beide haben das gleiche Niveau, die letzten beiden Male war er knapp vor mir. Gestern hatte ich eine Minute Vorsprung, was ihn im Zieleinlauf zu einem etwas verärgerten Kommentar verleitete. Aber wir bleiben trotzdem Freunde!
1:35:34 war dann die Endzeit. Mehr als mit der Zeit bin ich mit dem Zustandekommen zufrieden. Denn es war ein konstanter Lauf ohne Einbruch und ohne größere “Krisen”, der einfach Spaß gemacht hat. Somit kann ich sagen, die Laufform stimmt. Ebenso die Schwimmform. Also kann/muss ich nun überwiegend an der Radform arbeiten.
Der Lauf selber war hervorragend organisiert mit tollem Zuschauerzuspruch. Die Teilnehmerzahlen (von 3300 war am Start die Rede) sprechen für sich. Ich denke, dass es nicht das letzte Mal war, dass ich hier gestartet bin.

7.5.06 11:24 verlinken / 3 Kommentar(e) / kommentieren

Für drei Wochen ist jetzt wieder sportlicher Alltag angesagt, nach dem Highlight vom Samstag. Das hieß gestern Schwimmen. Die Beteiligung der Abteilung lässt mittlerweile schwer nach, so dass nun auch am Montag ganz angenehme Bedingungen herrschen.
Mit den Beinen hatte ich keine Probleme, nur die Waden zwickten etwas beim Treppen steigen. Und gestern Abend war ich doch noch etwas lustlos. Trotzdem ging es aber ganz gut, zunächst (nach dem Einschwimmen) 10x 100 m mit Abgang alle zwei Minuten. Ich durfte voraus, da unsere Cracks noch mit Neopren testen beschäftigt waren. Mittlerweile hat sich bei mir der 1:28er-Schnitt eingependelt, den ich konstant geschwommen bin. Ohne mich zu verausgaben. Anschließend noch 4x 200 m mit Abgang alle vier Minuten. Hier waren es dreimal 3:10 und einmal 3:13. Also auch sehr konstant.
Heute hoffe ich, mich auf’s Rad schwingen zu können. Es ist zwar Regen vorhergesagt. Aber so ganz kann ich noch nicht glauben, dass der auch kommt. Seit gestern läuft ja der Greifsche Trainingsplan, den ich mir auf meine Bedürfnisse zurechtgebogen habe. Das heißt fünf Einheiten pro Woche. Die “wichtigen” Laufeinheiten werde ich beibehalten, also langer 35-km-Lauf, Tempoläufe und Tempodauerlauf. Die “unwichtigen” Läufe ersetze ich durch Radeinheiten, sofern das Wetter mitspielt. Schwimmen wird Montags und Donnerstags beibehalten, zumindest bis das Hallenbad Ende Mai schließt. Dann stehen zwei Wochen Sardinien an. Und dann sind es ja nur noch zwei Wochen bis Roth, die ich schwimmtechnisch im ungeliebten Freibad überbrücken muss. Oder wahlweise im See.
Nach diesem Rahmenplan müsste es ganz gut klappen mit dem Wettkampf. Vorausgesetzt natürlich es kommt nichts dazwischen, familiär, beruflich oder gesundheitlich. Bei ersterem bin ich mir nicht so sicher. Wer hat eigentlich weibliche Teenager erfunden?

9.5.06 09:17 verlinken / 1 Kommentar(e) / kommentieren

Einladend war das Wetter gestern nicht, 15°, starker Südwestwind. Aber immerhin trocken, entgegen der Wettervorhersage. Aufgrund des Wettkampfes am Samstag und der damit verbundenen allgemeinen Müdigkeit, beschloss ich, eine etwas lockerere Runde zu drehen, nicht allzuviele Höhenmeter und gemäßigtes Tempo.
Viele Möglichkeiten flach zu fahren gibt es hier ja nicht. So wendete ich mich erst mal nach Norden, mit einem kräftigen Windschub von hinten. Zunächst begleitete mich meine Ziehtochter, die zum Reiten wollte, auf dem Mountainbike. In der Annahme, dass sie schon mithalten könne, fuhr sie zackig los. Aber nach knapp einem Kilometer deutete sie dann doch an, dass ich einen Vogel habe und ich von nun an alleine fahren könne. Was ich dann auch tat.
Die ersten 25 km führten mich nach Neustadt/Donau, wo ich bei der Fahrt durch das dortige Gewerbegebiet am Laden des Händlers vorbeikam, von dem wir unsere Türen bezogen hatten. Mir fiel die Reklamation ein, die er schon vor drei Monaten besichtigt hatte und die seitdem immer noch nicht erledigt war. Also ein kurzer Stopp, der Herr war auch anwesend. Nach kurzem Small-Talk über das Rennradeln rügte ich ihn, weil meine Tür noch immer nicht repariert bzw. ausgetauscht sei. Er tat überrascht. Das sollte eigentlich sein Lieferant erledigen, er würde dem nachgehen. Erfahrungsgemäß wird jetzt vermutlich eine Weile wieder nichts passieren. So ist das grundsätzlich, wenn Handwerker aus dem Haus und die Rechnungen bezahlt sind und man dann noch etwas von ihnen möchte.
Danach noch ein kurzes Telefonat mit der Gattin, die soeben das Beurteilungsgespräch bei ihrem Chef hatte, was ihr die letzten Tage, wie jedes Jahr, ziemlich Bauchschmerzen bereitet hatte. Aber alles war gut gegangen, der Boss, der ein ziemliches Ekel ist, hatte sie nicht allzusehr in die Mangel genommen.
Jetzt hatte ich das Vergnügen erst mal zehn Kilometer gegen den kalten Wind fahren zu dürfen. Zu meiner Freude hielten sich die Rückenschmerzen in Grenzen, so dass ich auch den Tria-Aufsatz benutzen konnte. Nachdem ich die B300 hinter mir gelassen hatte, änderte sich die Fahrtrichtung wieder und ich hatte Rückenwind. Dafür kam jetzt der hügelige Teil der Ausfahrt. Aber langsam machen meine Beine wieder mit, es wird schon.
So hatte ich am Ende knapp 60 Kilometer auf dem Tacho stehen bei einem Schnitt von 28,8 km/h. Und immerhin wieder 350 Höhenmeter. So ganz locker war die Ausfahrt wohl doch nicht.
Am Abend war ich dann noch vermittelnd im Mutter-Tochter-Gespräch tätig. Für ein paar Tage ist jetzt hoffentlich wieder Ruhe eingekehrt. Meiner Frau geht es sehr an die Nieren, wenn sie heftigen Streit mit ihrer Tochter hat. Und da das die letzte Zeit eher der Normalzustand war, mache ich mir allmählich Sorgen um ihre Gesundheit. Zumal der berufliche Stress ja noch dazu kommt. Es wird Zeit, dass der Urlaub endlich kommt!

10.5.06 08:59 verlinken / kommentieren

Eine Ausschreibung der Baumeisterarbeiten für zwei Einfamilienhäuser benötigt immer ein bisschen mehr Zeit als man denkt. Vor allem in der Schlussphase, wo es ums kopieren und Zusammenstellen geht. Pläne müssen noch rein, Anschreiben an die Firmen geschrieben werden, die Kuverts beschriften, vorher anrufen, ob die Firmen auch ein Angebot abgeben wollen. Aber insgesamt ging es gestern doch recht zügig von der Hand. Die geplanten Tempoläufe musste ich allerdings ausfallen lassen, da mir die Zeit vor dem Schwimmen zu knapp wurde. Statt dessen noch eine Stunde im Garten gewerkelt und mit der Grasschere die Ränder geschnitten, die der Rasenmäher nicht schafft. Meine nächste Anschaffung wird so ein Motorsensen-Teil sein, weil das rechte Handgelenk jetzt doch schon seit längerer Zeit herumzickt.
Dann gab es noch etwas Aufregeung, weil mein Kleiner zwei Batterien im Bidet-Abfluss versenkte. Währen ich versuchte, die Dinger wieder heraus zu bekommen, testete er, wie es sich anfühlt, wenn man eine Schraube in eine Steckdose steckt. Zum Glück flog gleich die Hauptsicherung heraus. Aber trotzdem muss es ihn ordentlich auf die Finger gehauen haben, weil es eine ganze Weile dauerte, bis er sich wieder beruhigte.
Das Schwimmtraining war ziemlich unspektakulär. Nach dem Einschwimmen 20 Minuten Sprints, wobei wir 24x 25 m zurücklegten ( Manni). Dann noch Dauerschwimmen mit Führungswechsel alle 100 m. Dabei legten wir nochmals 800 m zurück, so dass es am Ende insgesamt 2200 m waren.
Den Abend ließ ich bei Pizza und Apfelschorle ausklingen. Dabei tönte ein Typ an unserem Tisch über die Missstände in unserer Republik. Schuld sind natürlich die Asylanten, Ossis, Osteuropäer sowie die EU, in dieser Reihenfolge. Ich wollte das nicht weiter kommentieren, weil es sinnlos ist, mit solchen Dumpfbacken zu diskutieren. Zumal, wenn sie schon ein paar halbe Bier intus haben.

12.5.06 09:11 verlinken / 2 Kommentar(e) / kommentieren

Dirty Dancing

Der Einstieg in den Greifschen Trainingsplan fand am Freitag statt. Und zwar mit Tempoläufen über 1000 m. Die finden bei mir immer auf der 400-m-Sandpiste des heimischen Fußballstadions statt. Sechs Stück waren geplant mit jeweils 1000 m anschließender Trabpause. Als Marathonzeit für das Training habe ich 3:25 angepeilt. Erfahrungsgemäß bin ich bei einem Langdistanz-Triathlon zwischen 30 und 45 Minuten langsamer. Damit dürfte wohl klar sein, wohin meine Ambitionen gehen.
Diese Zeitangabe hat für die 1000er Tempoläufe eine 4:27 zur Folge. Das wiederum erschien mir nicht besonders schnell, da ich beim Halbmarathon letzte Woche einen Schnitt von 4:31 gelaufen bin. Kurzerhand beschloss ich auf 4:20 anzugehen. Die ersten 1000 m waren noch etwas zäh, weil die Beine doch noch etwas schwer waren. Bei den zweiten und dritten wurden sie lockerer, was sich auch in den Zeiten bemerkbar machte – jeweils in 4:15. Der nächste Kilometer war war der lockerste von allen und die Zeit 4:11. Das gibt’s doch nicht, dachte ich mir. Und wollte es jetzt wissen. Nach der Pause ordentlich Gas gegeben, 400 m Zwischenzeit passt, 800 m auch. Endzeit 4:12. Hmm, war aber viel anstrengender. Vor allem im Bauch machte sich dieses komische Gefühl breit, das ich nur von den diversen Endspurten von kürzeren Läufen kenne.
Also gut. Jetzt wollte ich definitiv wissen, was noch geht. Mit einem höllischen Tempo zog ich meine Runden und finishte mit einem ordentlichen Spurt auf der Zielgeraden. 4:07, boah ey. Und das bei Temperaturen von über 20° C. Ich war begeistert. Greif Du kannst kommen!

Aber die wahre Herausforderung stand mir erst noch bevor. Nach dem Cool down, Duschen und ein bisschen Gartenarbeit fanden meine Frau und ich uns um 19:00 Uhr bei der Volkshochschule ein. Zum 40. Geburtstag hatte meine Allerwerteste mir eine besondere Freude gemacht und mir/uns einen Tanzkurs geschenkt. Drei Abende zu je drei Stunden. Einen hatten wir schon verpasst, weil die Holde auf Dienstreise war. So mussten wir nicht nur neu lernen sondern auch noch nachholen.
Was soll ich sagen, zu Beginn war es ein Desaster. Um 19:20 Uhr schauten wir uns an und fragten: “Äh, wie lange geht das heute noch?” Es gab einfach zuviele Baustellen, die gleichzeitig zu betreuen waren. Takt? Wasn das? Meine Frau weiß das schon, aber bei mir verschwindet der gleich am Anfang der Ohrmuschel. Aber vor allem, was hat der mit meinen Beinen zu tun?
Dann die Führungsfrage. Meine Frau ist es gewohnt, im Beruf die Richtung vor zu geben und die auch einzuhalten. Beim Tanzen ist das ja nicht so gewünscht. So war die Tendenz am Anfang doch mehr in Richtung Freistil-Ringen als Turniertanz.
Aber, zu meiner Ehrenrettung, nach zwei Stunden war dieses Problem gelöst und die Holde schwebte sanft in meinen Armen dahin. Überhaupt, nach der ersten Pause um 19:45 Uhr wurde es langsam besser. Wir lernen nur vier Tänze, was Erfahrungsgemäß auch für die meisten Tanzveranstaltungen völlig ausreichend ist. Dadurch kommt man doch einigermaßen schnell wieder rein ins Geschehen. Und so mancher Kniff aus dem Tanzkurs vor 25 Jahren kommt einem auch wieder ins Gedächtnis. Letztendlich war es dann doch ganz lustig. Und gelernt haben wir auch schon etwas. Mal sehen, was nächste Woche davon noch übrig ist.

13.5.06 22:32 verlinken / kommentieren

Mein Sohnemann hustet und schnieft schon die ganze Woche vor sich hin. Jetzt hat er wohl mich damit angesteckt. Ist zwar nicht schlimm, aber es reicht, um micht schlapp zu fühlen, eine verstopfte Nase zu haben mit einem Druck auf den Ohren.
Deshalb heute kein Radtraining mit der Triathlon-Abteilung, sondern alleine gut 60 km. Die erste Hälfte mit strammem Gegenwind, die zweite dementsprechend (was nicht immer zwangsläufig so ist) mit ebensolchem Rückenwind. Macht zusammen einen Schnitt von 28,9 km/h bei 510 Höhenmetern.
Ach ja, Muskelkater habe ich auch noch. Im Allerwertesten auf beiden Seiten. Es geht doch nichts über ein ganzheitliches Training.

13.5.06 22:38 verlinken / kommentieren

Gestern hatte die beste Freundin meiner Frau das Erlebnis, das alle Rennradfahrer wohl schon erlebt haben. Letztes Wochenende hatten sie und ihr Mann sich ein Rennrad gekauft. Mit fachkundiger Beratung meinerseits. Am Donnerstag war dann die Auslieferung und gestern sollte die erste Ausfahrt sein.
Ich hatte die Aufgabe, ihnen ein bisschen beizustehen und gegebenenfalls zu erklären, wie was funktioniert. Also erst mal aufsteigen und in die Klickpedale einklicken. Funktioniert noch ganz gut. Nach ein paar Metern zu Testzwecken das gleiche nochmal rückwärts. Und wie es eben so passiert beim ersten Mal. Das Rad wird langsamer und langsamer, die Bewegungen auf dem Pedal werden hektischer und hektischer, um den Fuß aus Selbigem zu bekommen. Zu guter Letzt fällt die ganze Chose dann einfach um. Natürlich aufs Knie, das hier den ersten blauen Fleck abbekommt.
Nun gut, etwas gutes Zureden hilft. Nächster Versuch. Doch in der Aufregung hat die Dame beim losfahren zu wenig Schwung. Was passiert ist klar, sie kann sich ja nicht auf alles gleichzeitig konzentrieren – losfahren, Schwung holen, einklicken, auf die Straße achten – der nächste Umfaller. Dieses Mal ist der Brems-/Schalthebel etwas verbogen und der Ellbogen aufgeschürft. Und mir tut sie leid.
Trotzdem, nach gutem Zureden von der Männerbegleitung, steigt sie nochmal auf. Und fällt kurz darauf wieder um, diesmal mit dem Knie auf die Bordsteinkante. Nun fließen die Tränen, verständlicherweise. Weil’s auch sehr weh tut. Sie will nur noch nach Hause. Verzichtet auf die Begleitung ihres Mannes, der doch wenigstens noch mit mir ein wenig radeln soll. Also humpelt sie die 200 m zurück und kühlt sich anschließend das Knie, das im Lauf des Abends immer dicker anschwillt.
Mit ihrem Mann war ich noch eine halbe Stunde unterwegs, damit er wenigstens ein bisschen Rennradgefühl mit bekam. Er hatte keine Probleme mit dem Rad. Und so war ich nach 12 Kilometern wieder Zuhause, nicht ohne noch einen Heimatbergsprint in 1:06 hinzulegen. Immerhin etwas.
Soviel zum Thema Klickpedale. Als Nachtrag: auch ich bin zweimal umgefallen. Das eine Mal an einer roten Ampel an einer viel befahrenen Kreuzung. Es ist zwar nichts weiter passiert aber es war soooo peinlich.

15.5.06 10:15 verlinken / 3 Kommentar(e) / kommentieren

Was einem im Garten so durch den Kopf geht

Weil Rasenmähen so schön ist, düngt man regelmäßig, so dass das Gras schneller wächst und man öfter mähen kann/darf/muss. Und bei dieser sinnlosen Arbeit blickt man ständig auf die Feinde des Hobbygärtners und wird an einen Krieg erinnert, den dieser nicht gewinnen kann. Ein kurzer Lagebericht:
Die Löwenzahn- und Sauerampferfront steht kurz vor dem Zusammenbruch. Trotz des Einsatzes sämtlicher verfügbarer Mittel steht der Feind vor der vollständigen Kontrolle des Gartens. Hier sollte der Einsatz von chemischen Kampfmitteln erwogen werden, um die Lage wieder unter Kontrolle zu bringen.
Der Feind wird unterstützt von Partisanengruppen in Brennnesselform, die vom Nachbargrundstück eindringen. Da dieses keiner staatlichen Ordnung unterliegt, sollten auch hier alle verfügbaren Mittel konzentriert werden, um diesem Treiben ein Ende zu bereiten.
Weiter wird die Moral der Truppe durch verschiedene nicht näher zu identifizierende Gruppen untergraben. Diese schlagen an unterschiedlichen Orten zu unterschiedlichen Zeiten gezielt zu. Sie sind zwar leicht zu bekämpfen, jedoch scheint ihnen ein unerschöpflicher Nachschub zur Verfügung zu stehen.
Die Kleefront ist derzeit unter Kontrolle. Hier sind schon großartige Erfolge erzielt worden. Von einem vollständigen Sieg kann jedoch noch gesprochen werden. Auch hier sind die Nachschublinien noch nicht zerschlagen, so dass immer wieder einzelne Widerstandsnester bekämpft werden müssen.
Die Kriegsleitung empfiehlt eine großangelegte Sommeroffensive, damit der Feind vor Wintereinbruch nachhaltig geschwächt wird. Im Winter ist dann eine Entspannung der Lage zu erwarten.

Damit das kämpfende Volk seine Moral nicht verliert, darf es auch ab und zu zum Laufen. Gestern stand ein Tempodauerlauf über 10 km auf dem Programm. Nach der überstandenen Erkältung, die mich das Sportwochenende gekostet hat, lief es ganz ordentlich. 4:28 Minuten im Schnitt, geplant wären laut Greif 4:34. Also alles im Lot.

17.5.06 08:36 verlinken / 1 Kommentar(e) / kommentieren

Um mich schon mal auf das Zeitfahren am nächsten Samstag einzustimmen, war ich gestern auf der Rennstrecke unterwegs. Im ersten Lauf der Vereinsmeisterschaft sind dort 16 km zurückzulegen. 100 Höhenmeter sind zu bewältigen. Start ist unten und das Ziel nach einem kleinen Anstieg oben auf einem Hügel. Alles in allem also nicht ganz einfach, wenn man permanent am Anschlag fährt.
Aber natürlich fuhr ich dann noch etwas länger. Hauptsächlich Berg und Tal, was für die Kraftausdauer besonders gut ist. Insgesamt kam ich so auf über 500 Höhenmeter bei 66 km. Der Schnitt? Na ja, einen 28er, nicht so berühmt, aber die Rennen kommen ja erst noch. Am Samstag werde ich dann sehen, wo ich stehe.
Immerhin bin ich jetzt bei fast 700 Jahreskilometern angelangt, sensationell, nicht?

18.5.06 09:10 verlinken / kommentieren

Weil ich gestern das Streckenprofil vom Triathlon in Erding am Samstag in einer Woche erhalten habe, überkam mich eine tiefe sportlich Depression. Bei den Höhenmetern entspricht die Strecke in etwa dem, was ich bei meiner letzten Ausfahrt gefahren bin. Mit einem 28er Schnitt. Und dem Gefühl, nicht wesentlich schneller zu können. Und vor allem nicht wesentlich weiter.
Beim Schwimmen am Abend fiel es mir ebenso schwer und die Zeiten waren auch nicht der Hit. Also insgesamt Heulen und Zähneknirschen.
Das Zeitfahren am Samstag werde ich ausfallen lassen. Absolute Priorität hat beim Radeln im Moment das Kilometer sammeln. Und da ist es wichtiger, die Zeit, die mir zur Verfügung steht, in eine längere Ausfahrt zu investieren, als in einen relativ kurzen Wettkampf, bei dem man vorher und nachher herumsteht. So wie es aussieht, werde ich bis Roth gerade so die 2000 Radkilometer voll machen. Das reicht dann hoffentlich, auch wenn ich die beiden letzten Jahre kaum was getan habe.
Objektiv gesehen bin ich läuferisch weiter als bei meinem letzten Start in Roth und schwimmerisch zumindest nicht schlechter. Also gibt’s eigentlich keinen Grund zum jammern. Wahrscheinlich ist das nur so ein mentales Tief, das einen während einer so langen Vorbereitungszeit immer wieder mal befällt. Und wenn man sich daraus wieder befreit, hat man auch wieder was für den Wettkampf gelernt. Da hat man ja schließlich auch ab und zu ein kleines Tief.

19.5.06 12:21 verlinken / kommentieren

Gina mit dem roten Haa-aar!

Warum läuft bei einem Tanzkurs immer so komische Musik? Alte deutsche Schlager zum Beispiel. Kann mir das einer erklären?
Gestern war’s ein bisschen anstrengend, weil meine Frau direkt von einer Dienstreise mit Vertragsverhandlungen zum Tanzkurs wechselte. Es dauerte eine Weile, bis sie von der verhandlungsstarken Einkäuferin zum schwachen Geschlecht beim Tanzen gewechselt war. Solange duellierten wir uns wieder um die Führungsrolle. Mein Taktgefühl war noch weniger vorhanden als beim letzten Mal. Wahrscheinlich der Mond! Außerdem war es sehr schwül im Tanzsaal, so dass der Spaß eigentlich nicht so recht aufkommen wollte. Na ja, aber das war es für’s Erste mal. Aber ich fürchte, im Herbst heißt es wieder: Come on Baby, let’s doing the Twist.
Aber da bereite ich mich dann wenigstens nicht mehr auf einen Langdistanz-Triathlon vor, so dass die Tempoläufe vorher wohl entfallen dürften. Vielleicht belebt das die Leichtigkeit beim Tanzschritt und das Taktgefühl etwas. Die dreimal 3000 m steckten mir nämlich gestern auch noch in den Knochen.
Die ersten 3000 auf dem Radweg mit kräftigem Rückenwind waren ziemlich easy in 13:08. Nach 1800 m Trabpause waren die nächsten drei Kilometer zurück gegen den Wind schon um einiges heftiger. Trotzdem schaffte ich auch die wieder in 13:08 Minuten.
Wieder Trabpause, in der ich nach “Tartanien” schlich, was bei uns eigentlich Sandiego heißen müsste, aufgrund der sandigen Buckelpiste. Hier blies der Wind natürlich immer wechselweise von hinten und von vorn. Trotzdem war auch der letzte Teil der Übung sehr hart, nicht zuletzt, weil es auch der schnellste mit 13:06 Minuten war. Zwei Jungs, die auf dem Fußballfeld spielten, bedachten mich mit respektvollen Äußerungen, wie: “Wahnsinn, wie schnell läuft denn der eigentlich?”
Das geht natürlich runter wie Öl!

20.5.06 14:54 verlinken / 1 Kommentar(e) / kommentieren

Nachdem gestern aus verschiedenen Gründen die lange Radausfahrt und das Radrennen gestrichen werden musste, stand heute eine Planänderung an. Zum ersten Mal dieses Jahr wollte ich ein Koppeltraining absolvieren. Dafür entfiel der lange Lauf über 35 km.
Zunächst also zwei Stunden auf dem Rad. Bei heftigem Westwind legte ich dabei knapp 60 km zurück mit relativ flachen 370 Höhenmetern. Trotzdem kostete es sehr viel Kraft, was mir wieder einmal klar machte, wo derzeit die Grenzen sind. Für mehr als einen Schnitt von 29,4 km/h reicht es nicht. So langsam habe ich schon Bedenken, ob das in Roth so funktioniert wie ich mir das vorstelle. In Erding nächste Woche werde ich mehr wissen. Von den Rückenschmerzen will ich erst gar nicht anfangen. Morgen ist Termin beim Orthopäden. Hoffentlich kann mir der mehr helfen als der Physiotherapeut.
Die Beine waren also sehr schwer, als ich mich umgezogen hatte und zu laufen anfing. Genauer gesagt, fühlten sie sich wie ausgehärteter Beton an, schwer und hart. Aber nach vielleicht fünfzehn Minuten ging es dann wieder den Umständen entsprechend ganz gut. So kam ich dann doch auf 15 km in 1:20 Stunden. Und war hinterher auch noch in der Lage, mit meiner Frau und dem Sohnemann einen zweistündigen Spaziergang zu machen. Wobei Letzterer die Hälfte auf meinen Schultern verbrachte.

21.5.06 19:34 verlinken / kommentieren

Eine “Treppe” stand gestern auf dem Programm. Das ist Erwins Standardprogramm wenn er kurzfristig von Peter als Trainer bestimmt wird, weil dieser keine Zeit hat.
Also schwammen wir brav die 200-300-400-500 m und anschließend das gleiche (ohne die 500) zurück, diesmal mit Pullbuoy und Paddles. Ich kam mir unendlich langsam vor, obwohl es anstrengend war. Oh, nein, nicht jetzt auch beim Schwimmen noch die Krise! So langsam überkommt mich immer mehr eine Depression, weil ich das Gefühl habe, das wird nichts mit Roth. Kein Raddruck, Schwimmen zu langsam und Laufen wird nur auf der ersten Hälfte gut gehen, weil die langen Läufe fehlen. Jammer, jammer.
Aber zum Glück weiß ich auch, dass diese Phasen wieder vorbei gehen. Und bisher bin ich immer gestärkt daraus hervorgegangen. Die Leistungssprünge kommen nicht gleichmäßig sondern immer stufenweise (sonst würden sie nicht so heißen). Da heißt es eben Geduld haben und weiter machen, es wird schon.
Das ist eines der Sachen, die mich am Ausdauersport faszinieren. Es gibt keinen schnellen Erfolg, man braucht Geduld und Disziplin in der Ausführung aber auch und vor allem im mentalen Bereich. Die Kunst, sich zu motivieren, kann man lernen und diese Kunst ist auch im übrigen Leben sehr hilfreich. Ich behaupte ja, um einen Ironman erfolgreich zu bewältigen, braucht es 50% körperliches Training. Der Rest sind mentale Sachen wie Disziplin, Motivation, Erfahrung, in dieser Reihenfolge.

Vor dem Schwimmen war ich noch beim Orthopäden. Eineinhalb Stunden im Wartezimmer und eine Spritze in den Rücken später bin ich auch nicht unbedingt schlauer als vorher. Es kommt von der Rückenmuskulatur und nicht von den Bandscheiben, sagt der Doc. Aha. Also wieder sechsmal zur Krankengymnastik, wobei ich jetzt die Praxis gewechselt habe.
Zuhause habe ich mir zusammen mit meiner Frau vorgenommen, ab sofort jeden Abend den Rücken zu trainieren. Sie ist da viel disziplinierter als ich. Meistens scheitert’s aber an irgendwelchen wichtigen Dingen.

23.5.06 09:27 verlinken / kommentieren

Der Sport gestern fiel dem Sanitär-Installateur zum Opfer. Dieser rückte bei uns an, weil der Ablauf des Bidets im Bad undicht war. Das artete in eine ziemliche Aktion aus, da es komplett abmontiert werden musste, damit er an die Dichtung herankam. Als der Monteur fertig war, war es schon nach acht und gegessen hatten wir auch noch nichts. So blieb ich zu Hause und kümmerte mich um das leibliche Wohl. Wenigstens funktioniert das Bidet wieder und wir sind zum ersten Mal durch eine Handwerkerleistung nicht ärmer geworden (wegen Garantie) sondern reicher. Im Siphon fanden sich nämlich 6,50 € sowie 20 englische Pence, weiteres türkisches Kleingeld sowie eine ausgelaufene Batterie. Erstaunlich, was ein Zweijähriger in einer so engen Röhre alles unterbringt.
Heute reichte es dann immerhin zu einem Tempo-Dauerlauf. Den verkürzte ich auf sechs Kilometer, die aber sehr flüssig liefen. Da am Wochenende mein Triathlon-Saisonauftakt in Erding stattfindet, will ich es diese Woche nicht übertreiben. Morgen werde ich, so Petrus will, mit meinen Vereinskollegen eine Ausfahrt unternehmen. Am Freitag nochmal ein kleineres Läufchen. Am Samstag dann, wenn es nicht zu kalt ist, das Freibad antesten. Oder vielleicht gar nichts machen. Ist wahrscheinlich vernünftiger. Kalt wird es in Erding noch früh genug.

24.5.06 21:51 verlinken / kommentieren

Kurzfristig hatte ich mich heute Morgen mit Günter zum Radeln verabredet. Gestern hatte ich mit Micha noch um 14:00 Uhr ausgemacht. Aber aufgrund des unsicheren Wetters und der Vorhersage, fuhren wir schon um 10:30 Uhr los.
Der Wind blies sehr stark von Westen und mit 15° C war es auch nicht gerade warm. So soll es die nächsten Tage auch bleiben, so dass in Erding am Sonntag wohl Kälteresistenz gefragt sein dürfte.
Immerhin schafften wir heute doch knapp 50 Kilometer mit insgesamt 330 Höhenmetern. Das Schönste daran war jedoch, dass ich zum ersten Mal dieses Jahr einen 30er Schnitt auf dem Tacho stehen hatte. Obwohl der Rücken alles andere als ein Vergnügen bereitet, freue ich mich doch, dass es scheinbar langsam bergauf geht mit der Form.

25.5.06 14:45 verlinken / kommentieren

Noch rund 20 Stunden bis zum Start meines ersten Saison-Triathlons und des ersten überhaupt seit vier Jahren. Eigentlich müsste ich ich gut erholt sein, da gestern umständehalber wieder mal Ruhetag war. Dafür bin ich jetzt Besitzer von einem Paar neuer Laufschuhe, New Balance M854. Gekauft habe ich sie in Ingolstadt bei Sport-IN. Diese kleine Werbung kann man ohne weiteres vertreten, da ich wirklich hervorragend beraten wurde, mit allen Schikanen wie Laufband, Videoanalyse, gut gelaunter und fachlich kompetenter Verkäuferin. So sollte es sein. Trotzdem habe ich das Auslaufmodell genommen, weil es nur 80 € gekostet hat, 40 weniger als ein anderes Paar von Asics.
Wenn meine Göttergattin jetzt dann von ihrer Shopping-Tour mit ihrer Freundin zurückkommt, werde ich noch eine kleine Runde drehen und die neuen Treter testen. Morgen allerdings kommen die superleichten und ungedämpften Wettkampfschuhe zum Einsatz.
Heute Vormittag war ich noch eine Stunde mit dem Rad beschäftigt. Jetzt blitzt und blinkt es wieder. Was aber vermutlich für die Katz war, wenn man dem Wetterbericht glauben darf. Wenigstens hat das Wasser im Weiher, in dem wir schwimmen, schon 17° C.
Mein restliches Equipment muss ich auch noch zusammenpacken, was schon ein gewisses logistisches Verständnis erfordert. Vor allem, wenn man nicht mehr so ganz im Geschehen steckt. Aber ich habe ja noch die alte Liste, wo drauf steht, was man alles mitnehmen muss zum Wettkampf. Es wird also schon alles glatt gehen.
Drückt mir die Daumen, dafür gibt’s morgen (oder übermorgen) einen schönen Bericht.

27.5.06 16:06 verlinken / 1 Kommentar(e) / kommentieren

Isn’t it ironic?

It’s like rain on your wedding day
It’s a free ride when you already paid
It’s the good advice that you just didn’t take
And who would have thought it figures

Es ist Ironie, wenn man eine Stunde vor Start entscheidet, nicht zu starten, weil es schüttet wie aus Eimern, es kalt ist, das Wasser nur 15° hat, der Wetterbericht von Starkregen und Hochwasser warnt.
Und als es dann losgeht fallen die letzten Regentropfen. Es wird wieder wärmer, die Straße trocknet ab…
Das Leben ist gemein!

Mehr schreibe ich heute nicht dazu.

28.5.06 20:17 verlinken / kommentieren

Nachdem ich mich von der Pleite gestern erholt habe, für alle die es interessiert noch ein Nachschlag.
Als Günter mich um 9 Uhr abholte, begann es gerade zu schütten. Ich meine nicht einfach so ein Regen, sondern so richtig dicke Tropfen, wo man patschnass ist, wenn mansich länger als 20 Sekunden ungeschützt draußen aufhält. Er fuhr rückwärts bis direkt vor das Garagentor, so dass wir einigermaßen trocken das Fahrrad und das restliche Equipment verladen konnten.
Um kurz vor 10 Uhr waren wir in Erding, wo es langsam anfing zu tröpfeln, nachdem wir zwischenzeitlich aus der grauen Suppe herausgefahren waren.
Auf dem Weg zur Startunterlagenausgabe hatte es dann auch hier angefangen zu schütten. Nicht senkrecht, sondern durch den kräftigen Wind waagrecht, so dass wir innerhalb kürzerster Zeit, trotz Regenschirm, von der Hüfte abwärts völlig durchnässt waren. Zunächst suchten wir notdürftig Schutz unter einem Baum, der allerdings schon ziemlich belgt war von anderen Athleten.
Beim Abholen der Startunterlagen wurden wir von einer etwas genervt wirkenden Dame bedient, was aber nicht verwunderte, waren sie und ihre Listen doch auch bereits völlig durchnässt.
Zurück im Auto harrten wir dann der Dinge, die da kommen sollten. Der Regen ließ nicht nach, alles grau in grau. Die Wassertemperatur lag bei 15° C, wie wir in Erfahrung gebracht hatten.
Es wurde Halbelf, Dreiviertelelf, elf Uhr. Die Nachrichten. Erste Meldung: Überschwemmung in Oberfranken, Starkregen im Bayerischen Wald und Oberpfalz. Wetterbericht: Das Starkregengebiet zieht sich im Lauf des Nachmittags von der Oberpfalz in Richtung Alpenrand zurück. Na super, Erding liegt da ziemlich genau dazwischen. Auf meiner Schlecht-Wetter-Wettkampfskala lag der Tag zu diesem Zeitpunkt auf Platz 2. Platz eins war vor etwa 10 Jahren, es war noch etwas kälter. Da habe ich nicht gekniffen, weil es einer meiner ersten Triathlons war und außerdem war ich 10 Jahre jünger.
Gestern stellte ich mir einige Fragen. Ist der Wettkampf zwingend nötig für die Vorbereitung auf Roth? Nein, wäre nicht schlecht, geht aber auch so.
Würde ein im Kopf gesunder Mensch freiwillig bei solchen Bedingungen zuerst 1500 m im See schwimmen und anschließend 48 km durch den Regen radeln? Nein, das machen nur Irre!
Ist das gesund? Nein, sicher nicht! Bei dem Programm, das diese Woche noch zu bewältigen ist, sollte ich fitt sein.
Muss ich mir oder sonst jemandem was beweisen? Nein
Die Wichtigste Frage zuletzt – macht das Spaß? Nein, nein, nein.
Somit war die Entscheidung gefallen.
Wir fuhren dann zum Ziel, um die letzten Volkstriathleten beim Zieleinlauf zu bewundern. Sie hatten sich durchgekämpft, mein Respekt. Der Regen ließ bereits nach, einzelne Wolkenkonturen waren wieder erkennbar. In meiner Magengrube bohrte ein kleiner Schmerz.
Günter hatte die Idee, noch auf die Radstrecke zu fahren um Lothar Leder und Co. zu bewundern. Was wir dann auch machten. Da bekam ich schon eine leichte Krise. Die Straße trocknete langsam ab. Es war zwar kalt und windig, aber…
Zuhause angekommen, war ich doch sehr enttäuscht. Inzwischen war sogar die Sonne heraus gekommen und der Ärger wurde immer größer.
Um den zu verdauen, beschloss ich zu laufen. Zweieinhalb Stunden und knapp 30 Kilometer später bei bestem Triathlonwetter ging’s mir wieder besser. Trainingstechnisch war es vielleicht sogar die bessere Variante. Wer weiß, für was es gut war, so wie es gelaufen ist.

29.5.06 09:45 verlinken / 1 Kommentar(e) / kommentieren

Diese Woche bezeichne ich als “Brückenwoche”. Am Freitag Nachmittag werden wir nach Sardinien abfahren, wo wir am Samstag Abend an unserer Unterkunft ankommen werden. Das heißt trainingsmäßig am Freitag nichts und Samstag maximal noch ein bisschen schwimmen im Pool.
Heute auch kein Training, weil mein Vater seinen 70. Geburtstag feiert. Am Mittag fahren wir los und kommen spät Abends wieder.
Am Montag war der geplante Ruhetag, der auch nötig war, da der lange relativ schnelle Lauf vom Sonntag noch ziemlich in den Beinen hing. Schwimmtraining wurde dem ersten Elternabend im Kindergarten geopfert.
Bleiben also noch Dienstag (gestern), Donnerstag und Sonntag. Gestern ein lockerer Lauf über zehn Kilometer in gut 50 Minuten, wobei ich für das Tempo wirklich sehr locker unterwegs war.
Am Donnerstag wird es wohl, wenn überhaupt, auch nur ein Lauf werden. Das Wetter ist wieder mal unterirdisch. 7° C und Regen am Morgen laden nicht gerade zum Rad fahren ein.
Umso mehr freue ich mich auf zwei Wochen Sonne. Und auf viele Kilometer auf dem Rad.
Wie ich das mit dem Blog in der Zeit weiter führe weiß ich noch nicht. Vielleicht gibt es in dem Club einen Internet-Anschluss, dann werde ich natürlich weiter berichten. Ansonsten herrscht wohl zwei Wochen Funkstille.

31.5.06 09:08 verlinken / 3 Kommentar(e) / kommentieren


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